Burger, Wolfgang: Mordsverkehr

verfasst am 08.02.2009 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Burger, Wolfgang, Kriminalromane

burger-mordsverkehrEs war an einem Morgen in Karlsruhe, knüppeldicker Berufsverkehr, also elende Fahrerei und dazu ein Dreckswetter. Genau an diesem Morgen wird an der stark befahrenen Südtangente eine Radarfalle gesprengt. Dabei stirbt ein Autofahrer an einem Herzinfarkt. Es gibt ein Bekennerschreiben, allerdings nicht wie zuerst vermutet von einem Straßenrowdy, der aufgrund überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wurde.

Das Bekennerschreiben enthält allerhand Forderungen für einen Rückbau der Straße.

Der Brief endet mit dem Satz „Kampf dem Individualverkehr“ und warnt gleichzeitig vor weiteren Bombenanschlägen. Alles nur Unfug oder ernstzunehmender Anschlag? Die Stadt will vorerst gar nicht auf den Anschlag reagieren. Das könnte ja Schule machen…

Kommissar Petzold wird mit der Aufklärung dieser Sache betraut. Er ist überzeugter  Porschefahrer (Kommissare in Deutschland dürften ein dickes Gehaltskonto haben), allerdings ist er mit dem Fall zeitlich so intensiv beschäftigt, dass durch die einhergehende Vernachlässigung seiner Steffi sogar seine Beziehung in Brüche geht. Die Suche nach dem Täter bleibt vorerst erfolglos, weitere Bomben explodieren. Die Bevölkerung der Stadt Karlsruhe ist mehr als aufgewühlt. Petzold und seine Mannschaft erstellen anhand unterschiedlicher Hinweise ein Profil des Täters. Vor allem eine alte Dame, eine wilde Wettl würde ich diese mal richtig österreichisch bezeichnen, hilft der Polizei dann auf die Sprünge. Der Porsche bewährt sich auch, denn letztendlich findet genau damit am Ende der Geschichte eine Verfolgungsjagd statt

Ein leicht zu lesender spannender Krimi! Man könnte sogar glauben, die Geschichte sei nicht erfunden, so nachvollziehbar ist die Beschreibung der Themen. Interessant fließt diese ein in die Problematik des Verkehrs und der Forderungen der Anhänger mancher Öko-Bewegung, der Eigenheiten handelnder Personen aus Politik und Polizei. Und: beeindruckend vor allem die Sensationsgeilheit der Medien.


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