Vogler, I Stangl: Endlich Strache

verfasst am 29.12.2009 von | 3 Kommentare
Rubriken: I Stangl, Satire, Vogler, Hannes

endlich-stracheEine Reportage aus der Zukunft! Eine wunderbare Persiflage auf die österreichische Innenpolitik von 2000 bis 2017 ! Natürlich alles gestützt auf bisher geheim gehaltene Dokumente!

Strache auf seinem Weg in das Kanzleramt.

Die Autoren beschreiben den Wahlkampf und die Strategien, die jede einzelne Partei in Österreich, ob Rot, Schwarz, Grün, Blau und so weiter und so fort, unternimmt, um stimmenstärkste Partei in Österreich zu werden. (Gibt es auch schon die Lila-Partei? Könnte ich ja noch gründen! …).  Unterschiedlichste Möglichkeiten um an die Macht zu kommen, werden auf das Korn genommen. Beispielsweise die Überlegung des des Wahlkampfstrategen Stanley Greenberg, der bei anstehenden Neuwahlen der SPÖ immer empfehlen lässt „Let`s loose a battle to win a war.“ Was dann parteiintern dazu führt, welche „Flasche“ geopfert werden soll um die Nase vorn zu haben.

Nichts scheint unmöglich. Gusi verschwindet im Niemandsland, selbst der Herr Strudel aus der Kronenzeitung wird als politischer Kandidat ins Auge gefasst, dem Bundespräsidenten Heinz Fischer wird von anerkannten Medizinern die Kreuzfeld Jakobs-Krankheit diagnostiziert, dachte er schon immer in Anbetracht der österreichischen Innenpolitik „Ich glaub ich spinn…“

Und dann eine zündende Idee: der Mitleidseffekt. Damit gewinnt man Wahlen. Blut und Mythos. Würde das klappen? Am 22.September 2016, einem Donnerstag, da ging die Meldung rund um die Welt.  Straches Auto wurde offensichtlich von einem anderen Wagen gerammt. Ha Ce musste einen Riesen-Schutzengel gehabt haben, um aus dem Wrack lebend herauszukommen. 2 Tonnen Edelstahl in Form eines VW Phaeton hatten Straches Auto niedergewalzt. Ha Ce lässt aus der Klinik seine WählerInnen lieb grüßen und schafft den Einzug ins Kanzleramt.

Eine lustige und treffsichere politische Satire die, wäre es nicht so ernst und fast schon traurig, eine/n wirklich zum Lachen bringt!



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  • Kommentar von  Elke am 26.01.2010 um 07:52 Uhr Uhr

    Hallo liebe LeserInnen,
    ja, wir sehen uns in Wien. Nachdem mein Opa keinen russischen Panzer im Mostkeller hat kann ich nur auf meine Schiebetruhe zurückgreifen und damit losdüsen! Aber für Zivilcourage nehm ich auch diese Anstrengung in Kauf!

  • Kommentar von  Sündi am 20.01.2010 um 16:07 Uhr Uhr

    hallo elke!

    danke das du mir dieses buch geliehen hast!
    hab es mit genuss und einer portion widerwillen gelesen (ja so was gibts!) weil es wirklich saukomisch wäre, würde es nicht so nah an der realität angesiedelt sein.

    kann sich noch jemand daran erinnern wie die „Kronen Zeitung“ und die ÖVP im letzten herbst gerüchte über den gesundheitszustand unseres HBP in umlauf brachten?
    da hab ich geglaubt ich spinn!

    der hifi ist mindestens so fit wie meine turnschuhe und sicherlich fitter wie der pröll pepi und hat noch viel mehr haare auf dem kopf wie der onkel erwin.
    wer sein schaltzentrum ohne behaarung der sonne aussetzt, dem wird das gehirn weich wie man/frau ja laufend beobachten kann.

    besonders bemerkenswert sind die beschreibungen der politberater vulgo spindoktoren (ja die spinnen manchmal auch die doktoren!).
    woher kennen der stangl und der vogler diese herren so gut?
    wo bleiben eigentlich die spinärztinnen?

    an der sprache des buchs könnte man/frau noch arbeiten, aber es ist flott geschrieben und auch zu lesen.

    hat gestern jemand den auftritt von hc strache im report gesehen?
    eine weitere hochnotpeinliche vorstellung!
    könnt ihr das nicht erkennen liebe modernisierungsverlierer und junge glatzenbewährte zornige?

    hat jemand die vorgänge beim abspaltungsparteitag in klagenfurt letztes wochende registriert, wo journalisten und politisch andersdenkende verhöhnt und verächtlich gemacht wurden?
    tja, wenn ihr das alles nicht sehen könnt/wollt dann müsst ihr ihn wohl wählen.

    aber dann müssen wir uns erheben aus dem „faulbett“ der demokratie.
    es gibt den begriff der wehrhaften demokratie wirklich, der besagt, dass gewalt zulässig ist, wenn die demokratie in gefahr ist.
    lustig wird das nicht, ist aber unvermeidlich.
    also überlegt euch bitte was ihr tut, weil eines kann ich euch garantieren: wir werden immer mehr sein wie ihr!

    wir sollten schon mal damit beginnen die zivilgesellschaft zu stärken und vielleicht mal über den begriff zivilcourage intensiv nachdenken.

    david schalko (sendung ohne namen) hat auch ein bemerkenswertes buch geschrieben – der titel lautet „weisse nacht“.
    ebenfalls eine satire über den grandfather des rechtspopulismus und einen seiner vielen lebensmenschen oder eher lebensbuberl.

    wenn ich mir aber die blauen recken so ansehe ist mir der kleine stefan schon fast wieder symphatisch.
    wenn er nur ein bisschen mehr haare auf dem kopf hätte!

    wir sehen uns im oktober in wien liebe freundä!

  • Kommentar von  haCe (hatschi) am 29.12.2009 um 23:58 Uhr Uhr

    hallo literaturblogger!

    ich glaubte mich laust der strache als ich von euch wieder mal was neues las!
    winterschlaf beendet?
    wirtschaftskrise?
    weihnachtskekse?
    was anderes?
    was auch immer!
    egal, schön wieder von euch zu lesen!

    irres buch, furchtbare realität, aber eines garantiere ich euch!
    wenn der strachehatschi wirklich bundeskanzler wird hol ich den alten russischen panzer, den der opa seit ewigen zeiten im mostkeller versteckt, heraus und fahr gen wien!
    und keiner wage es mir undemokratisches verhalten vorzuwerfen!
    so was nennt man dann wehrhafte demokratie.

    blogger aller länder vereinigt euch und nach dem rutsch gibt es noch viele gute bücher zu lesen.
    also dann bis 2010!

    ps: endlich ist dieses arschjahrzehnt vorbei und ich kann wieder einen busch in meinem garten pflanzen.

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