Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod
Ein Fall für DC Smith
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Buchbesprechung verfasst von: Harald
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Der erste Eindruck kann täuschen. Anders gesagt: Genaues Hinsehen kann helfen. So könnte man das Credo von DC Smith bezeichnen. Dies ist der erste Fall einer neuen Krimireihe des Diogenes Verlags.
DC Smith hat einiges hinter sich. Ein polizeiinternes Ermittlungsverfahren hat er für sich positiv überstanden. Seine eigensinnige und für Vorgesetzte unbequeme Art ist ihnen neben seinem Alter eigentlich Grund genug, ihm nahezulegen, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Für Smith ist das keine Option. Er möchte die Polizeiarbeit noch nicht aufgeben.
Sein erster Fall scheint ein einfacher Routinefall zu sein. Ein Jugendlicher ist ertrunken. Auf den ersten Blick ein tragischer Unfall. Nichts Besonderes, einfach Routinearbeit. Smith stellt fest, dass dieser Fall Teil von viel größeren Zusammenhängen ist. Und auch von gefährlichen Zusammenhängen.
Zur Seite gestellt wird ihm ein junger Kollege, der versiert in den modernen Ermittlungsarten arbeitet. Smith dagegen geht mit typisch britischem Humor auf traditionelle Art und Weise vor. Im Laufe der Zeit ergänzen sich beide immer mehr.
„Smith sagte: Gute Arbeit. Schlaue Frage, ob noch etwas im Kanu war. Die beiden verschweigen uns nichts, die haben nichts mit der Sache zu tun. Aber mit unserem mysteriösen Kaufahrer würde ich gerne mal reden. Wirklich gern.“
Smith hat einen anderen Ermittlungsansatz. Er möchte nicht nur den Mörder finden, sondern verstehen, was wirklich geschah und natürlich auch, warum es geschah. Er möchte keine schnelle Lösung. Sondern er möchte verstehen, nachvollziehen und dadurch zum Ziel kommen.
Fazit
Peter Grainger erzählt unaufgeregt und führt den Leser durch akribische Ermittlungsarbeit. Mir hat besonders seine ruhige Erzählweise gefallen. Neben oft reißerischen Krimis ist dieser einfach wohltuend.