Buchbesprechung/Rezension:

Sabine Friemond: Alte Schule

Alte Schule
verfasst am 17.02.2026 | einen Kommentar hinterlassen

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Als Niederrheiner war ich gespannt auf diesen Krimi. Der bereits 7. Teil der Christin-Erlenbeck-Reihe ist mein erster. Der in Voerde spielende Roman beginnt mit dem Auffinden der Leiche von Jörg Keller. Er starb durch mehrere Messerstiche. Der Tote liegt pikanterweise auf dem Grab eines vor langer Zeit verstorbenen behinderten Jungen. Er war Opfer der Nationalsozialisten. Als „nicht lebenswertes“ Leben wurde er ermordet.

Jörg Keller stammte aus Voerde, lebt aber jetzt in Berlin und führte dort eine Werbeagentur. Kurze Zeit nach seiner Ermordung wird ein Jugendfreund Kellers auch tot aufgefunden. Beide waren am Abend vor der Ermordung Kellers zu einer Revival-Party in ihrem alten Jugendzentrum „Stockumer Schule“ im Voerder Ortsteil Stockum gewesen.

Die Voerder Hauptkommissarin Skalecki übernimmt die Ermittlungen. Zu ihrem Team gehören die Polizeioberkommissare Elif Celik, Katja Weber und Frederick Neumann genannt Freddie, der Ehemann der Voerder Pfarrerin Christin Erlenbeck. Die Spur führt weit zurück in die 1980er-Jahre, in die Jugendzeit der Ermordeten. Dabei stoßen die Ermittler und die neugierige Pfarrerin auf nicht aufgearbeitete Schuld während des Dritten Reiches, die offenbar mit den Morden in Verbindung steht. Dadurch erscheint der Fundort der ersten Leiche – das Grab des behinderten Jungen – nicht zufällig zu sein.

Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass sich hinter Jörg Kellers scheinbar erfolgreicher Fassade eine kriselnde Ehe und finanzielle Schwierigkeiten verbergen. Hinzu kommen unterdrückte und versteckte Homosexualität. All dies wird im Laufe der Geschichte zunehmend zu einem wichtigen Aspekt.

„Dann las sie auch, was die Sträucher verdeckt hatten: Geliebter Sohn. Gekämpft. Verloren. Und der Herr wird dich rächen.“

Unterschiedliche Spuren, für den Leser zunächst scheinbar nicht zusammenhängend, führen schließlich zu einem überraschenden Ende.

Fazit

Dieser Roman war für mich ein Beispiel dafür, wie verdrängte Erinnerungen die Gegenwart beeinflussen können. Ich denke, es wird nicht der letzte Krimi aus der Reihe für mich gewesen sein.




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