Igler, André: Eine schöne Schweinerei

verfasst am 01.03.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Igler, Andrè, Kriminalromane

Albin Schwarz, Oberst im Sicherheitsbüro der Wiener Polizei,  übernimmt für einen Kollegen einen Nachtdienst in der Zentrale. In dieser extrem schwülen Sommernacht muss der dann tatsächlich ausrücken. Ein Toter auf einem Vordach des Wiener Gemeindebaus. In selbiger Nacht wird dann auch noch der bekannte Politiker Vlk im Prater tot aufgefunden. Damit beginnt für Oberst Schwarz eine heiße Woche, und nicht nur des Wetters wegen.

Der Tote in Floridsdorf ist der schwere Alkoholiker Leopold Cerwenka. Schwarz kann nicht daran glauben, dass der Mann einfach nur betrunken den Balkon runtergefallen ist. Seine Gattin wird verdächtigt.

Die Causa Vlk wird vom Wiener Vizepolizeipräsident  als besonders heikel eingestuft.  Vlk war der Wiener Parteichef der Heimatpartei –  einer populistischen Rechtspartei – die unter ihrem jungen  charismatischen Führer im Nationalrat von Erfolg zu Erfolg eilte. Delikat ist die Angelegenheit auch deshalb, weil der Fundort des Toten der untere Prater ist. Dort sind quasi Huren, Strichjungen und Drogen hinter jedem Busch aufzufinden. Die Ermittlungen sollen exakt geführt werden, immerhin steht die Wiener Polizeiführung sowieso grad im Zentrum der Kritik. Der Vizepolizeipräsident möchte keinesfalls, dass noch mehr „Scheiße langsam in den Ventilator fließt.“

Vermutet wird, dass Vlk Verbindungen zu internationalen kriminellen Organisationen gehabt hat. An dem Fall ist auch die Staatspolizei, Abteilung eins, dran. Der junge Oberleutnant Lungauer hat den Auftrag, Schwarz einen Deal vorzuschlagen, denn vermutet wird eine Verbindung in die jüdische Gemeinde. Die Mutter des Oberst  Schwarz war Jüdin, und so erhofft sich die Stapo durch ihn Connections in die Szene der georgischen Juden gelegt zu bekommen. Sogar eine Kooperation mit dem Major  der israelischen Polizei, Arie Shalev wird eingefädelt, um die Causa Vlk aufzuklären.

Dr. Peter Berlakovic, alter Freund und begnadeter Tarockspieler  ist auch mit der Sache betraut. In seinem Beruf als Gerichtsmediziner klärt er die Todesursache ab. Eigentlich ein klassischer Herztod – laut erstem Obduktionsbericht. Doch der Gerichtsmediziner stellt auch fest, dass Vlk bis zu den Haarspitzen mit Kokain vollgepumpt war.

Immer spürt Schwarz in seinen Ermittlungen Ungereimtheiten, kommt diesen aber nicht auf die Spur. Diesen Ungereimtheiten versucht er abends, in seinem Schrebergarten mit ein paar Bieren auf die Spur zu kommen. Und schlussendlich – na ja – eine schöne Schweinerei.

„Ma braucht nix erfinden. Es is´ alles schon passiert“. Dr. Peter Berlakovic, Hofrat im amtsärztlichen Dienst, Vorsitzender des Dienstausschusses und zweiter Sekretär in der Gewerkschaft. ;o)

Leichte Kost, aber trotzdem auch zum Schmunzeln!



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