Claudia Rossbacher: Steirerblut

verfasst am 26.12.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Rossbacher, Claudia

Sandra Mohr wird in ihre Heimatgemeinde Krakau geschickt, um den grausamen Mord an einer Enthüllungsreporterin aufzuklären. Überraschenderweise bekommt sie Verstärkung aus Wien. Sascha Bergmann, ein sarkastischer und bornierter Kriminalbeamter, bringt Sandra mit seinen Sprüchen mehr als aus der Ruhe. Irgendwie scheinen die beiden nicht kompatibel. Trotzdem versuchen beide ihrer Aufgabe, der Aufklärung des Mordes an Eva Kovacs, gerecht zu werden.

Sandra reist also von Graz, wo sie im LKA als Abteilungleiterin tätig ist, in ihr steirisches Heimatdorf. In ihrer Ermittlungsarbeit wird sie zwangsläufig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie hat nicht gerade ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, und ihr Halbbruder zählt zu den Verdächtigen. Daneben bekommt sie Unterstützung durch ihren Ex-Geliebten Max, der bei der heimischen Polizei beschäftigt ist. Zwischen den beiden Polen, besetzt durch ihren chauvinistischen  Partner Sascha und ihrem biederen Ex-Lover Max, lässt es sich Sandra allerdings ganz gut aushalten.

Die tote Journalistin scheint an brisanten Themen gearbeitet zu haben, die auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten sollen. So spannt sich der Bogen der Ermittlungsarbeiten bald über die Bereiche Korruption, Wirtschaftskriminalität und Pornographie. Und das auf dem Land, wo quasi die Dorfbewohner zusammenhalten und solche Verbrechen doch nur aus dem Fernsehen kennen. Versehen mit diesem Weltbild blockieren die KrakauerInnen die Arbeit von Sandra und ihrem Kollegen aufs Äußerste. Bloß das Bild der heilen Welt aufrecht erhalten!

Ein verzwickter Fall, der sich erst langsam entwirrt.

Die Autorin hat einen guten Plot entworfen, spannend, leicht lesbar und unterhaltsam. Eine  durchaus empfehlenswerte Lektüre! Ich freue schon auf ein weiteres Werk von Claudia Rossbacher.

Abschließende Anmerkung: ich hätte mir das Buch selbst nie gekauft. Nicht aufgrund des Klappentextes, sondern des biederen Umschlagbildes wegen, das sich noch dazu „gucklochherzerl“ nennt!! :o)
Künftig werd ich versuchen, mich unvoreingenommen an solche Einbände anzunähern….

 



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