Wolfgang Burger: Heidelberger Requiem

verfasst am 19.07.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Burger, Wolfgang, Kriminalromane

Heidelberger RequiemHeidelberg also.  Von Karlsruhe aus hatte Alexander Gerlach sich als neuer Chef der Kripo in Heidelberg beworben und da ist er nun. Vorstellung, Ansprachen, Presse; was eben alles so auf einen der wichtigsten Polizisten der Stadt zukommt. Und neue Kolleginnen und Kollegen, die man erst einmal kennenlernen muss, von denen man erst einmal akzeptiert werden muss. So beginnt der allererste Gerlach-Krimi in Heidelberg.

Inzwischen sind die Fälle des Kriminalrates Alexander Gerlach ja schon fester und erfreulicher Bestandteil der Krimiszene. Damals war aber noch alles in der Schwebe. Seine beiden Töchter noch in Karlsruhe, er täglich zwischen den beiden Städten unterwegs. Altes Haus verkaufen, neue Wohung kaufen. Übersiedeln, Kontakte knüpfen; und – kaum angekommen – der erste Mordfall.

Eine Chance für Gerlach, sich gleich von Beginn an zu profilieren – oder zu blamieren. Nun: irgendwie gelingt ihm beides.

Nach dem Mord am Sohn eines berühmten Heidelbergers sind die Spuren zunächst sehr dürftig. Die zündende Idee will sich bei den Ermittlungen auch nicht einstellen. Gerlach sollte es zwar nicht – als Chef hat er doch ganz andere Aufgaben – aber er ist von Anfang an mit dabei. Auch wenn er sich dabei nicht durch jederzeitige Brillanz bei seinen MitarbeiterInnen einbringen kann, so ist das doch eine optrimale Gelegenheit, alle kennen zu lernen.

Die erste Fährte, auf die sich das Team begibt, führt in Richtung Drogengeschäfte. Ein paar Fortschritte sind erkennbar, ein Verdächtiger gefasst, …  jedoch erweist sich das Ganze bald als Sackgasse, sehr zum Leidwesen Gerlachs. Sein erster Fall, er ermittelt gegen den Willen seines obersten Chefs persönlich mit und nichts geht weiter! Mit einem weiteren Mord wächst der Druck und das drückt Gerlachs Laune noch weiter in den Keller.

Aber immerhin: jetzt scheint es in die richtige Richtung zu gehen – das aber hatten sie schon einmal geglaubt.

Gerlachs Start in Heidelberg ist beides: ein Krimi und die Geschichtes eines Witwers, der mit seinen beiden Töchtern einen neuen Start in einer neuen Stadt wagt. Dass ihm dabei andauernd überaus attraktive Frauen über den Weg laufen, mit denen er es sich und die es sich mit ihm vorstellen könnten …. das ist dabei ein durchaus beneidenswerter Aspekt dieses Neubeginns.

Ein schöner, ein amsüanter Start für Gerlach und die Krimireihe. Voll von jeder Menge überraschender Wendungen, die jedoch immer glaubhaft begründbar sind. Ein viel versprechender Beginn, dem seither viele sehr vergnügliche und spannende weitere Bücher folgten. Ich bin ein Gerlach-Fan!



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