Buchbesprechung/Rezension:

Wlada Kolosowa: Der Hausmann


verfasst am 04.09.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Gesellschaftromane, Kolosowa, Wlada
LiteraturBlog Bewertung:

Die Autorin:
Wlada Kolosowa wurde am 2. Jänner 1987 in Leningrad geboren. Sie schloss ihr Bachelorstudium in Publizistik in Berlin ab und studierte anschließend Kreatives Schreiben an der New York University. Während ihres Studium schrieb sie für „Spiegel online“ und den „Tagesspiegel“. „Der Hausmann“ ist ihr vierter Roman. Mehr Informationen findet man auf ihrer Homepage: https://www.wladakolosowa.de

Der Illustrator:
Raul Soria hat eine tolle Homepage, wo man alles Wissenswertes über ihn erfährt: https://www.raulsoria.de

Der Inhalt:
Als ich das Buch in Händen hielt, fand ich schon das Cover irgendwie interessant. Das Lesen selbst war unterhaltsam und anders, als man es von herkömmlichen Romanen gewohnt ist. Das Buch beginnt mit einem Kapitel über Tim. Tim ist mit seiner Freundin Thea in eine neue Wohnung gezogen, weil sie sich die alte nach den Renovierungsmaßnahmen nicht mehr leisten konnten. Er ist freiberuflicher Cartoonzeichner und arbeitet gerade an einem Comic über die Klimaerwärmung.

Seine Freundin Thea kommt aus gut situiertem Hause und ist Hausarbeit nicht gewohnt, da sie mit Personal aufgewachsen ist. So bleibt Tim die ganze Hausarbeit. Tims Mutter war Putzfrau, weshalb er sich nur in einer aufgeräumten und sauberen Umgebung wohl fühlt. Thea legt auf das alles keinen Wert. Sie ist lebenshungrig und voller Energie. Da ihr Vater den Geldhahn zugedreht hat, nimmt sie zum ersten Mal in ihrem Leben einen bezahlten Job an. Vorher arbeitete sie für eine NGO, die sich gegen Genitalverstümmelungen einsetzt.

Der ganze Roman ist in kurze, jeweils 10 bis 20 Seiten lange Kapitel aufgeteilt, in denen aus verschiedenen Perspektiven die Lebens- und Denkweisen von Tim, Thea, Maxime und Dagmar dargestellt werden. Alle vier wohnen im gleichen Haus, haben aber völlig unterschiedliche Einstellungen. Tim und Thea sind ein Paar mit sehr verschiedenen Charakteren, Maxime ist ein junger Ukrainer, der mit Hilfe von Tim seine Deutschkenntnisse verbessert und Dagmar ist eine im Jahre 1939 geborene Dame, die mit verschiedenen Tricks versucht ihre Rente aufzubessern.

Ihre Erlebnisse veröffentlicht sie dann in einem Blog. Die Kapitel wechseln zwischen Text, Comic, Blogartikel und Chatprotokoll. Dadurch ist das Buch sehr kurzweilig und auch für Menschen geeignet, die wenig Zeit zum Lesen haben, denn ein solches Kapitel schafft man super zwischendurch.

Mein Fazit:
Mich hat die Art des Buches angesprochen. Es ist mal was anderes – modern, kurzweilig, mit Comics, die ich zwar teilweise nicht verstanden habe und doch zwischendurch unterhaltsam fand.

So wird die Hausgemeinschaft in Berlin-Neuköln aus den verschiedensten Blickwinkeln geschildert. Lustig fand ich den Roman nicht, eher etwas schräg. Wer für eine moderne Art der Literatur offen ist, findet an dem Roman sicher Gefallen.




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