Buchbesprechung/Rezension:

Sabina Naber: Marathonduell
Erster Fall für Mayer & Katz

Marathonduell
verfasst am 19.04.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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42 km, 40.000 Teilnehmer, zwei Läufer mit Glatze – einer ist ein Mörder, ein anderer Kriminalbeamter

Besser hätte das Timing gar sein können: Am Sonntag, 19. April 2026 findet der Vienna City Marathon zum 43. Mal statt. Just dieses Event, das jedes Jahr rund 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Hundertausende Zuseherinnen und Zuseher an der Strecke und den Fernsehgeräten im Bann hält, ist die Kulisse des 2013 erschienen Reihenauftakt von Sabina Naber.

„Marathonduell“ ist der erste Band der Reihe „Mayer & Katz“. Während der Vienna City Marathons, an dem auch Chefinspektor Karl Maria Katz teilnimmt, wird eine vermögende junge Frau in ihrer Wohnung, die an der Laufstrecke liegt, ermordet. Als eine der ersten ist Gruppeninspektorin Daniela Katz, die wegen des Marathons außerhalb ihres angestammten Reviers tätig ist, am Tatort. Wenig später erscheint der abgekämpfte Chefinspektor Karl Maria Katz, der mit Mayer das Verbrechen aufklären soll. Die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Katz um die fünfzig, sportlich und wortkarg sowie Mayer, die es eher gemütlich haben will und gerade mit ihrer Lebensgefährtin Schluss gemacht hat.

Recht schnell hat Katz Andreas Niederle, den Verlobten der Toten, in Verdacht, obwohl der eigentlich ein bombenfestes Alibi hätte: Er ist in derselben Startnummerngruppe wie Katz den Marathon gelaufen. Bei den Ermittlungen im Umkreis der Toten stellt sich zum einen heraus, dass auch deren Bruder ein Motiv haben könnte, und zum anderen, dass der Verlobte schon früher einige reiche Frauen durch Unfälle verloren hat und ein Gasthaus namens Blaubart betreibt. Nomen est Omen?

Mayer und Katz setzen alle Hebel in Bewegung, Niederle als Täter zu überführen. Wird es ihnen gelingen?

Meine Meinung:

Dieser Krimi, der vor dem Hintergrund des Wien-Marathons in Szene gesetzt ist, ist fesselnd bis zu letzten Seite. Obwohl wir Leser sicher sein können, den Mörder zu kennen, bleibt noch ein winzig kleiner Rest Unsicherheit, ob Niederle oder der Bruder der Täter ist und ob die beiden gemeinsame Sache gemacht haben.

 

Sabine Naber hält uns mit ihrem flüssigen und auch humorigen Schreibstil von Anfang an in Atem. Wir laufen zum einen mit dem Täter und zum anderen mit dem Polizisten den Marathon und erhalten einen Eindruck dieser Massenveranstaltung.

Ich habe mich beim Lesen ein wenig an Steven Spielbergs Film „Das Duell“ erinnert gefühlt, wenn ich den Gedanken der beiden glatzköpfigen Läufer gefolgt bin.

Schmunzeln muss ich über das Ermittler-Duo, das eher zufällig zusammengewürfelt wird. Karl Maria Katz um die fünfzig, sportlich und wortkarg sowie Daniela Mayer, die es eher gemütlich haben will und gerade mit ihrer Lebensgefährtin Schluss gemacht hat. Beide sind kauzige und etwas schrullige Charaktere, die sich erst einmal aneinander gewöhnen müssen. Als homosexuelle Frau hat es Mayer in der von Männern dominierten Welt der Polizei nicht leicht, doch sie versteht sich durchzusetzen. Dass ihre Stammdienststelle im 15. Bezirk von Wien liegt, der einen sehr hohen Anteil an Zuwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien hat, hat sie die Sprachen des Balkans erlernen lassen, deren Kenntnis nicht nur Verdächtige, sondern auch Kollegen zum Staunen bringt.

Sabina Naber lässt uns auch an der Polizeiarbeit teilhaben. So dürfen bei der Sichtung der Videoaufnahmen des Marathons den Ermittlern stundenlang über die Schultern schauen.

Wie schon häufig, habe ich auch diese Krimi-Reihe nicht mit dem ersten Band, sondern mittendrin (Caddielove) zu lesen begonnen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Wien-Krimi, der vor dem Hintergrund des Vienna City Marathons, stattfindet, 5 Sterne.




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