John Cecil Masterman: Die Oxford-Tragödie
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Buchbesprechung verfasst von: Harald
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Der Zürcher Dörlemann Verlag hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, internationale, teils im deutschsprachigen Raum unbekannte Autoren zu veröffentlichen. Dieses Buch von J. C. Masterman gehört dazu. Es ist bereits 1933 erschienen. Masterman hat mit diesem Krimi das Genre der an Universitäten spielenden Handlungen begründet.
Alles beginnt mit dem Mord an dem an der Universität Oxford angesehenen Lehrer Shirley. Shirley soll angeblich eine wissenschaftliche Entdeckung gemacht haben, die großes Aufsehen in der akademischen Welt erregen würde. Er wird nach einem gemütlichen Abend im Klubzimmer des St.-Thomas-Colleges in der Wohnung eines Kollegen ermordet.
Der Ermittler in diesem Mordfall ist Inspector Cotter vom Scotland Yard. Er ist ein sehr erfahrener und kluger Ermittler. Cotter versucht, die Spuren des Mordfalls zu entschlüsseln. Dabei lernt er die Welt der akademischen Eliten mit ihren Rivalitäten, Intrigen, ihrem Neid sowie ihren verborgenen und dunklen Geheimnissen kennen.
Der Roman wird aus der Sicht des Dozenten Francis Wheatley Winn erzählt. Dieser, schaltet sich gemeinsam mit dem Gast des Colleges, dem österreichischen Gastdozenten Brendel, im Hintergrund in die laufenden Ermittlungen ein.
„…… denn, sehen Sie, die Erforschung von Verbrechen und ihre Aufklärung ist meine Leidenschaft. Ja, das ist wirklich mein einziges großes Hobby.“
(Gastdozent Brendel)
Mit viel Logik und Mathematik geht Brendel daran, die Wahrheit hinter dem Mord zu erkunden. Winn unterstützt ihn dabei mit seinem Wissen über die Hintergründe des Colleges St. Thomas.
Fazit
Der Krimi erinnert mich in seinem Stil an die Bücher von Dorothy L. Sayers rund um Lord Peter Wimsey. Die Handlung sowie die cleveren Tricks, die der Österreicher Brendel nutzt, um den Mörder zu überführen, machen den Roman spannend und unterhaltsam. Der Stil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig – hier merkt man das Entstehungsjahr 1933. Nach ein paar Seiten ist dies jedoch nicht mehr von Belang. Wer typische englische Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten.