Satire

Buchbesprechungen, News

Horst Evers: Alles außer irdisch

verfasst am 17.02.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Endlich: DAS Buch für alle Verschwörungstheoretiker ist da! Denn haben wir es nicht immer schon gewusst, dass hinter allem ein Plan dunkler Mächte steht? Seit Roswell waren es die Außerirdischen, dann kamen die USA und später die Banken und was-weiß-ich-noch wer hinzu. Man wusste schon gar nicht mehr, woran man glauben sollte. Aber jetzt ist alles klar: es sind die Außerirdischen. weiter »


Oliver Jungwirth: Gehorsam

verfasst am 18.07.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Walter betreibt mit einer Freundin die Detektei „LAW“. Ob sein Einbruch in der Plattenfirma Motion Records etwas mit einem Auftrag zu tun hat, kann er niemandem mitteilen. Bei seinem unerlaubten Eindringen in die heiligen Hallen des reichen Musikproduzenten Strack wird Walter angeschossen und ins Koma befördert. Doch hat er tatsächlich einen Mord begangen? weiter »


Bruno Jonas: Vollhorst

verfasst am 02.06.2015 von | 1 Kommentar

Warum ausgerechnet Horst, was haben die Horste dieser Welt verbrochen, dass Bruno Jonas so mit ihnen umgeht. Aber, man muss dem Jonas zugestehen, dass er ziemlich bissig, teilweise bösartig, die Vollhorste , die ihn anscheinend sehr reizen, gut hingekriegt hat. weiter »


Helga Kolsky: Das Asmodeus-Prinzip

verfasst am 15.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

337 Seiten, 106 Kapitel und ein Haufen verrückter, ketzerischer, verbrecherischer Protagonisten. Das ist ein Spaß, der fallweise lautes Lachen hervorief (zumindest bei mir).

Wer ist Asmodeus, die mythische Plage – bei Helga Kolsky einer, der sich überall einmischt, einer der meint alles besser zu wissen. Womit er fallweise recht hat, und Anika, die Bibliothekarin in dem satirischen Polit Krimi, das eine oder andere mal besser hätte auf ihn hören sollen. weiter »


Loriot: Der ganz offene Brief

verfasst am 26.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist einfach nur großartig: ich konnte es ganz genau vor mir sehen und ebenso genau hören, wie Viktor von Bülow (Loriot) in der Ecke seines Sofas sitzt, ein Arm auf die hohe Lehne gestützt und wie er – mit einem leisen, ironischen Lächeln – seine Briefe vorliest; und uns auch gleich – falls vorhanden –  ein paar der Reaktionen seiner damaligen Leserinnen dazu erzählt. Zwischendurch blickt er immer wieder über den Rand seiner Lesebrille zu uns herüber und man sieht den Schalk in seinen Augen. weiter »


Edward St Aubyn: Der beste Roman des Jahres

verfasst am 03.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn schon auf der zweiten Seite von “mit den Genen der Giraffe gekreuzten Karotten” die Rede ist, die eine “erhebliche Erleichtung für die viel beschäftigte Hausfrau sind, die nur noch eine einzige anstatt eines ganzen Bündels Karotten schälen muss”, dann kann es nur gut werden!

Der Inhalt ist sehr schnell beschrieben: Industrieunternehmen, um den eigenen guten Ruf und um das Vertuschen diverser (Umwelt)Vergehen bemüht, stiftet Literaturpreis. Eitle und selbstverliebte Literaturschaffende bewerben sich, jede/r davon zutiefest davon überzeugt, den Elysia-Preis zu verdienen. weiter »


Klaus Oppitz und die Tafelrunde: Auswandertag

verfasst am 28.08.2014 von | 2 Kommentare

Dass Österreicherinnen und Österreicher einmal in die Türkei auswandern wollen, ist keine Utopie mehr! Die Familie Putschek flüchtet in dieses Land, das Arbeit und Wohlstand verspricht. Schlepper bringen sie in die Türkei, mittlerweile eines der reichsten Länder in der Europäischen Union. Doch werden sie dort freudig erwartet? weiter »


Anglberger & Duschlbauer: Der Matrose und der Legionär

verfasst am 16.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sudern auf hohem Niveau? Oder doch niveauvolles Sudern?

Ein reger Briefwechsel zwischen Herrn Thomas und Herrn Karl, die sich vom Leben betrogen fühlen. Und wer, wenn nicht alle Anderen und ihre Marotten, die Chinesen und Lipizzaner sind Schuld an ihrer verkrachten Existenz! Vorsicht Satire!

Zwei Meister der Empörungskunst raunzen auf Gott (?) und die Welt. Gescheitert in ihren Existenzen versuchen sie der Ursache auf den Grund zu gehen. Und ja. Es gibt viele Gründe, warum Herr Karl von der Fremdenlegion flüchtete und Herr Thomas ein verkannter Künstler ist. weiter »


Kurt Palm: Bringt mir die Nudel von Gioachino Rossini

verfasst am 17.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Helvetia, ein Dreimaster, sticht 1852 von Le Havre nach New York mit Auswanderern in See. Mit an Bord der italienische Opernkomponist Gioachino Antonio Rossini. Weit weg von Florenz will er sein Erbe in Missouri antreten. Doch so einfach wie geplant funktioniert das nicht. weiter »


Niki Glattauer: Mitteilungsheft: Leider hat Lukas… …

verfasst am 23.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Schreiben liegt den Glattauers im Blut. Wobei sich die Brüder Glattauer nicht nur die Leidenschaft fürs Schreiben selbst sondern auch die verwendeten Stilmittel teilen. Wer sich mit dem Aufbau von “Gut gegen Nordwind” anfreunden konnte, wird auch dieses Buch gerne lesen. Und wer auf viel Ironie steht, der wird dieses Buch lieben. weiter »


Casper Dolinar: Kugeltrauma

verfasst am 25.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon nach den ersten paar Seiten des Buches fällt mir der charmante und frische Stil des Autors positiv auf. Es liest sich richtig locker, leicht und fliessend dahin. Immer wieder muß ich schmunzeln und das liebe ich beim Lesen. weiter »


Nathanael West: Eine glatte Million

verfasst am 30.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für ein böses Buch! Da wird man als LeserIn von Sätzen im Stile der Gebrüder Grimm oder des Hans-Christian Andersen empfangen, als ob es ein Märchen wäre. Und dann geschehen in diesen Sätzen die unglaublichsten Dinge, einfach alles, was Menschen an Bösem und Unglück widerfahren kann. Böse, aber genial! weiter »


Erich Kästner: Fabian

verfasst am 06.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht der Nazis war es wohl nur logisch, die Werke eines Meisters des pointierten Dialoges zu verbieten. Denn Erich Kästner hielt den Braunen ihre eigene Dummheit und die Primitivität ihres eigenen Denkens so punktgenau und unwiderlegbar unter die Nase wie kaum ein anderer. 1931 schrieb er mit “Fabian” eine genial geistvolle Satire zwischen Lachen und Weinen, 2 Jahre später wurden seine Bücher von den Nazis verbrannt; alles Geistvolle war für sie “entartete Kunst”. weiter »


Ambrose Bierce: Des Teufels Wörterbuch

verfasst am 27.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ambrose Bierce scheint vom Berufsstand der PolitikerInnen nicht gerade die beste Meinung gehabt zu haben. Sein kleines Wörterbuch, dass erstmals 1911 veröffentlicht wurde, besteht aus einer Sammlung herrlich ironischer und pointierter Begriffe aus dem öffentlichen Leben.  weiter »


Robert Neumann: Die Puppen von Poshansk

verfasst am 21.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einer der (seltenen) Fälle, bei denen der Titel der deutschen Übersetzung noch besser zutrifft als der des Originales  (den man mit “Aufruhr in Poshansk” übersetzten würde). Warum aber, wird man sich fragen, warum schreibt der Österreicher Robert Neumann denn überhaupt in Englisch? weiter »


Thor Kunkel: SUBS

verfasst am 04.09.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Schönheitschirurg Claus und seine Frau, Rechtsanwältin Evelyn, sind in ihren Jobs mehr oder weniger erfolgreich. Was ihnen gar nicht liegt, ist ihr wunderschönes Haus in Schuss zu halten und kochen, ja, das macht die Mikrowelle. Um sich endlich den schönen Dingen des Lebens widmen zu können wird eine Haushaltkraft gesucht. Claus gibt ein Inserat auf: Sklavin gesucht! weiter »


Klaus Buttinger, Dominika Meindl: Die Sau

verfasst am 20.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Buch ist wirklich „Ein voll arger Heimatroman“, so lautet auch der Untertitel.

Der zwölfjährige Hiob Faustinger schreibt in seinem Tagebuch das Leben seiner Familie nieder. Die Faustingers sind Sauerbauern, so steht auch die Sau – und nicht nur als Metapher – für das Leben dieser Familie im Mittelpunkt. Wohl auch deshalb, weil das Schwein an sich ein sehr soziales Tier sein soll. Als sich letztendlich die ganze Familie auflöst und nur Hiob übrig bleibt, werden die Aufzeichnungen von der Psychophilosophin Monika Mendl analysiert. weiter »


Vogler & Stangl: Ich, Carlo-Enrico Grassa: Eine sizilianische Biografie

verfasst am 17.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich, Carlo Enrico Grassa, eine sizilianische Biografie handelt vom Aufstieg eines ehrgeizigen,  jungen Mannes aus dem südsizilianischen Agrigento, der nur in ganz entfernten Zügen an den “talentiertesten Finanzminister der zweiten Republik” (© Wolfgang Schüssel) erinnert. In der Ich-Form erzählen die Autoren Giovanni Ucellatore und Io Steccoli die (von Hannes Vogler und I Stangl übersetzte) Lebensgeschichte des von Gott mit dem Auftrag, besser als alle anderen zu sein, versehenen Talents, sich bis an die Spitze von Geld, Macht und Glamour vorzuarbeiten. weiter »


Walter Fanta: Puschnig

verfasst am 23.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Politik in Kärnten ist seit vielen Jahren ein praktisch unerschöpflicher Quell an Kuriositäten, Peinlichkeiten und ein paar weiteren Eigenschaften, die beim Namen zu nennen die Gefahr eines gerichtlichen Nachspieles in sich bergen (weshalb ich sie nicht nenne, sondern es die Leserin/den Leser ersuche, sich selbst etwas auszusuchen). weiter »


Simon Urban: Plan D

verfasst am 28.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was wäre wenn die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen hätten: das ist ein allseits beliebtes Thema für Bücher. Nun kommt ein nächstes Was-Wäre-Wenn-Szenario auf den Markt: gäbe es die DDR noch, was wäre denn dann?

Es scheint zunächst, als ob sich alles so abspielt, wie es Ende der 1980er wirklich stattgefunden hat: in Leipzig und anderswo wurde laut “Wir sind das Volk!” gerufen und  der ewige Lächler Egon Krenz beerbte den senilen Betonkommunisten Honecker. weiter »


Jan Kossdorff: Spam! ein Mailodram

verfasst am 23.07.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Humor aus der intelligenten Ecke. Jan Kossdorff lässt E-Mailen, was das Zeug hält und produziert dabei ein extrem witziges Protokoll der Mailkorrespondenz von Alex und/mit seiner Internetfirma. Phänomenal und für jede Menge Lacher gut! weiter »


Max Goldt: Die Aschenbechergymnastik

verfasst am 09.07.2011 von | 1 Kommentar

Wiederholt wurde an mich die Frage herangetragen, welche Art von Lektüre ich denn für den Sommerurlaub als besonders passend erachte. Dazu muss ich vorausschicken, dass ich selbst niemals urlaube, sondern die gute, alte Sommerfrische in atemberaubend schönen Landschaften mit kristallklaren Seen, balzenden Auerhähnen und jodelnden Sennerinnen, dem kontinuierlich gegrillt werden an verdreckten, meist überfüllten und ergo lauten Stränden, vorziehe. Ich kann ihnen daher nur eines raten: vergessen sie mir die Satire nicht, denn sie (v)erklärt das Leben und je nach Destination werden sie sie vielleicht brauchen, wie einen Bissen Brot. weiter »


Max Goldt: Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine

verfasst am 16.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bei der Lektüre eines satirischen Werkes empfiehlt es sich zur Verstärkung des satirischen Effektes auch auf eine passende satirische Umgebung zu achten. Bei einem hochsatirischen Kompendium wie der vorliegende Kolumnensammlung der ehemaligen Titanic-Edelfeder Max Goldt kann ich nur zu Fahrten mit der österreichischen Bundesbahn raten. weiter »


Peter Zudeick ‘Ich bejahe diese Frage mit Ja’

verfasst am 26.05.2011 von | 1 Kommentar

Der Satz “Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder“, ersonnen und gesprochen von Franz Josef Strauß, dem legendären bayrischen Volkstribunen, hat den Hörfunkjournalisten Peter Zudeik angesteckt, ihn „von Tiefe und Schönheit der politischen Sprache derart überzeugt“, dass er zum Sammler und Interpret von Politikeraussagen wurde. weiter »


Dirk Stermann: Sechs Österreicher unter den ersten fünf

verfasst am 04.01.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Warum lautet der Untertitel eigentlich  “Roman einer Entpiefkenisierung”? Den Roman habe ich nicht gefunden, dafür jede Menge Grissemann & Stermann-Typisches. Nur ohne Grissemann. weiter »


Otto Basil: Wenn das der Führer wüsste

verfasst am 09.12.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

20 Jahre, mehr oder weniger sind seit dem ersten Atombomben-Abwurf vergangen. Wir befinden uns iregendwann in den 1960er-Jahren und alles ist anders. Die Atombombe fiel nicht auf Hiroshima sondern auf London und die Nazis haben den Krieg gewonnen. weiter »


Robert Schindel: Dunkelstein

verfasst am 03.11.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Realsatire. Ein Lesedrama. Ein Theaterstück. Eine Episode aus der Vergangenheit. Aus welcher Vergangenheit? Aus unserer? Kann eine, wenn auch erdachte, Wahrheit aus der Vergangenheit derart abstoßend und zynisch sein? Sie kann! Ein Buch über eine dunkle Zeit, wie es nur ein Robert Schindel und vielleicht noch ein paar andere Auserwählte schreiben dürfen. weiter »


Joachim Zelter: Der Ministerpräsident

verfasst am 29.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg wurde bei einem fürchterlichen Autounfall schwer verletzt. Dr. Claus Urspring überschlug sich mit seinem Dienstwagen mehrere Male und wurde ins Klinikum Heiligenberg eingeliefert. „Man fragt sich, warum sein Chauffeur nicht bei ihm war, warum Urspring den Wagen lieber allein steuern wollte. Vielleicht weil er ein leidenschaftlicher Fahrer ist.“ weiter »


Alek Popov: Die Hunde fliegen tief

verfasst am 28.03.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Da bin ich wieder und wie beim letzten Mal schon geschrieben diesmal mit den tieffliegenden Hunden des bulgarischen Ausnahmeautors Alek Popov. „Ich kann nicht glauben, dass sich mein Vater in der schwarzen Plastikschachtel befinden soll, die uns soeben vom Zollamt zugestellt worden ist.“ Wenn ihnen der Auftaktsatz dieses Buches schräg vorkommt, sollten sie sich noch auf so manche Steilwand in den 400 Seiten gefasst machen. weiter »


Kurt Palm: Bad Fucking

verfasst am 24.03.2010 von | 2 Kommentare

„Am Arsch der Welt spielt es sich ganz schön ab“ steht als erster Satz auf der Rückseite, also wenn sie so wollen, auf dem Arsch des Buches. Das finde ich eigentlich leicht untertrieben, denn wie es sich in diesem Roman abspielt spottet wirklich jeder Beschreibung. Dem kleinen Bad Fucking geht es nämlich echt beschissen. weiter »


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