Helfer, Monika: Oskar und Lilli

verfasst am 07.08.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Helfer, Monika, Romane

Oskar und Lilli, zwei kleine Kinder im Alter von sieben und neun Jahren, kommen als „Fürsorgekinder“ zu Pflegeeltern. Die Mutter, Alleinerzieherin, mehr dem Alkohol zugeneigt als ihren Kindern und psychisch völlig mit der Erziehung überfordert, landet in der Schweiz in einer psychiatrischen Klinik. Das Jugendamt schaltet sich ein und trennt die Geschwister, indem die beiden unterschiedlichen Pflegefamilien zugeteilt werden. Doch es eint sie ein Geheimnis.

Die beiden Geschwister werden voneinander getrennt. Oskar kommt zu einem Lehrerehepaar, Lilli vorübergehend zu Rut (ohne th). In Oskars „neuer“ Familie lebt ein Baby und ebenso die Mutter des Biologielehrers. Die Großmutter liegt pflegebedürftig darnieder. Oskar, der die alte Dame Erika nennt, kümmert sich um sie.

Lilli soll nur vorübergehend bei Rut wohnen. Rut ist sehr aufgeschlossen gegenüber dem Mädchen, und wünscht sich, dass Lilli nicht mehr nur vorübergehend bei ihr wohnen kann. Sie verspricht dem Mädchen, beim Jugendamt dahingehend zu intervenieren, damit sie bleiben kann.

Als Erika stirbt, hinterlässt sie Oskar ein großes Vermögen. Das Lehrerehepaar, sichtlich enttäuscht von der Entscheidung der Mutter, entlässt Oskar aus ihrer Pflege. Er übersiedelt in zu einer Wirtin in das Gasthaus „Taube“.

Der Kontakt zwischen den beiden Kindern wird fast gekappt. Zwei Kinder, die ihren Platz in der Welt suchen, erzählen über ihr Leben in den Pflegefamilien. Die Pflegefamilien funktionieren, es gibt Essen, einen Platz zum Schlafen, ein eigenes Zimmer, Aufgaben werden delegiert. Doch was die beiden wirklich brauchen, das bekommt weder Oskar noch Lilli. Liebe, Zuneigung und eine Familie, zu der sie sich wirklich zugehörig fühlen.

Erzählt aus der Perspektive der Kinder ist dieses Buch erfrischend und traurig zugleich.



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