Schneider, Ivo: Valentino & Uz

verfasst am 18.01.2009 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Schneider, Ivo

schneider-valentino-und-uzWie ist das möglich, dass der blinde Dr. Klever von einem Lastwagen überfahren wird, trotz einem Blindenhund an seiner Seite?  Dieser wird ebenfalls Opfer dieses Crash und folgt seinem Herrl ins Grab. Uz ist Privatdetektiv und stolpert in diese Geschichte quasi hinein. Er schlägt sich beruflich eher mit unappetitlichen Aufträgen von Ehebrechern herum, nicht mit Verbrechensaufklärung. Uz liebt statistische Jahrbücher.

Diese bringen ihm Entspannung. Vor allem, seit er dem Alkohol abgeschworen hat,  will er nur mehr Ordnung und ein Leben in absoluter Ruhe führen. Ohne Menschen, ohne Autos und ohne Tiere.

Uz arbeitet in der Detektei Kovarik in Wien. Er verdient seinen Lebensunterhalt indem er für Ehefrauen, Geliebte oder Ehemänner Informationen über Affären, Liebschaften und dergleichen beschafft. Im Zuge seiner detektivischen Arbeit trifft er im Hotel „Zum rosa Elefanten“ auf eine Gräfin. Diese, frustriert von der körperlichen Kunst ihres derzeitigen Liebhabers, verführt Uz in einem nächtlichen Abenteuer.  Am nächsten Morgen findet er plötzlich Valentino vor seiner Haustür.

Valentino ist Hund, ein Whippet, somit ein englischer Windhund und dank seiner Rasse ein hervorragender Sprinter. Valentino ist aber auch versnobt, liebt feines Essen, Stil und Eleganz, ganz wie Frauchen. Was er nicht leiden kann, sind solch abgewrackte Typen, wie sein vorübergehender Aufpasser. Uz mag dagegen keine Viecher, er will seine Ruhe, fühlt sich nach der atemberaubenden Nacht mit der Gräfin allerdings doch ein wenig für das Tier verantwortlich. Hund und Mensch raufen sich langsam zusammen. Beide sind sicher, dass der Unfall an Dr. Klever nur Mord sein kann, und während ihres Zusammenlebens machen sie sich daran, diesen, statistisch unmöglichen, Todesfall zu klären.

Witziger Krimi im Herzen des Wienerwaldes. Der Autor schreibt aus zwei Perspektiven. Einmal aus Sicht des Privatdetektivs Uz, und dann aus der Sicht des Hundes Valentino. Gerade die Dialoge des versnobten Hundes und der Wiener Schmäh des Autors machen dieses Buch absolut lesenswert!



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