Paul Cleave: Der Fünf-Minuten-Killer

verfasst am 13.05.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Cleave, Paul, Thriller

Ganz sicher bin ich mir nach dem Lesen dieses Krimis, daß ich froh bin, nicht in Christchurch in Neuseeland zu leben. Ganz sicher weiß ich nach dem Lesen dieses Krimis auch, daß froh bin nicht den Beruf eines Kriminalbeamten gewählt zu haben. (aber ehrlich: dieser Beruf ist sowieso nie auf meiner Wunschliste gestanden)

Als Klappentext steht: “Nichts für Zartbesaitete!”

Möglich, daß ich für diesen Krimi etwas zu zart besaitet bin. Wobei ich hoffe, daß die, mir zeitweise schon zu pervers erscheinende Handlung, nur der Phantasie des Autors entstammt und es nicht um aus der Realität ausgesuchte und verdichtet geschilderte gesammelte Untaten handelt.

Dieses Untaten sind für mein Gefühl stellenweise wirklich ab-artig/-stoßen – man möge wählen. Hoffentlich werden die beteiligten Polizisten bei ihrer Arbeit durch Supervisionen begleitet, denn ansonsten könnten sie angsichts des angehäuften Bösen ganz leicht eigene Rächerphantasien entwickeln.

„Der 5-Minuten-Thriller“ gehört unzweifelhaft in das Genre der Hard-Boiled-Krimis. Das bedeutet nicht nur hemmungslose Verbrechen sondern auch „Helden“ (hier also einen Police-Detective) deren eigenes Leben aus einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung deprimierender Ereignisse besteht, vorzugsweise sehr phantasievoll und schonungslos beschrieben.

Okay: angenommen, in einem Krimi (wie diesem) muss das gesamte Leben ein einziges grausames Dilemma sein, dann stelle ich mir die Frage: Will ich das Lesen? Begeisterte Krimileser würden wahrscheinlich mit einem unbedingten JA antworten. Ich bin keine begeistertete Krimileserin und tendiere deshalb zum NEIN.

Und doch: trotz aller ablehnenden Empfindungen meinerseits, spannend zu lesen ist dieser Krimi schon. Und auch schnell zu lesen. Mit der Spannung steigt das Lesetempo. Also unbedingt ein Krimi für begeisterte Krimifans.


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