Mriam Pharo: Der Bund der Zwölf

verfasst am 06.02.2016 von | 1 Kommentar
Rubriken: Pharo, Miriam, Romane

Das ist ein Roman, in einer Art, wie ich ihn bisher noch nicht gelesen habe.

Da gibt es Fantasy, Romantik, Liebe, Rache, Freundschaft, großartiges musikalisches Talent, Mystik, Krimispannung. Zugegeben, teilweise eine gewöhnungsbedürftige Geschichte, die Miriam Pharo da geschrieben hat. Aber: eine Geschichte, bei der es sich auszahlt bis zum Schluss durchzuhalten. Ein spannender Roman, in dem die Autorin ihrer Liebe zur Musik Ausdruck verleiht. In dem sie die Charaktere der Protagonisten wunderbar zeichnet.

Das Buch enthält aber auch düstere Momente, Momente, die einen erschaudern lassen. Paris ist der Ort der Handlung, mit einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Menschen sterben innerhalb kürzester Zeit an Altersschwäche. Die Kriminalpolizei steht von einem Rätsel – woran sterben diese Menschen, die alle der gehobenen Gesellschaftsschicht angehören?

Ein polnischer Straßenmusiker musiziert mit seiner stummen Tochter auf den Straßen von Paris. Das Mädchen ist eine wunderbare Klarinettistin und wird von einem bekannten Dirigenten für das Orchester Philharmonie der zwei Welten engagiert. Für Anna beginnt der Eintritt in eine für sie bis dahin unbekannte Welt. Sie lernt fremde Länder kennen, jedoch alles zu dem Preis, dass sie fern von ihrem Vater leben muss. Ihr einziger Trost ist ein junger Cellist, mit dem sie bald eine Freundschaft verbindet.

Der Nachtklubbesitzer Vincent und seine Freundin Magali versuchen den mysteriösen Todesfällen auf die Spur zu kommen, denn durch die Vorfälle bleiben die Gäste in dem wenig florierendem Club aus. Bald stellen sie fest, dass wohl die Anwesenheit der Philharmonie in den einzelnen Städten die Todesursache ist.

Es beginnt ein spannendes Rennen zur Lösung des Rätsels. Verstärkt wird die Spannung noch durch das plötzliche Verschwinden der Musiker „Der Bund der Zwölf“. Anna befindet sich in der Gewalt eines Psychopathen, es ist ihr ehemaliger Freund, der Cellist. Der hat sich zu einem Teufel in Menschengestalt gewandelt.

Miriam Pharo zeichnet anhand dieses Musikers ein Psychogramm des Bösen – und das in erschreckender Form. Wie überhaupt die dunklen Seiten des Romans an Düsternis nicht zu überbieten sind. Besonders dann, wenn in den unterirdischen Gängen von Paris die Jagd nach den Entführern der Musiker beginnt …

Das ist ein Buch voll Spannung, Magie und durch den Schreibstil der Autorin ein wunderbares Lesevergnügen.

 


RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag 1 Kommentar


  • Kommentar von  byahuman am 17.02.2016 um 21:08 Uhr Uhr

    Klingt spannend! Eine Rezension die zum Lesen einlädt und trotzdem auch kritisch ist, vielen Dank.

    Ein kleiner Wink zu weiterem Lesevergnügen:
    http://byahuman.jimdo.com/

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