Ingrid Davis: Aachener Narren
Der elfte Fall für Britta Sander
Genre:
Buchbesprechung verfasst von: Harald
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Diese Veranstaltung kennen viele aus dem Fernsehen: die Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“. Mittendrin, während dieser Veranstaltung, wird der stadtbekannte Neurochirurg Edgar Kathe vergiftet. Der Saal ist voll, und jeder der Besucher ist dementsprechend ein Verdächtiger.
Die Privatermittlerin Britta Sander stürzt sich zusammen mit der Polizei in die Arbeit. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Ermordete vielen in seiner Umgebung Grund gegeben hat, ihn zu ermorden – sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.
Britta Sander taucht tief in die Vergangenheit von Edgar Kathe ein und trifft auf immer mehr Geheimnisse. Eines der zentralen Themen ist dabei: Schein und Wirklichkeit. Edgar Kathe ist es wichtig, den äußeren Schein zu wahren.
„Aber hatten Täter oder Täterin bewusst den Todesfall auf der Festsitzung inszeniert, oder war die Hoffnung gewesen, Kathe möge nie auf der Veranstaltung eintreffen?“
Kathe verbarg hinter seiner Fassade zahlreiche Konflikte. Diese sorgten dafür, dass einige Menschen ein Motiv hatten. Im Aufbau der Geschichte werden viele Figuren eingeführt, um unterschiedliche Handlungsstränge darzustellen.
Im Grunde genommen werden zwei Geschichten erzählt: Zum einen der Kriminalfall rund um Britta Sander. Die Figuren der zweiten Geschichte sind eine sozial schwache Familie, die in einem sozialen Brennpunkt wohnt. Die sozialen Schwierigkeiten werden sehr intensiv beschrieben – an manchen Stellen möchte man helfend eingreifen. Erst zum Schluss des Buches, bei der Aufklärung, verweben sich beide Erzählstränge.
Ich empfand diese Geschichte als sehr gut erzählt. Der Leser bekommt einen Einblick hinter die Kulissen des Karnevals. Ich empfehle dieses Buch sehr und freue mich schon auf den 12. Fall von Britta Sander.