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	<title>Literatur Blog &#187; Humor</title>
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	<description>von LeserInnen für LeserInnen</description>
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		<title>Pulpmedia GmbH (Hrsg.): Nutella hat Lichtschutzfaktor 9,7</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 01:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Pulpmedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Entstanden aus der Facebook-Seite &#8220;Unnützes Wissen&#8221; liegt hier ein Buch vor, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1522" title="Nutella hat Lichtschutzfaktor 9,7" src="/wp-content/uploads/Nutella.jpg" alt="" width="150" height="233" />Entstanden aus der Facebook-Seite &#8220;Unnützes Wissen&#8221; liegt hier ein Buch vor, das zum Zeitvertreib wunderbar geeignet ist. Vor allem für jene LeserInnen, die &#8220;unnützes Wissen&#8221; zu schätzen wissen.<span id="more-1512"></span></p>
<p>In kurzen Sätzen erfährt man weltbewegende Dinge, wie etwa, dass die meisten Katzen laktoseintolerant sind, also keine Milch vertragen, oder dass es verboten ist, in der englischen Westminster Abbey zu sterben (weil wer in dieser Kirche stirbt, das Anrecht auf ein Staatsbegräbnis hat).</p>
<p>Auf 202 kurzweiligen Seiten lässt es sich lachen, amüsieren, aber auch staunen. Oder hätten Sie gewusst, dass Ameisen immer nach rechts umfallen, wenn sie vergiftet werden? Oder, dass Sie 107.791.915 Euro ausgeben müssten, um sämtliche Kombinationen im Lotto einmal zu tippen?</p>
<p>Ich meine, dieses Taschenbuch ist die ideale Badewannenlektüre, zum Entspannen und zum Staunen. Eine witzige Idee, die übrigens nach wie vor auch auf Facebook ihren Niederschlag findet &#8211; denn die Seite &#8220;unnützes Wissen&#8221; besteht nach wie vor und harrt der Kommentare, Ideen und Vorschläge anderer Facebook-NutzerInnen.</p>
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		<title>Friedrich Torberg: Die Erben der Tante Jolesch</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/09/friedrich-torberg-die-erben-der-tante-jolesch/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 00:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Torberg, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Torberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Sollte einem Schriftsteller die Gnade zuteil werden sein einen Bestseller zu verfassen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1308" title="Die Erben der Tante Jolesch" src="/wp-content/uploads/Tante-Jolesch1.jpg" alt="" width="150" height="243" />Sollte einem Schriftsteller die Gnade zuteil werden sein einen Bestseller zu verfassen, spürt er möglicherweise den inneren Drang oder den äußeren Zwang, eine Fortsetzung zu schreiben. Dieses Vorhaben kann von Erfolg gekrönt sein oder fürchterlich in die Hose gehen. Davon abgesehen scheint es eine wichtige Funktion zu sein, den Rubel am Rollen zu halten, wenn er sich endlich in Bewegung gesetzt hat. Selbst der große Friedrich Torberg konnte nicht widerstehen und musste die Kuh nochmals durchs Dorf treiben, so lange sie eben noch Milch gibt, um es ein wenig salopp zu formulieren.<span id="more-1307"></span></p>
<p>Der Autor nimmt jedoch von vornherein seinen Kritikern den Wind aus den Segeln, indem er anstelle eines Vorworts verschiedene mögliche Verrisse publiziert. „Friedrich Torberg, dem seit seinem 1930 erschienenen Erstlingsroman ‚Der Schüler Gerber hat absolviert’ jede breitere Publikumswirkung versagt geblieben ist, bittet also die Leser seiner erfolgreichen ‚Tante Jolesch’ ein zweitesmal zur Kassa. Man merkt die Absicht und man ist von vornherein verstimmt.“</p>
<p>Angefressen bin ich zwar ganz und gar nicht, wenngleich doch zu vermerken ist, dass sich die humoristische Qualität des vorliegenden Buches nicht mit der „Original-Jolesch“ messen kann. Vom sprachlichen Standpunkt sind die Erben analog zu den Anekdoten der legendären Ahnfrau allerdings wieder zum auf der Zunge zergehen lassen.  </p>
<p>Torberg liefert anfangs Berichtigungen und Bereicherungen, Zusätzliches und Nachträgliches, sowie selbstverständlich Ergänzungen zu den Geistesgrößen dieser untergegangenen Epoche, sprich jene Begebenheiten, die im ersten Buch keinen Platz mehr fanden oder ihm erst nachträglich einfielen oder zugetragen wurden.</p>
<p>Beispielsweise über Karl Kraus, der in seinen Jugendjahren um die Gunst der Schauspielerin Elfriede Schopf buhlte und dies vergeblich. Nachdem der Partner von Frau Schopf (endlich) das Zeitliche segnete, sah Kraus seine Chance gekommen und meinte: “Jetzt müsste man die Schopf bei der Gelegenheit packen!“</p>
<p>Auch der aus dem ersten Band bereits bekannte originelle Rechtanwalt Dr. Hugo Sperber tritt  wieder in Erscheinung. Diesmal berichtet Torberg von einem Prozess, wo Sperber einen Einbrecher verteidigt, dessen Anklage sich auf eine Tasche mit Einbruchswerkzeugen stützt. „Herr Vorsitzender, ich habe ständig das zum Ehebruch erforderliche Werkzeug bei mir. Ist das ein Verdachtsmoment?“, entgegnete der Advokat nicht ohne eine Anflug von Ironie.</p>
<p>Wien war früher (man glaubt es kaum) auch die Stadt der großen Seelenforscher. Legendär dabei der Konflikt zwischen dem etablierten Wagner Jauregg und den revolutionären, jüngeren Psychoanalytiker wie Sigmund Freud und Alfred Adler. Bei einem Festbankett zu Ehren des Medizinnobelpreisträgers Wagner Jauregg hielten auch seine jüngeren Kollegen festliche Ansprachen.</p>
<p>Wagner Jauregg bedankte sich und gab dabei seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch sie einmal den Nobelpreis zugesprochen bekommen. Dies sorgte für Überraschung, da er auf die nachfolgende Medizinergeneration nicht sehr gut zu sprechen war. Aber im anschließenden Nachsatz präzisierte er, dass er selbstverständlich jenen für Literatur gemeint habe.</p>
<p>Bezeichnend auch die Antwort von Wagner Jauregg, die er auf die Frage gab, ob er wissen möchte, was die Unterredung von Sigmund Freud mit einem seiner Patienten, einem besonders schwierigen Fall, zu Tage gefördert hat: „Das interessiert mich nicht was zwei Tepperte miteinander reden.“</p>
<p>Breiten Raum widmet der Sprachkünstler Torberg dem traurigen Kapitel der Flucht vor den Nazi-Schergen und der anschließenden Zeit der Emigration in Amerika, vornehmlich in Hollywood und New York im Kapitel „Die Zeitenwende“.</p>
<p>Abgerundet wird der Band mit Anekdoten über das Theater und die dazugehörigen Schauspieler, sowie den Sport – Torberg war Mitglied der österreichischen Wasserballnationalmannschaft, also ein Berufener.</p>
<p>Im Anhang sind noch die Nachrufe auf Hans Moser, Armin Berg, Karl Farkas, Gisela Werbezirk und Alma Mahler Werfel zu lesen. Hach, was waren das für Kapazunder und was würden wir heute alles geben für nur einen von ihnen. Alle Barbara Wussows und Harald Krassnitzers dieser Welt. Und die ganzen Fortells gibt’s selbstverständlich gratis dazu!</p>
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		<title>Jan Kossdorff: Spam! ein Mailodram</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/07/jan-kossdorff-spam-ein-mailodram/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 08:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kossdorff, Jan]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Kossdorff]]></category>

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		<description><![CDATA[Humor aus der intelligenten Ecke. Jan Kossdorff lässt E-Mailen, was das Zeug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1170" title="Spam" src="/wp-content/uploads/Spam.jpg" alt="" width="150" height="231" />Humor aus der intelligenten Ecke. Jan Kossdorff lässt E-Mailen, was das Zeug hält und produziert dabei ein extrem witziges Protokoll der Mailkorrespondenz von Alex und/mit seiner Internetfirma. Phänomenal und für jede Menge Lacher gut!<span id="more-1169"></span></p>
<p>Alex steht im Zentrum dieses ganzen Zirkus. Er ist von Beruf  &#8220;Community-Manager&#8221;, einer, der sich um das hauseigene Internetforum kümmert und zusieht, dass darin alles gesittet und mit rechten Dingen zugeht. Nun, zumindest was die User betrifft, für ihn selbst kennt er keine wie immer gearteten Einschränkungen und überschüttet alles und jeden per Email mit seinen betont unernsten und meisten total respektlosen Kommentaren.</p>
<p>Was immer auch die Firma, für die Alex arbeitet, genau macht &#8211; es hat jedenfalls mit diesem extrem hippen, schicken und unendlichen Internet zu tun. Damals, in der grauen Vergangenheit des Jahres 2000 war es ja wirklich noch etwas besonderes, dieses Internet. Seine Firma, das ist eine von denen, die auf der damaligen Welle der Begeisterung zuerst mitschwamm, nun aber mit den vielen anderen ins Wellental der Ernüchterung hinunter gezogen wurde (wie Alex dazu sinngemäss meint: &#8220;wir sprechen beim Umsatz lieber vom Verwirtschaften statt vom Erwirtschaften&#8221;),  Und das ist genau die Zeit von der wir hier lesen.</p>
<p>Alex, der  Emailempfänger, -verteiler, -absender, &#8211; beantworter, der &#8220;Vater aller Spammer&#8221; gewissermaßen. Mit allem und jedem liefert er sich Mailgefechte, egal ob Freund, Kollege/Kollegin oder Familienmitglied. Kein Anlass ist zu gering, keine Formulierung zu banal &#8211; es fällt ihm zu jedem erhaltenen Mail eine sicher völlig unpassende Antwort ein. Und gibt es gerade nichts zu beantworten, tippt er selbst eine Unverschämtheit und findet auch immer ein passendes Opfer dafür.</p>
<p>Bis, ja bis zwei Dinge passieren: erstens kommt mit Judith eine neue Kollegin ins Haus, die er zweitens (A) toll findet, die schon nach dem ersten Blick die Frau seines Lebens sein wird und wegen der er zweitens (B) davon absieht, Chef und KollegInnen noch mehr zu vergrämen (weitgehend zumindest). Quasi von destruktiv zu produktiv mit einem Blinzeln.</p>
<p>Als Holger, das ist der Chef, nach Ideen ruft, mit denen die katastrophalen Zahlen der Firma verbessert werden sollen, schiebt sich Alex &#8211; ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten &#8211; nach vorne und präsentiert so etwas wie das Rettungskonzept. In 3 Wochen zur Nummer 1 der .<em>dotcoms</em> (oder, falls es nicht klappt, zur <em>.totcom</em>)</p>
<p>Weil alles in Form von innerhalb der Arbeitszeit verfassten Emails nachzulesen ist, hat die Woche 5 Tage und der Tag auch nur so ca. 8 Stunden. Unglaublich, was in dieser wenigen Zeit alles an Mails verfasst und beantwortet werden kann. Und unglaublich, wie viel einem (Alex) dabei einfällt, das teilweise zum Brüllen komisch ist. Nebenbei findet er auch noch genügend Zeit, irgendwelche (meistens Nonsens-) Geschichten zu verfassen, vor allem dann, wenn seine Schwester für Ihr Magazin wieder einmal eine Geschichte zum Thema &#8220;Meine unerfüllte Liebe&#8221; oder ähnliches in dieser Tonart braucht.</p>
<p>Egal ob geschäftliches Email-Hin-Und-Her oder Privates &#8211; es herrscht durchgehend höchste Lach-Alarmstufe. Sollte man also irgendwo sitzen (Kaffeehaus, U-Bahn, Wartezimmer, etc.) und dabei dieses Buch lesen, dann müssen einem die Blicke und die Meinung der restlichen Anwesenden völlig egal sein &#8211; einfach loslachen, die anderen werden es schon verkraften!</p>
<p>PS: es ist nicht das erste Buch, das eine Art ausdrucktes Ketten-Email ist. Es ist aber keinesfalls eine Kopie vom Klasssenprimus &#8220;Gut gegen Nordwind&#8221; sondern eine ganz eigenständige Angelegenheit. Echt gut!!</p>
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		<title>Jasper Fforde: In einem anderen Buch</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 14:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Fforde, Jasper]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Jasper Fforde]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Auto fällt genau auf eine Picknickdecke, die Mammuts sind wieder einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1142" title="In einem anderen Buch" src="/wp-content/uploads/In-einem-anderen-Buch.jpg" alt="" width="150" height="233" />Ein Auto fällt genau auf eine Picknickdecke, die Mammuts sind wieder einmal auf ihrer Wanderung, die PR-Abteilung möchte ein Interview nach dem anderen planen, der Neanderthaler in der Hochbahn ist seines Lebens überdrüssig und der gerade neu entdeckte Shakespeare scheint, wider Erwarten, keine Fälschung zu sein.<span id="more-1141"></span></p>
<p>Alles in allem werden es also recht normale Tage im Leben von Thursday Next gewesen sein, damals im Jahr 1985. Wenn sie nur nicht dieses Gefühl hätte, dass da jemand nach ihrem Leben trachtet. Ein wenig mehr als ein Gefühl ist es aber schon, denn immerhin hat sie sich gerade eine tödliche Kugel eingefangen. Gut nur, dass man die Sache mit der Zeit nicht so eng sehen muss und dass Papi wieder einmal im rechten Moment aus einem Zeitportal heraushuscht um mit Thursday zu sprechen.</p>
<p>Thursdays Papi hat auch einen guten Grund, seine Deckung irgendwo in der Zeit zu verlassen, denn am 12. Dezember, also in ca. 3 Monaten (oder in 2, oder vor einem Jahr &#8211; reine Ansichtssache) geht die Welt unter &#8211; diesmal aber wirklich, das ist keine von den üblichen, massenhaft auftretenden, Endzeitbotschaften irgendeines Endzeit-Messias. Und dann, am 12. Dezember, wird alles Leben zu so einem rosa Schleim, von dem Papi auch gleich ein Muster mitgebracht hat/mitbringen wird.</p>
<p>Thursday ist nach der Nichtung von Hades zwar gerade die Heldin der Nation und soll mit ihrem guten Image helfen, das schlechte von SpecOps zu verbesser, aber erstens macht ihr das nicht wirklich Spaß udn zweitens muss sie erfahren, dass der gerade von ihr zur Strecke gebrachte Oberschurke Hades gar nicht der oberste Oberschurke war, dass er bestenfalls unter den Top 3 rangiert. Womit sich die Sache mit den Anschlägen auf ihr Leben aber andererseits ganz gut erklären lässt &#8211; die Bösewichte sind am Leben, anscheinend aktiv und Thursday muss wieder ans Werk. Ausser, ja ausser Hades selbst ist doch noch am Leben.</p>
<p>Und darüber hinaus stellen sich für Thursday noch einige wichtige Fragen, mit deren Beantwortung sich das Buch vorerst aber noch Zeit lässt: Welchen Verbrechens wird sie eigentlich angeklagt und wer ist dieser Snell, der ihr immer zur unpassendsten Zeit etwas ins Ohr flüstert? Wird Sie nochmals mit Landen verheiratet gewesen sein und von wem ist das Baby in ihrem Bauch? Wie kommt man auch ohne ProsaPortal in ein Buch, konkret in eines von Edgar Allen Poe?</p>
<p>Ich gestehe &#8211; Inhaltsangabe ist jetzt das keine gewesen, eher ein Beitrag zur Verwirrung, aber es ist auch recht schwer eine Zusammenfassung über den Inhalt zu verfassen. &#8220;In einem anderen Buch&#8221; (warum wurde eigentlich nicht der englische Originaltitel &#8220;Lost in a Good Book&#8221; übersetzt verwendet?) ist eine Abfolge von intelligentem Ideenfeuerwerk, skurrilen Geschichten und spaßigen Dialogen. Es geht hin und her zwischen Gestern, Heute und Morgen, mal hinein ins Buch, dann wieder heraus und weiter in hinein anderes &#8211; einfach ein durchgehendes Vergnügen.</p>
<p>Dieses &#8220;andere Buch&#8221; ist so etwas wie eine Fortsetzung, der 2. Band mit Thursday Next und wegen der vielen Rück- Querver- und Hinweise -blicke ist chronologisches Lesen &#8211; also zuerst das eine Buch &#8220;Der Fall Jane Eyre&#8221;, dann erst dieses andere hier &#8211; durchaus ratsam. Denn nur so kennt man sich in dieser Parallelwelt soweit aus, um mitlesen zu können &#8211; anderenfalls kennt man sich nicht (wirklich) aus und kann diesen ganzen schrägen Nonsense nicht ungetrübt geniessen.</p>
<p>Oft gibt es Formulierungen, bei denen ich wirklich laut lachen musste, manchmal erst ein paar Zeilen später, weil es ein wenig brauchte, um an die Oberfläche zu sickern. Überhaupt glaube ich, dass, hielte man sich einen Spiegel beim Lesen vor, man dauernd sein eigenes Grinsen sehen würde.</p>
<p>Nichts für wahrhaft und ausschließlich ernsthafte Menschen &#8211; für alle anderen gilt: auf gehts und viel Spaß beim Lesen!</p>
<p>PS: wie gewohnt, fehlt Kapitel 13. Oder es kommt erst irgendwann später nach, oder es ist schon wieder weg.</p>
<p>PPS: ich wusste vorher nicht, wie wichtig diese, schnell einmal verwaschenen, Waschanleitungen sind, die in den Kleidungsstücken eingenäht sind. Auf die sollte man ganz besonders aufpassen.</p>
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		<title>Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/04/jasper-fforde-der-fall-jane-eyre/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 05:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Fforde, Jasper]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Jasper Fforde]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie bei uns: England, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-995" title="Der Fall Jane Eyre" src="/wp-content/uploads/Jane-eyre.jpg" alt="" width="150" height="240" />Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie bei uns: England, London, das Jahr 1985. So weit, so vertraut. Dann aber erkennt man: da stimmt was nicht, ganz und gar nicht, das ist hier überhaupt nicht wie bei uns. <span id="more-994"></span></p>
<p>Thursday Next lebt im Jahr 1985, in England, aber in einer Welt, die (fast) gar nichts mit unserer gemeinsam hat. Ok, die Nazis gab es hier auch, aber dass sich England seit 130 Jahren mit dem zaristischen Russland auf der Krim bekriegt? Und dann gibt es da auch noch die SpecOps, den Geheimdienst für alle möglichen Fälle &#8211; und auch alle unmöglichen (Logisch, dass da auch eine Abteilung zur Bekämpfung von Werwölfen und Vampieren dabei ist).</p>
<p>Geflogen wird mit Luftschiffen, dafür gibt es aber auch Agenten, die sich in der Zeit bewegen können. Pizza kann man sich per Fax schicken lassen und es gibt einen Bleistift mit eingebauter Rechtschreibprüfung.  Nur ein paar Beispiele für die phantastische Welt,  in die man da beim Lesen eintaucht.</p>
<p>Doch zurück zu Thursday Next: die arbeitet bei SpecOps in der Abteilung für Literatur-Fälschung, &#8211; Diebstahl und ähnliches. Denn Literatur hat hier einen so hohen Stellenwert, dass es sogar einen Geheimdienst gibt, um sie zu schützen. Wie schnell kann da ein Original-Manuskript entführt werden, werden Lösegeld-Forderungen gestellt, muss Thursdays Abteilung eingreifen.</p>
<p>Für Thursday ändert sich (fast) alles, als sie für einen Spezialauftrag für eine Spezialabteilung der SpecOps angeworben wird. Ziel ist Acheron Hades, der Ober-Bösewicht in dieser Welt und Thurday ist eine der wenigen, die ihn wieder-erkennen kann, denn nicht allzu viele Menschen haben eine Begegnung mit diesem Schurken überlebt. Die Aktion geht dann aber wirklich vollkommen in die Hose, Hades entkommt, wie bisher immer, Thursday überlebt es diesmal nur mit Mühe und die anderen Agenten, die dabei waren, sind tot.</p>
<p>Ach ja &#8211; das wird jetzt wichtig: Thursdays Papi ist bei der ChronoGarde in Ungnade gefallen und muss sich immer irgendwo in der Zeit verstecken. Das ist manchmal etwas verwirrend (wo und wann ist er denn gerade?), aber bei dem was jetzt folgt, wird es zur großen Hilfe für Thursday.</p>
<p>Die hatte nämlich nach all den schlimmen Geschehnissen rund um Acheron Hades &#8211; und nachdem sie von sich selbst eine Nachricht au der Zukunft erhalten hatte &#8211; beschlossen zurück nach Swindon zu gehen. Denn dort, in  ihrer Heimatstadt will sie die Spur des untergetauchten Verbrechers aufnehmen und ihn endlich zur Strecke bringen! Keine leichte Aufgabe, so durch Raum und Zeit und gegen den Über-Supergangster, der alle Trümpfe in der Hand hält. Darunter auch den Trumpf <a href="http://www.literatur-blog.at/2009/06/charlotte-bronte-jane-eyre/">Jane Eyre</a> &#8230;.</p>
<p>Fantasy, Humor, Action, Krimi, Science Fiction &#8211; da ist alles dabei und es macht rundherum Spaß! Fforde zimmert aus allen möglichen Bausteinen, die in unserer wirklichen Welt herum lagen und liegen, eine ganz eigene Realität zusammen, bessert da etwas aus, schnitzt dort etwas dazu, erfindet etwas und lässt anderes weg und heraus kommt eine grandiose neue Welt zwischen Realität und &#8230; ja was eigentlich? Sicher ist: &#8220;Der Fall Jane Eyre&#8221; war nur das erste Buch der Reihe mit der Agentin Thursday Next und seit 2001 folgten einige mehr.</p>
<p>PS: offen bleibt die Frage, was denn in diesem 13. Kapitel steht? Immerhin findet man es samt Titel im Inhaltsverzeichnis, doch sobald man zur angegebenen Seite im Buch blättert ist es &#8230; verschwunden.  Äußerst mysteriös &#8211; aber vielleicht taucht es irgendwann/-wo ja wieder auf!</p>
<p>PPS: Danke an Annette für den Tip!</p>
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		<title>Friedrich Torberg: Die Tante Jolesch</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/03/friedrich-torberg-die-tante-jolesch/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 00:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Torberg, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Torberg]]></category>

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		<description><![CDATA[„Was ein Mann schöner is wie ein Aff, is ein Luxus.“ Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-950" title="Die Tante Jolesch" src="/wp-content/uploads/Tante-Jolesch.jpg" alt="" width="150" height="238" />„Was ein Mann schöner is wie ein Aff, is ein Luxus.“ Dieser Ausspruch der legendären Tante Jolesch, aufgrund des unbestreitbaren Wahrheitsgehaltes nicht von der Hand zu weisen, ist wohl das berühmteste Zitat in dieser an „Sagern“ überreichen Anekdotensammlung über das alte, vergangene Österreich von Friedrich Torberg.<span id="more-949"></span></p>
<p>Es wimmelt nur so vor menschlichen Originalen, schrägen Käuzen und unerreichten Geistesgrößen in der Atmosphäre des ehemaligen habsburgerischen Kulturkreises, der Welt der Boheme in Wien, Prag und Budapest. Karl Kraus, Franz Molnar, Egon Friedell, Anton Kuh, Leo Perutz, Egon Erwin Kisch und Alfred Polgar – alle erwachen wieder zum Leben und kommen zu Wort. Sie ließen es sich auch zeitlebens nie verbieten.</p>
<p>Aber auch unbekannte Zeitgenossen werden dem Vergessen entrissen, wie der zerstreute Religionslehrer Grün oder der geistreiche Rechtsanwalt Dr. Sperber, der einst während einer Gerichtsverhandlung ausrief: “Herr Rat, mein Klient verblödet mir unter den Händen.“</p>
<p>Und natürlich die Tante Jolesch, die „überall a bisserle ungern“ war und den Lauf der Welt immer auf ihre ganz spezielle Weise kommentierte: „Gott soll einen hüten vor allem, was noch ein Glück ist.“</p>
<p>Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem legendären „Prager Tagblatt“, wo übrigens Torberg Redakteur war, und seiner illustren Journalistenschar, die überall zu finden war, nur in der Redaktion nicht. Dort war sie eher selten anzutreffen. Dieses „Blattl“ wurde noch von meinem seligen Großvater abonniert, weil er sie für die beste deutschsprachige Tageszeitung seiner Zeit hielt.</p>
<p>Aber eigentlich ist dieses Buch eine Hommage an die vergangene große Tradition des Kaffeehauses und die ganz speziellen Atmosphären, die diese Begegnungs-, Debattier- und Streitstätten ausstrahlten. Herrenhof, Cafe Central oder der Demel, überall ist es nicht mehr so wie früher. Im Herrenhof schon gar nicht, weil das gibt es auch physisch nicht mehr.</p>
<p>Die besonderen Atmosphären verschwanden mit ihren Insassen, den bürgerlich-jüdischen Intellektuellen, die dem Rassenwahn hitlerscher Prägung wenn nicht zum Opfer, so doch der Vertreibung anheim gefallen sind. Und viele sind nicht mehr zurückgekehrt, sind dort geblieben wo sie die erzwungene Emigration hingeschwemmt hat &#8211; auch so eine Art Tsunami, wenn kollektive Wahnzustände erzeugt werden.</p>
<p>An dieser intellektuellen Auslöschung hat unser Land bis heute schwer zu kiefeln, ähnlich einem Biber, der in einem Sägewerk beschäftigt ist. Man/frau braucht nur einen Blick auf unsere Presselandschaft zu werfen. Den Zustand unseres politischen Gemeinwesens als weiteres Beispiel anzuführen, möglicherweise aus dem Fehlen eines Meinungsmarktes resultierend, finde ich inzwischen schon ein bisschen humorlos.</p>
<p>Kein Mitglied der aktuellen Bundesregierung hätte gegen eine unterdurchschnittlich besetzte torbergsche Kaffeemannschaft auch nur das geringste Leiberl (und im Kollektiv schon gar nicht).</p>
<p>Torberg besticht durch eine unvergleichliche Leichtigkeit in der Sprache, ähnlich einer Welle (einer freundlichen Welle wohlgemerkt!), die einen mitnimmt und sachte an Land wieder absetzt. Stilistisch und grammatikalisch außerordentlich – an alle Sprachpolizisten: lasst die Colts stecken, Torberg war einer von euch.</p>
<p>Aber lassen wir zum Abschluss die Tante Jolesch zu Wort kommen. Am Sterbebett wurde noch versucht der Tante die Rezepte ihrer sagenumwobenen Kochkunst mittels einer Finte zu entlocken: „Also stell dir einmal vor, Tante – Gott behüte, daß es passiert – aber nehmen wir an: du sitzt in einem Gasthaus und weißt, daß du nur noch eine halbe Stunde zu leben hast. Was bestellst du dir?“</p>
<p>„Etwas Fertiges“, sagte die Tante Jolesch.</p>
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		<title>Kracht &amp; Nickel: Ferien für immer</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 02:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kracht, Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel, Eckhart]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kracht]]></category>
		<category><![CDATA[Eckhart Nickel]]></category>

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		<description><![CDATA[„Im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, ist es ja furchtbar. Die Schweiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-931" title="Ferien für immer" src="/wp-content/uploads/Ferien-fuer-immer.jpg" alt="" width="150" height="239" />„Im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, ist es ja furchtbar. Die Schweiz wäre das allerärgste, dort möcht’ ich wirklich nicht angemalt sein. Nein, nein, das Ideale ist weg, weit weg und in ein Hotel, so lang es einem passt, und dann in ein anderes.“, meinte einst der große Thomas Bernhard.<span id="more-930"></span></p>
<p>Folgerichtig machen Christian Kracht und Eckhart Nickel die Fliege und reisen kreuz und quer über den Globus, um die angenehmsten Orte auf unserem Planeten ausfindig zu machen. In 66 kleinen Reportagen (ein- bis dreiseitig) beschreiben sie Hotels, Restaurants und Bars zwischen Argentinien und Indonesien mit Schwerpunkt auf europäische und asiatische Destinationen.</p>
<p>Die beiden Autoren sind auf den ersten Blick so richtige Schnösel, Political Correctness ist nicht so ihr Ding und ihre Tiraden richten sich prinzipiell gegen alles und jeden.</p>
<p>Speziell kultivieren sie ihre Abneigung gegen andere Reisende (vor allem Deutsche), sowie „Menschen, die den Lonely-Planet-Reiseführer mit sich führen, ihn in einem Café in Nepal, Malaysia oder sonstwo lesen&#8221;. Aber auch kiffende Hippies, Hotelangestellte, Auto-, Motorrad- und Mopedverleiher entkommen ihrem Spott nicht. Selbst den legendären Malcolm McLaren, Gründer des Kultband „The Sex Pistols“, treiben sie mittels kalkulierter Subversion in den Wahnsinn.</p>
<p>Gar köstlich eine Szene in der Bar des American Colony Hotel in Jerusalem, wo ein sturzbetrunkener Benjamin „Bibi“ Netanjahu seine Wahl zum israelischen Ministerpräsidenten dergestalt feierte, in dem er seine Lieblingsszene aus „Yentl“, diesem unglaublich öden Film mit Barbara Streisand nachspielte. Erschwerend kommt hinzu, dass er bis auf ein Palästinensertuch und einen über seinen Kopf gespannten Wonderbra völlig nackt war. Da möchte man/frau sich gar nicht fragen, was Hosni Mubarak wohl so in den letzten 30 Jahren getrieben hat.</p>
<p>Kracht und Nickel dürften ihr Werk tatsächlich als Reiseführer betrachten, denn sie haben ein Kapitelchen angefügt, was man/frau unbedingt vermeiden soll. So warnen sie beispielsweise vor der gesamten Ex-DDR außer dem Cafehaus Kolditz in Sangerhausen und den Musikalienort Markneukirchen, vor Opiumselbstversuchen nördlich von Chiang Rai im Goldenen Dreieck, vor Japan (zu teuer), dem Tschad (zu trocken), dem Sudan (zu gefährlich), Afghanistan (zu teuer, zu trocken, zu gefährlich) und überhaupt vor ganz Griechenland.</p>
<p>Die angenehmsten Orte, wie es im Untertitel heisst, dürften für die beiden aber vor allem in den Hotelbars und an den Theken der verschiedenen Lokale zu finden sein.</p>
<p>PS: „Ferien für immer“ las ich übrigens zu großen Teilen während Reisen mit der Westbahn nach Wien. Und wenn dann so die „Schmuckkästchen“ wie Blindenmarkt, St.Pölten, Böheimkirchen oder Altlengbach am Auge vorüberzogen, kam ich nicht umhin mir zu denken, dass er nicht so ganz unrecht hatte, die alte Schimpfkanone Thomas Bernhard.</p>
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		<title>David Safier: Mieses Karma</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 00:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Safier, David]]></category>
		<category><![CDATA[David Safier]]></category>

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		<description><![CDATA[Kim Lange, Moderatorin Deutschlands wichtigster Polit-Talkshow, lebt verheiratet mit Alex und ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-846" title="Mieses Karma" src="/wp-content/uploads/Mieses-Karma.jpg" alt="" width="150" height="247" />Kim Lange, Moderatorin Deutschlands wichtigster Polit-Talkshow, lebt verheiratet mit Alex und ihrer Tochter Lilly in Potsdam. Ausgerechnet an Lillys fünftem Geburtstag ist Kim zu einer Fernsehpreisverleihung eingeladen und für diesen auch nominiert. Trotz Tsunami an schlechtem Gewissen reist sie nach Köln. Und nicht nur nach Köln, sondern auch an einen weit entfernten Ort, dem Nirwana.<span id="more-845"></span></p>
<p>Schon genug vom Lampenfieber aufgeregt, liegen ihre Nerven blank, nachdem sie anstatt ihrem maßgeschneiderten, roten  Versace-Kleid  ein blaues, viel zu enges Stoffteil geliefert bekommt. Sie quält sich quasi in das bisschen blauen Stoff und gewinnt in der Kategorie „Beste Moderation Nachrichtensendung“. Voller Euphorie geht sie auf das Podium, gibt sich ihrem Applaus hin, da erfüllt nicht nur plötzlich  ein „Kritttttttschhh“ die Halle, sondern auch lautes Lachen des Publikums. Denn um in das Kleid zu passen, hat sie auch noch ihre Unterwäsche weggelassen, und nun sieht ganz Deutschland ihren nackten Hintern.  Völlig frustriert ob ihres peinlichen Auftrittes begibt sie sich nach der Preisverleihung auf das Dach des Hotels, um sich an der frischen Luft in ihrem Selbstmitleid zu suhlen. Just in diesem Augenblick wird sie von einem Waschbecken der Raumstation Foton M3, die für die russische Wissenschaft im Orbit unterwegs war und nicht so, wie vorgesehen, vollends verglühte, erschlagen.</p>
<p>Was für eine bescheuerte Art zu sterben!</p>
<p>Doch Kim landet nicht im ewigen Licht des Nirwanas, die Reinkarnation lässt sie als Ameise wieder auferstehen. Kim glaubt sich im Koma, ohne Verstand, vermutlich hat das Waschbecken auch ein wenig Gehirn austreten lassen, weil das Denken gerade gar nicht funktioniert.</p>
<p>Da erscheint ihr eine dicke Ameise, die doch glatt behauptet, sie sei Siddhartha Gautama! Und Buddha spricht sogar zu ihr. Er würde ihr nun in jeder Form, in der ihre Seele wiedergeboren wird, erscheinen. Als Ameise lernt Kim auch Ciacomo Girolamo Casanova kennen. Er sei schon seit 1798 tot und lebt schon zum 115. Mal als Ameise.  Er hat noch kein gutes Karma gesammelt – no na &#8211; um als höheres Tier eine Schritt weiter in Richtung Nirwana zu kommen.</p>
<p>Kim stirbt fortan und wird wieder geboren. Als Meerschweinchen, Kalb oder als Hund. Das Wichtigste ist für sie, in der Nähe ihrer Tochter zu sein. Sie sammelt brav gutes Karma und schlussendlich erlangt sie quasi den Vorraum ins Nirwana. Aber sie überzeugt Buddha davon, ihr nochmals eine Chance zu geben. So inkarniert sie als dicke Maria und versucht in ihrer neuen Gestalt ihrer Familie nahe zu sein.</p>
<p>Ein absolut spritziges Buch mit dermaßen lustigen Einfällen, dass ich des Öfteren lauthals lachen musste!</p>
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		<title>David Safier: Jesus liebt mich</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/02/david-safier-jesus-liebt-mich/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Safier, David]]></category>
		<category><![CDATA[David Safier]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man/frau zu Weihnachten ein Buch mit dem Titel „Jesus liebt mich“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-371" title="Jesus_liebt_mich" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Jesus_liebt_mich.jpg" alt="" width="150" height="246" />Wenn man/frau zu Weihnachten ein Buch mit dem Titel „Jesus liebt mich“ geschenkt bekommt, so ist dies einerseits orginell und andererseits auch ein schlüssiges Präsent.</p>
<p>Wenn der Roman dann auch noch von David Safier verfasst wurde, der mit „Mieses Karma“ ein echt witziges Buch geschrieben hat, ist die Erwartungshaltung dort wo sie hingehört, nämlich in luftigen Höhen.<span id="more-370"></span></p>
<p>Marie, eine Frau in der Mitte der Dreißiger hat das weitverbreitete weibliche Talent sich regelmäßig in die falschen Männer zu verlieben. Schließlich landet sie aber doch vor dem Traualtar und obwohl für Marie kaum die Chance besteht mit Julia Roberts verwechselt zu werden, wird sie zur Braut die sich nicht traut und lässt die Hochzeit mit Sven in der Kirche platzen.</p>
<p>Voll Schuldgefühlen zieht sie sich in das Haus ihres Vaters zurück und lernt dort den Zimmermann Joshua kennen, der gerade den Dachstuhl repariert. Marie kann sich dem ungeheuren Charisma dieses Mannes nicht entziehen und verliebt sich augenblicklich in ihn. Joshua scheint aber ein Problem zu haben: Er hält sich für Jesus.</p>
<p>Männer ab einem gewissen Alter haben die Neigung sich alles Mögliche einzubilden: Denken sie nur an Karl Heinz Grasser, der glaubte er sei ein Finanzminister oder Jörg Haider, der sich für einen begnadeten Landeshauptmann hielt, Dominik Heinzl begreift sich als Journalist, usw. usf.</p>
<p>Marie verbringt viel Zeit mit Joshua und muss zur Kenntnis nehmen, dass dieser Mann wirklich Jesus ist. Eigentlich eine optimale Wahl, da Liebe für den Sohn Gottes ja kein Problem darstellen sollte. Wäre da nicht die Mission mit der Joshua nach beinahe 2000 Jahren wieder auf die Erde zurückgekehrt ist. Er soll sich nämlich auf das Jüngste Gericht vorbereiten, den Endkampf zwischen Gut und Böse, die Schlacht gegen die Reiter der Apokalypse.</p>
<p>Da Marie ein wenig gottgefälliges Leben geführt hat und eher nicht das Himmelreich, sondern das ewige Fegefeuer zu erwarten hat, steht sie vor einem veritablen Problem. Und sie hat nur mehr bis Dienstag Zeit eine Lösung zu finden, also drängt sie!</p>
<p>David Safier auch bekannt als Drehbuchautor der TV-Serie „Berlin, Berlin“ mit der zuckersüßen „Lolle“ hat ein nicht sonderlich orginelles, aber sehr liebenswürdiges Buch, gespickt mit Cartoons vorgelegt. Ideale Lektüre für den Strand nach einer sangriadurchtränkten Nacht oder in der Sauna nach dem dritten Aufguss. Intellektuelle Überforderung tritt nicht ein. Romantisch veranlagt sollte man /frau aber schon ein bisschen sein. Bibelfestigkeit ist ebenfalls nicht erforderlich, da genügt das rudimentäre Wissen aus dem Religionsunterricht.</p>
<p>Einige skurille Figuren verleiten immer wieder zum Schmunzeln, wie beispielsweise der Pastor Gabriel &#8211; niemand geringerer als der Erzengel mit zwei großen Narben am Rücken – das haben sie aber aus „Dogma“ geklaut herr Safier! Oder der Satan persönlich, der abwechselnd als Georg Clooney oder Alicia Keys erscheint und anscheinend über einen guten Draht zu einem kalifornischen Gouverneur verfügt Und natürlich der obligatorisch brennende Dornbusch, der aber auch als Emma Thompson auftritt, was meine persönliche Vermutung nährt, dass Gott ziemlich sicher eine Frau ist.</p>
<p>Die Sprache des Romans ist einfach – manchmal fast zu einfach, aber dieses Buch soll nur unterhalten und das gelingt Safier über weite Strecken. Der Humor ist deutsch und dies ist natürlich für uns Ösis ein gewisses Manko. Weil so wirklich witzig sind unsere germanischen Nachbarn nicht, von den Bayern mal abgesehen, aber die sind ja bekanntlich keine Deutschen.</p>
<p>Man/frau unterstelle mir bitte keinen Humorchauvinismus, da ich weiß wovon ich schreibe, bestehe ich doch selbst aus beiden Teilen &#8211; meinen legendären „Schmäh“ habe ich eindeutig von meiner Mama und die ist seit ihrer Geburt Österreicherin.</p>
<p>Auf der Rückseite des Buchs steht: „Verschenken sie es an jemanden, der sie liebt – oder den sie lieben“ schreibt die BUNTE – also wie gesagt ein sehr liebenswürdiges Buch!</p>
<p>PS: Wenn sie mal was wirklich Witziges zum Thema lesen wollen empfehle ich ihnen Christopher Moore „Die Bibel nach Biff – Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund“</p>
<p>PPS: Oder verschenken sie gleich &#8220;Mieses Karma&#8221;, weil Buddhisten sind ja schließlich anfangs auch Menschen.</p>
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		<title>Michael Niavarani: Vater Morgana</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/01/michael-niavarani-vater-morgana/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 13:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Niavarani, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Niavarani]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine persische Familien-Saga rund um den Globus. Wobei die Unterscheidung zwischen Perser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-350" title="Vater_Morgana" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Vater_Morgana.jpg" alt="" width="150" height="225" />Eine persische Familien-Saga rund um den Globus. Wobei die Unterscheidung zwischen Perser (das sind die Guten, die mit der jahrtausendealten Geschichte, die, die Alexander der Große so  fürchterlich bei Issos verhauen hat) und Iraner (das sind die anderen, die mit der Revolution und dem Ahmadine..dings) von herausragender Wichtigkeit ist.<span id="more-349"></span></p>
<p>In der persischen Familie Ansari geschieht ein Unglück, das die in alle Welt verstreuten Onkel, Tanten, Nichten und Neffen vor ein schier unlösbares Problem stellt. Martins (Martin ist der Erzähler im Buch &#8211; also eigentlich der Michael) Vater ist gestorben, am Weihnachtstag in Wien in seinem Teppichgeschäft.</p>
<p>Die Nachricht von seinem Tod teilt die Familie in zwei Lager: die einem meinen, man müsste es der Großmutter schonend aber schnell mitteilen, die anderen finden, man sollte es ihr verschweigen. Und zwar ganz und für immer, denn diese Nachricht würde auch sie umbringen.</p>
<p>Am Ende entscheiden sich alle gemeinsam für die Lösung &#8220;Verschweigen&#8221;.</p>
<p>Zwar wohnt die Großmutter in den USA, also wenigstens nicht gleich ums Eck, aber die Angewohnheit der Familie, jederzeit Kontakt über Telefon, SMS, Skype oder durch persönliche Besuche untereinander  zu halten, macht es nicht leicht etwas zu verheimlichen. Also wie soll man es angehen? Als ob alles nicht schon kompliziert genug wäre, taucht dann auch noch ein Brief der Großmutter an Martins verstorbenen Vater auf und damit ist die kommende Katastrophe bereits vorprogrammiert und anscheinend unabwendbar.</p>
<p>Wir erfahren eine ganze Menge über die Familie, die Eigenheiten der Mitglieder dieser Familie, wo sie herkamen, wo sie hin gingen, wie sie leben, wie sie sprechen und denken. In einer Form, die sich liest, als ob Michael Niavarani mit seinem zum Diktiergerät umfunktionierten iPod auf- und abläuft (in der Wohnung, auf der Strasse, auf der Bühne, im Auto oder wo auch immer) und dabei die ganze Geschichte ins Mikrofon spricht (kann sich das jetzt jemand bildlich vorstellen?).</p>
<p>Und dann, als die Geschichte fertig auf Band/Festplatte/Chip gesprochen ist, bekommt es jemand zum Abschreiben, übernimmt alles wörtlich und macht daraus das Buch. So in etwa liest es sich dann: da eine kleine Nebengeschichte, dort ein Abschweifen zu etwas ganz Anderem, zwischendurch Deutsch mit persischem Akzent.</p>
<p>Insgesamt ist es aber keine Aneinanderreihung von einzelnen Sketches, das nicht. Es ist eine sehr einnehmende Familiengeschichte die sich auch noch spannend liest.</p>
<p>Leider ist es mir noch immer nicht klar, lieber Herr Niavarani: sind das jetzt echte Menschen (mit anderen Namen) und erfundene Geschichten; oder erfundene Menschen mit echten Geschichten; oder nix ist wahr; oder alles?</p>
<p>Aber es macht sowieso nichts: mehr als 300 Seiten lang den Niavarani sein eigenes Buch lesen zu hören, das geht in diesem Fall auch ohne ein Hörbuch. Er schreibt so wie er spricht und beim Lesen liest man nicht, sondern hört zu. Sehr Nett! Wenn man schon keine Karten fürs Simpl bekommt, dann ist Vater Morgana wenigstens  ein fast gleichwertiger Ersatz dafür.</p>
<p>Und jetzt wird es kompliziert für die nicht-österreichischen Literatur-Blog-LeserInnen: denn wer den Niavarani nicht kennt, der/dem kann man es nicht wirklich gut erklären. Ein Österreicher  eben, mit persisch-österreichisch-und-auch-sonst-überall-her Wurzeln, der redet wie ein Wasserfall und dabei fallen im Zuschauerraum die Leute von den Sitzen vor lauter Lachen. (und nein: der Kaya Yanar ist zwar auch gut, aber ganz anders. )</p>
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		<title>David Bergmann: Wie, wer, das?</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/01/david-bergmann-wie-wer-das/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 01:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergmann, David]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[David Bergmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Das erste Buch von David Bergmann (Der die was?) fand ich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-340" title="Wie_wer_das" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Wie_wer_das.jpg" alt="Wie_wer_das" width="150" height="230" />Das erste Buch von David Bergmann (<a href="http://www.literatur-blog.at/2009/01/david-bergmann-der-die-was/">Der die was?</a>) fand ich an vielen Stellen einfach zum totlachen. Im zweiten Band, hat er sich aber leider eher totgeschrieben.<span id="more-339"></span></p>
<p>Ist ja leider oft so mit den Fortsetzungen: besser wird es nimmer. In diesem Fall war über Verwirrungen eines Amerikaners im Sprachlabyrinth offensichtlich schon alles gesagt, aber der Verlag, Autor, wer auch immer, wollte den Erfolg noch ein wenig prolongieren.</p>
<p>Das funktioniert bis zu einem gewissen Punkt, den wer den ersten Band gelesen hat, die/der denkt sich: jö, schön, das wird sicher wieder lustig und schon ist Band 2 gekauft.</p>
<p>Der liefert dann aber weniger &#8220;neue Abenteuer eines Amerikaners im Sprachlabyrinth&#8221; (so der Untertitel), sondern Abenteuer eines Amerikaners in Deutschland und Europa. Dabei sind diese Abenteuer nicht wirklich Amerikaner-spezifisch, sondern könnten auch von einem Italiener, Russen, Argentinier oder einem Deutschen erlebt werden &#8211; die meisten jedenfalls. Das kann man lesenwert finden, oder auch nicht. Ich fand es nicht so lesenswert. Oft nett ja, aber lustig nein.</p>
<p>Zudem sind die Sprachfallen der deutschen Sprache im 1. Band anscheinend schon alle geschildert worden, den im 2. Band wirkt es  nur mehr sehr gezwungen.</p>
<p>PS: wenn es in der 2. Häfte des Buches besser wird, dann bitte um Nachricht. Habe nämlich in der Mitte aufgehört zu lesen.</p>
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		<title>David Foster Wallace: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2009/03/david-foster-wallace-schrecklich-amusant-%e2%80%93-aber-in-zukunft-ohne-mich/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 10:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wallace, David Foster]]></category>
		<category><![CDATA[David Foster Wallace]]></category>

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		<description><![CDATA[Wollten sie schon immer ein Buch lesen, wo sie ungefähr so viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-128" title="wallace-schrecklich-amuesan" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/wallace-schrecklich-amuesan.jpg" alt="wallace-schrecklich-amuesan" width="150" height="238" />Wollten sie schon immer ein Buch lesen, wo sie ungefähr so viele Taschentücher brauchen, wie das Buch Seiten hat?</p>
<p>Na dann sind sie bei David Foster Wallace erbarmungslosem Meisterstück der literarischen  Reisereportage über eine einwöchige Luxuskreuzfahrt mit der „Nadir&#8221; durch die Karibik genau richtig.<span id="more-129"></span></p>
<p>Foster Wallace unternahm im Jahr 1995 die Kreuzfahrt im Auftrag von „Harpers Magazine&#8221; und führte die Feder mit großer analytischer Fähigkeit und noch größere Boshaftigkeit gegenüber dem „American way of life.&#8221; Gnadenlos seziert er den Mikrokosmos und die Soziologie eines Kreuzfahrtschiffes, den „Terror der fürsorglichen Entmündigung&#8221; und führt endlich wieder die Fußnote als literarisches Stilmittel in die Belletristik zurück. Als Agoraphobiker nicht unbedingt am richtigen Platz, erleidet er die Massenkreuzfahrt mehr, als er sie erlebt.</p>
<p>Kindliche Begeisterung über die Toilettenanlage oder den Obstkorb in seiner Kabine wechseln in rasantem Tempo mit Anfällen von Paranoia und Verfolgungswahn. Die „alten Herren in kurzen Hosen&#8221; entkommen ebenso wenig seiner bissigen Beschreibung, wie das Servicepersonal, die Animateure oder das griechische Offizierskorps der „Nadir&#8221;. Foster Wallace schreckt auch nicht davor zurück die Einschiffung auf das Kreuzfahrtsschiff mit dem Abtransport der Juden nach Ausschwitz zu vergleichen.</p>
<p>David Foster Wallace, geboren 1962 versuchte sich zunächst als Tennisprofi und schaffte es bis auf Platz 17 der amerikanischen Jugendrangliste. Im Studium legte er den Schwerpunkt auf Logik und Mathematik, studierte Philosophie und Literatur und schloss beide Fächer 1985 summa cum laude ab. Das er nebenbei 1987 einen Master im kreativen Schreiben erwarb und zahlreiche Auszeichnungen, sowohl in der Mathematik, als auch für seine literarischen Werke erhielt,  rundet das Bild eines Menschen, der 20 Jahre an Depressionen litt, ab.</p>
<p>„Bei uns gibt es ein Sprichwort:&#8217; Gib einem Mann genug Seil und er erhängt sich&#8217;&#8221; zitierte ihn eine deutsche Zeitung im Jahr 2007. Am 14. September 2008 ließ David Foster Wallace den Worten die Tat folgen und er strangulierte sich in seinem Haus in Kalifornien.</p>
<p>Die Welt der Literatur hat damit einen ihrer Besten verloren, er war schlicht und einfach ein Genie und da wäre es gut, wenn von den Taschentüchern noch welche über sind!</p>
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		<title>Klaus &amp; Kutschera: Total tote Hose &#8211; 12 bockstarke Märchen</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2009/03/uta-klausrolf-kutschera-total-tote-hose-12-bockstarke-marchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 04:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus, Uta]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Kutschera]]></category>
		<category><![CDATA[Uta Klaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Uta Klaus studierte in den siebziger Jahren in Bonn. Das Pädagogik-Studium ging [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-122" title="claus-total-tote-hose" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/claus-total-tote-hose.jpg" alt="claus-total-tote-hose" width="150" height="223" />Uta Klaus studierte in den siebziger Jahren in Bonn. Das Pädagogik-Studium ging ihr ziemlich auf die Nerven. Die Dozenten und Profs waren ihrer Meinung nach scheißautoritär und wollten ständig, dass sie den ganzen system-immanenten Quatsch voll internalisierten. <span id="more-113"></span></p>
<p>Sie legte nach ihrer Ausbildung beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, bei einer Kindernachrichtensendung, mit ihrer journalistischen Laufbahn los. Sie war begeistert von der Sprache der jungen Menschen. So fing sie 1979 an, Märchen in Jugendsprache zu schreiben. Sie fand den Kontrast lustig (man/frau kann ja nicht nur aus ernsthafter Arbeit bestehen).</p>
<p>In diesem Buch geht es um Märchen wir Dornröschen, Aschenputtel, Tischlein deck dich und vielen anderen uns bekannten Geschichten. Und meine Söhne (beide 15) lieben diese Märchen &#8211; allerdings eben nur in genau dieser humorvollen Sprache!</p>
<p>Kleine Leseprobe aus Frau Holle: „Muss wohl schon ne ganze Weile her sein, da stand so ne Alte ganz schön aufm Schlauch, weil deren Macker übern Jordan gegangen war. Damals war ja wohl noch absolut Null mit Witwenrenten und diesen ganzen sozialen Kisten, dafür hatte se aber von ihrem Abgedankten so zwei halbreife Lustprodukte am Bein. Die eine potthässlich, dass es nur so knallt. So ne richtige Horrorbraut. Die hatte so wohl selber abgeschnürt, jedenfalls lag die zusammen mit der Alten den ganzen Tag vor der glotze oder so und rührte keinen müden Finger. Die andere Braut stammt wohl von nem lustigen Seitensprung, jedenfalls sah sie bockstark aus, war dafür aber so beknackt, sich total von dem alten Möbel ausbeuten zu lassen. Die musste ackern [...] und die beiden Giftspritzen gammelten lustig vor sich hin und machten was das zeug hält auf High-Life&#8230;</p>
<p>Einmal eine neue Sichtweise auf Märchen, die mir persönlich als Kind ziemlich auf die Nerven gegangen sind!</p>
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		<title>Hans Traxler: Die Wahrheit über Hänsel und Gretel</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 04:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Traxler, Hans]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Traxler]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Leben eines jeden Kindes kommt einmal die Stunde, an der es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-111" title="traxler-haensel-gretel" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/traxler-haensel-gretel.jpg" alt="traxler-haensel-gretel" width="150" height="231" />Im Leben eines jeden Kindes kommt einmal die Stunde, an der es an der Realität von Rotkäppchen und dem bösen Wolf zu zweifeln beginnt. So auch Georg Ossegg.<span id="more-109"></span></p>
<p>Georg Ossegg, geboren 1919 in Prag, bekam als kleiner Knabe von seinen Großeltern eine schöne illustrierte Ausgabe der Grimmschen Märchen. Er versuchte schon als 11jähriger, einem Märchen auf den Grund zu gehen.  Er wollte experimentell den Nachweis dafür erbringen, dass der süße Brei, wenn er nur lange genug kocht, sich so verhält, wie es die Brüder Grimm beschrieben haben: &#8220;Also kocht es fort, und der Breit steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll, und dann das zweite Haus und die Straße, als wollts die ganze Welt satt machen &#8230;&#8221; Dieser Versuch scheiterte kläglich, endete mit verpesteter Luft und völlig verkohlten Kochtopf. Von dem legendären Wachstum in Grimms Märchen konnte keine Rede sein.</p>
<p>1932 besuchte Georg Ossegg das Realgymnasium. Dort überraschte er seinen Geschichtslehrer mit einer gewagten These: König Drosselbart sei in Wahrheit der deutsche Kaiser und letzte Ritter Maximilian I. gewesen. Für dieser Anmaßung bekam er eine heftige Rüge und das schien ihm vorerst eine Lehre für die Zukunft gewesen zu sein. Er ließ die Märchen auf sich bewenden.</p>
<p>Doch 1962 wendet sich die Geschichte neuerlich. Ossegg wird als Mittelschullehrer an ein Aschaffenburger Gymnasium versetzt. Nun war er genau in jener Gegend gelandet, in der Grimms Märchen sich zugetragen haben sollten.</p>
<p>Georg Ossegg beginnt neuerlich und eher zufällig mit seiner Recherche. Der Märchenforscher kommt hinter die wahre Geschichte von Hänsel und Gretel. Diese ist ja eigentlich ein ungeklärter Krimifall. Es geht es um frühkapitalistische Herrschaft und Gier, Hexenverbrennung, Lebkuchen und geheime Rezepturen. Und es geht um die miesen Tricks des Bäckers <em>Hans</em> Metzler und seine Schwester <em>Grete</em> und ihrer Gier reich zu werden &#8230;</p>
<p>Ein wirklich gewagter archöologischer Forschungsbericht über Hexenhaus und Hexenwälder&#8230; sehr witzig und die Werte und Lebenseinstellungen, die mir meine Eltern und LehrerInnen vermitteln wollten (Bescheidenheit, Armut, Vertrauen u.v.a.), die hab ich nicht gefunden&#8230; Dafür Ahnungen über die Anfänge von Neoliberalismus, Patentrechte&#8230; Wirklich überraschend sind auch die Illustrationen.</p>
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		<title>David Bergmann: Der die was ?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 05:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergmann, David]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[David Bergmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth. David Bergmann wurde 1971 in einem Dorf in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-66" title="bergmann-der-die-was" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/bergmann-der-die-was.jpg" alt="bergmann-der-die-was" width="118" height="183" />Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth. David Bergmann wurde 1971 in einem Dorf in Ohio geboren, dessen Einwohner zum überwiegenden Teil von deutschen Einwanderern abstammen. Er entdeckte Mitte der 1990er-Jahre zuerst seine familiären Wurzeln in Deutschland und dann, dass er einen unbändigen Zwang verspürte, die deutschen Sprache selbst zu verstehen. Die Bekanntschaft mit Deutschsprachigen und Kurse im Goethe-Institut in Chicago verleiten ihn zu der irrigen Annahme, schon ausreichend gerüstet zu sein für ein Leben in Deutschland.<span id="more-68"></span></p>
<p>Also beschließt er, an der Universität in Göttingen zu inskribieren</p>
<p>Von Umlauts über Redewendungen bis zu synchronisierten Filmen führt die sprachliche Reise, bei der ein Amerikaner ziemlich oft in heftige Formulierungs-Fallen tappen kann: Am Telefon zu fragen „Guten Tag. Ich habe gelesen, Sie vermieten ein vermöbeltes Zimmer?&#8221; führt oft nicht zum gewünschten Ziel und das Schild „Bitte die Füße abtreten&#8221; ist keine Aufforderung zur Selbstverstümmelung.</p>
<p>Bei der Lektüre des Buches musste ich sehr oft laut auflachen, so pointiert führt Bergmann vor, wie unsere Muttersprache strukturiert ist. Bei vielen Passagen hilft es, den Text selbst laut zu lesen, um den ganzen Sinn zu erfassen.</p>
<p>Ein äußerst unterhaltsames Buch, das uns klar macht, wie sich Menschen mit anderer Muttersprache fühlen, wenn sie das erste Mal in die Geheimnisse des Deutschen eintauchen.</p>
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