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	<title>Literatur Blog &#187; Linus Reichlin</title>
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	<description>von LeserInnen für LeserInnen</description>
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		<title>Linus Reichlin: Er</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 00:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reichlin, Linus]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Reichlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hauptfigur heisst wieder Hannes Jensen, die Geliebte, die ihn verlassen hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-902" title="Er" src="/wp-content/uploads/Er.jpg" alt="" width="150" height="243" />Die Hauptfigur heisst wieder Hannes Jensen, die Geliebte, die ihn verlassen hat heisst Annick und ist blind. Mehr findet sich nicht an Gemeinsamkeiten mit den beiden Büchern, die Linus Reichlin zum einem Stern am Krimihimmel werden ließen.<span id="more-901"></span></p>
<p>Klingt das böse? Nun, gemeint habe ich es so: Jensen stürzt in ein tiefes Loch, als er von Annick nicht nur verlassen wird, sondenr vor allem, als er von ihr erfährt, dass er nie, zu keiner Zeit, der einzige Mann in Ihrem Leben war. Immer war sie auch bei dem anderen, bei dem, mit dem sie nun fort ging. Zurück bleiben Jensen und Annicks Blindenhund, der ihn nur durch seine bloße Existenz  in jeder Sekunde an seinen Verlust erinnert.</p>
<p>Also geht auch Jensen fort. fort aus Brügge um Erinnerungen und altes Leben hinter sich zu lassen. Er geht nach Berlin und trifft dort Lea. Zuerst in ihrem Blumenladen, wo er den Hund einfach stehen lässt, um ihn später abzuholen. Dann in Ihrer Wohnung, bald schon in einer Beziehung, die von Liebe und Unsicherheit (wenn nicht gar Misstrauen) zu gleichen Teilen gepägt ist. Er liebt Lea, doch die Trennung von Annick hat tiefe Spuren in ihm hinterlassen. Da ist es für seinen Seelenfrieden nicht sehr hilfreich, dass Lea ihre eigene Vergangenheit als Tabu-Thema betrachtet, während er rundum immer wieder Hinweise findet, oder zu finden glaubt, die vielleicht auf einen Nebenbuhler hindeuten.</p>
<p>Aus einer komplexen Situtation wird eine fast unüberschaubare, als Leas Vergangenheit, die ihr die schon ganze Zeit über unbemerkt näher gerückt war, mit einem Mal mit Macht in ihr gegenwärtiges Leben einbricht &#8211; und damit auch auch in das Leben von Jensen.</p>
<p>Das alles spielt sich in einer sehr klaren Sprache ab, ohne dass daraus eine klare Geschichte wird. Hinter jedem Absatz könnte sich etwas verbergen, das plötzlich alles in Frage stellt, ein Nachhall aus der Vergangenheit, eine Regung in der Gegenwart oder vielleicht doch auch etwas aus der Zukunft?</p>
<p>&#8220;Die Sehnsucht der Atome&#8221; und &#8220;Der Assistent der Sterne&#8221; waren keine Krimis der herkömmlichen Art, aber es waren Kriminalromane, sie waren spannend und beeindruckend. &#8220;Er&#8221; ist kein Krimi mehr, was mich zuerst viele Seiten lang auf den Start der Krimihandlung warten ließ und mich dann, als das nicht passierte, enttäuschte. Zugegeben, da bin ich selber Schuld, habe die Vorschau wohl falsch interpetriert.</p>
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		<title>Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/08/linus-reichlin-die-sehnsucht-der-atome/</link>
		<comments>http://www.literatur-blog.at/2010/08/linus-reichlin-die-sehnsucht-der-atome/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 23:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Reichlin, Linus]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Reichlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch fünf Tage bis zur Frühpensionierung, im verregneten Brügge gehen nicht einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-417" title="Die_Sehnsucht_der_Atome" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Die_Sehnsucht_der_Atome1.jpg" alt="" width="150" height="239" />Noch fünf Tage bis zur Frühpensionierung, im verregneten Brügge gehen nicht einmal die Verbrecher vor die Türe &#8211; alles deutet auf ein langweiliges Ende von Inspektor Hannes Jensens Tätigkeit als Polizist hin.<span id="more-412"></span></p>
<p>Was soll daran schon der betrunkene Amerikaner ändern, der im Büro auftaucht, der behauptet, seine Leben wäre in Gefahr? Jensen nimmt sich der Sache an, fährt mit ins Hotel und kann diesen Touristen namens Ritter nicht leiden. Ein Alkoholiker, der seine beiden Kinder im Hotel sichtlich vernachlässigt und von diesen gehasst wird, insgesamt nicht mehr als einen kurzen Bericht wert. Nur die beiden Söhne liegen Jensen am Herzen, doch das ist, so scheint es, kein Fall für die Polizei, sondern mehr ein privates Anliegen von ihm selbst.</p>
<p>Am Tag darauf ändert sich dann doch alles: Ritter ist tot, gestorben unter sehr merkwürdigen Umständen, die selbst die Pathologen nicht klären können. Die beiden elfjährigen Buben sind verschwunden und Jensen hat in den letzten Tagen seines Arbeitslebens den Vorwurf der Nachlässigkeit und damit seinen Vorgesetzten am Hals, der endlich ein Grund gefunden zu haben glaubt, dem Deutschen im belgischen Polizeidienst ein unrühmliches Dienstende bescheren zu können.</p>
<p>Merkwürdig ist auch der Besuch, den Jensen abends bekommt: Annick O&#8217;Hara, die ihn ausfindig machte, weil ihr der Name des Toten bekannt ist. Aus unterschiedlichen Gründen finden beide sich schon am nächsten Tag im selben Flugzeug nach Phoenix, Arizona. O&#8217;Hara, weil sie über die Spur Ritter mehr über die letzten Tage ihres vor zwei Jahren verstorbenen Mannes erfahren will. Jensen, weil er die beiden Kinder finden muß, zu sehr bedrückt ihn der Gedanke, dass die beiden mit dem Tod ihres Vaters zu tun haben. Gemeinsam tauchen sie in die düstere Athmosphäre des kleinen Ortes Holbrook ein, auf der Suche nach der Mutter, dem Kindermädchen und dem Verbleib der Kinder.</p>
<p>Die Leidenschaft Jensens ist die Physik, die Quantenphysik um genau zu sein,  und damit will er sich in seinem Ruhestand in aller Ruhe beschäftigen. Mit 50 Jahren und genügend Geld in Reserve kann er es sich leisten, auch teure Experimente zu planen. Diese Leidenschaft, sich dem Unbekannten zu nähern und tief in die Welt des Kleinsten einzutauchen bestimmt auch sein Denken und Handeln bei seiner Arbeit.</p>
<p>&#8220;Die Sehnsucht der Atome&#8221;, das ist die Umschreibung jener physikalischen Eigenschaft, wonach Atome immer nach Vollkommenheit streben. Sie sind immer auf der Suche nach fehlenden Elektonen. Darin  treffen sich der Titel des Buches, die Leidenschaft von Jensen, das was O&#8217;Hare antreibt  und die Geschichte selbst: dort, wo ein Teilchen fehlt, muß es gefunden und an den richtige Platz gestellt werden. Genau das lässt O&#8217;Hara und Jensen auf die Suche rund um den Globus aufbrechen (und nebenbei erfährt man beim Lesen etwas über die Physik des Kleinsten).</p>
<p>Auf leisen Sohlen kommt die Geschichte einher, unmerklich zieht es einen hinein und muß dabei keine trivialen Hilfsmittel und Spannungselemente verwenden. Es ist einfach nur eine Geschichte, ein Krimi, der zum Lesen verleitet und der das Lesen zum Abenteuer macht, das erst auf der letzten Seite, beim letzten Wort endet.  Ohne viel Action, dafür umso mehr mit genau den richtigen Worten und  Sätzen. Ungewöhnlich, überraschend, bizarr, mystisch und spannend!</p>
<p>PS:  Für &#8220;Die Sehnsucht der Atome&#8221;  erhielt der Schweizer Linus Reichlin den Deutschen Krimipreis 2009.</p>
<p>PPS: eines hat mich aber schon gestört: Jensen mag die Musik der Beatles nicht &#8211; wie gibt es denn so was???</p>
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		<title>Linus Reichlin: Der Assistent der Sterne</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/01/linus-reichlin-der-assistent-der-sterne/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 17:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Reichlin, Linus]]></category>
		<category><![CDATA[Linus Reichlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon bald nach seiner Ankunft auf Island war Hannes Jensen klar, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-346" title="Der_Assistent_der_Sterne" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Der_Assistent_der_Sterne.jpg" alt="" width="150" height="248" />Schon bald nach seiner Ankunft auf Island war Hannes Jensen klar, dass es ein Fehler gewesen war, hierher zu kommen. Hätte er daheim in Brügge nur seinen Bedenken nachgegeben und die Reise abgesagt.<span id="more-345"></span></p>
<p>Für ihn als ehemaligen Polizisten und nunmehrigen Physik-Enthusiaten war es eine Überraschung gewesen, als er von Professor De Reuse, den er als Vortragendes seines Physikkurses kennen gelernt hatte, ausgerechnet ihn zu einem Seminar auf Island eingeladen hatte, wo doch weitaus talentierte Hobbyphysiker zur Stelle gewesen wären. Nur er, Jensen, ein weiter Kursteilnehmer, De Reuses Assistentin (=Freundin) Ilunga Lukasi und der Professor selbst sollten die TeilnehmerInnen sein. In der Hütte der verstorbenen Mutter des Professors sollte es stattfinden, dicht bei den Gletschern, weit weg von der nächsten Ansiedlung.</p>
<p>Das verstörende Auftreten des Professors und die Erkenntnis, dass es hier niemals um ein Physikseminar gehen sollte sondern um ganz anderes machen Jensen die Entscheidung leicht: nach der ersten Nacht fliehen er und Ilunga zurück in die Zivilisation. Sie verbringen eine Nacht miteinander, danach soll es kein Wiedersehen geben. Doch Jensen behält ein Mal zurück, einen Biss am Hals, Vermächtnis der Liebensnacht. Bedeutungslos für ihn, aber schmerzhaft.</p>
<p>Zurück in Brügge erwartet ihn nicht nur Annick O&#8217;Hara, die Frau die ein Kind von ihm erwartet, sondern auch eine seltsame Geschichte, bei der ihn Annick um seine Hilfe als ehemaliger Polizist bittet: ein Wahrsager hatte ihrer Freundin Tresse prophezeit, dass deren Tochter getötet werden würde. Von einem Mann mit einem Mal am Hals.</p>
<p>Wer noch nie ein Buch gelesen hat, in dem sich Quantenphysik,  Menschliches, ein wenig (aber wirklich nur ein wenig) Esoterisches, Bizarres, Unerwartetes, Vergangenheit und Zukunft verbinden, die/der sollte das ändern und mit diesem beginnen. Aus einer Geschichte über das sehr eigenartige Verhalten einiger Menschen wird ein mysteriöser Thriller und dann ein spannender Krimi &#8211; oder umgekehrt.</p>
<p>Dabei darf man sich keinesfalls durch die zu Beginn ein wenig befremdlich wirkende  und anscheinend übermäßig lange Einleitung abschrecken lassen. Denn das braucht man alles noch an Wissen für den Rest der Story. Die ist dann ungemein dicht und fesselnd.</p>
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