Erzählung

Buchbesprechungen, News

Sei Shonagon: Kopfkissenbuch

verfasst am 02.11.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dies ist ein optisch sehr schönes Buch. Der Einband – gelb mit roten Kirschblütenzweigen – weist einem schon den Weg nach Japan; der Inhalt ist dann eine Fundgrube für Menschen, die sich für fernöstliche Kulturen und Lebensweisen interessieren. weiter »


Michail Prischwin: Der irdische Kelch

verfasst am 30.03.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

“Der irdische Kelch” beinhaltet mehrere Erzählungen des russischen Schriftstellers Michail Prischwin. Schon im Prolog stoße ich auf einen mir ungewohnten Schreibstil – in einer Sprachform, die für mich zu Beginn schwierig zu lesen war; aber es machte mich zugleich auch neugierig auf das Kommenden. Viele Passagen habe ich mehrmals gelesen, um die die Aussagen und Ausdrücke wirklich im richtigen Zusammenhang zu verstehen. weiter »


Arthur Schnitzler: Später Ruhm

verfasst am 08.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Literatenrunden in den Wiener Kaffeehäusern. Ende des 19./Beginn des 20. Jahrhunderts eine Institution. Arthur Schnitzer schrieb im Jahr 1894 eine Novelle, die einen ironischen Blick auf deren Protagonisten wirft.  120 Jahre, bis ins Jahr 2014 dauerte es, bis dieses kleine, wunderbare Stück Literatur endlich veröffentlicht wurde. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Strahlenheim

verfasst am 15.06.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diese Erzählung lebt von den Gegensätzen. Das ist einerseits das, was über das Jahr 1917 wissen und darüber, was in den folgenden Jahren geschah. Andererseits die Schilderung des Lebens im Jahr 1917, das sich noch in der alten Zeit abspielte, aber bereits dem Untergang geweiht war. weiter »


Ulrike Schmitzer: Die Flut

verfasst am 13.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Am Beginn steht ein beinahe apokalyptisches Szenario: eine rote Flut wälzt sich über das Land und bedeckt alles mit einer giftigen, alles einnehmende Masse. Wäre so etwas nicht vor ein paar Jahren tatsächlich geschehen, würde man es für reine Fiktion halten. Fiktion sind nur die Auswirkungen, unmöglich aber sind diese nicht. weiter »


Rodrigo Rey Rosa: Stallungen

verfasst am 21.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Über das hier sollten Sie schreiben“ – ein Fremder spricht den Erzähler an, wohl wissend, dass es sich bei diesem um einen bekannten Schriftsteller handelt. Anlässlich des Geburtstagsfestes zu Ehren des Großgrundbesitzers und Pferdezüchters Don Guido Carrion findet dieser Kontakt zwischen dem Erzähler und, wie sich herausstellt, dem Rechtsanwalt der Familie Carrion statt. weiter »


José Saramago: Die Geschichte von der unbekannten Insel

verfasst am 16.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein ganz kurzes Märchen, meisterlich erzählt vom Nobelpreisträger José Saramago. Saramago war ein grandioser Geschichtenerzähler, der in seinen Werken – ob kurze Novelle oder dicker Roman – immer eine eigene Welt mit viel Fanatasie und vor allem mit viel Feingefühl zum Leben erweckte. weiter »


Alice Munro: Zu viel Glück

verfasst am 05.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Erzählungen über Ereignisse aus dem Alltag, die nicht alltäglich sind. Auf knapp 360 Seiten finden 10 solcher Erzählungen Platz, jede von ihnen ein ganzer Roman. Mein Lesedebüt bei Alice Munro stellte sich schon nach wenigen Seiten als wahrhafter Glücksfall heraus. weiter »


Stefan Zweig: Brief einer Unbekannten

verfasst am 15.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von der Liebe einer Frau, die bis in den Tod andauert. Von der Gedankenlosigkeit des Mannes, der nimmt, aber alles sofort wieder vergisst. weiter »


Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren

verfasst am 19.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der schweizer Fabrikant Preising geht gerne spazieren; und er erzählt gerne von alledem, was er erlebt hat. Ausführlich ist regelmäßig beides: der Spaziergang und die Erzählung, hat Preising doch genügend Zeit für diese seine Leidenschaften. weiter »


Christoph W. Bauer: In einer Bar unter dem Meer

verfasst am 17.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über ganz „Normale“ und ganz „Eigensinnige“.
Menschen und ein Stück ihres Lebens, in kurzen Geschichten geschrieben. Eigentlich bin ich gar kein Fan von Kurzgeschichten, aber hier schaffte es Christoph W. Bauer, mich in seinen mit wenigen Seiten gefüllten Ausschnitten unterschiedlicher Lebenswelten mitzureißen! weiter »


Stefan Zweig: Angst

verfasst am 01.07.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Novelle, die bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen hat. Einerseits wird man von der über weite Strecken sehr eindringlichen Schilderung in den Bann gezogen, andererseits gründet sich die Auflösung, der Hintergrund sehr in einem längst überwundenen Rollenverständnis Frau-Mann. weiter »


Friedrich Torberg: Mein ist die Rache

verfasst am 18.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht und mit den Worten eines Mannes, der dem Naziterror entfliehen konnte. Friedrich Torberg schrieb diese Novelle über Unmenschlichkeit und Hass in seinem Exil in den USA im Jahr 1943. weiter »


Stefan Zweig: Amerigo

verfasst am 06.01.2013 von | 1 Kommentar

Es gibt ein schier unübersehrbare Menge an Ereignissen, die entscheidend für die Entwicklung der Menschheit waren. Viele davon sind den meisten von uns gänzlich unbekannt, von vielen wissen wir zwar, kennen dazu aber kaum Hintergründe, und nur über einen ganz kleinen Teil wissen wir wirklich Bescheid. weiter »


Franz Werfel: Eine blaßblaue Frauenschrift

verfasst am 08.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer könnte es Leonidas verdenken, wenn er sich für einen Liebling der Götter hält, Wer wie er schon früh auf einer Welle der glücklichen Fügungen in ein wohl geordnetes Leben gleiten konnte, der kann wohl gar nicht anders denken. Der muss fast, in all seinem Glück und Wohlbefinden, vergessen , dass es andere gibt, denen das Glück nicht so hold war. weiter »


Albert Camus: Der Fremde

verfasst am 05.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit dem Tod seiner Mutter stirbt nicht nur seine letzte Verwandte. Mit ihrem Tod verliert Meursault den einzig verbliebenen, oder überhaupt  je existenten, Faden, der ihm, weit in der Vergangenheit, Geborgenheit, der ihm Halt  gegeben hatte. Die letzte Zeit aber trieb es ihn durch sein Dasein ohne Ziel und ohne jede Ambition. weiter »


Peter Handke: Versuch über den Stillen Ort

verfasst am 15.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich bin ehrlich: gekauft habe ich dieses Büchlein nur deshalb,  weil meine Erinnerung an das, was ich in grauer Vorzeit (!) von Handke gelesen habe, heute völlig verblasst ist. Und weil alles, was ich in den letzten Jahren über Handke gehört und gelesen habe, mehr Ver- als Bewunderung hervorgerufen hat. weiter »


Haruki Murakami: Tony Takitani

verfasst am 05.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man nimmt es in die Hand, ein kleines Büchlein, es wirkt mehr wie ein Sammlerstück als etwas zum Lesen. Dann schlägt man es auf und findet aus dem Film zur Erzählung “Tony Takitani” ein paar stimmungsvolle Bilder, aus Haruki Murakamis Feder ein paar stimmungsvolle Seiten. Und stellt fest: es ist sowohl Sammlerstück als auch Literatur. weiter »


Kathrine Kressmann Taylor: Adressat unbekannt

verfasst am 23.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

So wenige Seiten und so viel wird damit gesagt. Und alles aus der Sicht einer Zeit heraus, in der es so leicht war, nichts zu wissen. Es geht um nur ein paar Monate zwischen den Jahren 1932 und 1934, in denen sich alles für immer veränderte. Freunde wurden zu Feinden, Menschen wurden zu Bestien, vor dem Hass konnten sich nur wenige verschließen. weiter »


Haruki Murakami: Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah

verfasst am 08.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch mit besinnlichen, kurzen Erzählungen und es beginnt mit der Geschichte vom 100%igen Mädchen (oder dem 100%igen Mann). Eine kurzer Augenblick im Leben, den viele nützen, mindestens ebenso viele aber verstreichen lassen und nie wieder in ihrem Leben an einen vergleichbaren Punkt kommen. weiter »


Ulrike Schmitzer: Die falsche Witwe

verfasst am 10.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie alltäglich oder wie aussergewöhnlich; wie einfach oder wie schwierig; wie ist es, ein Geheimnis über die eigene Familie über viele Jahrzehnte hinweg zu bewahren? Und was geschieht, wenn dieses Geheimnis am Ende doch gelüftet wird? weiter »


Jacques Chessex: Ein Jude als Exempel

verfasst am 02.07.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine wahre Geschichte. Genauso wahr wie erschreckend ist die Geschichte, die Jacques Chessex erzählt: über die Abgründe der menschlichen Seele, über das Ende der Menschlichkeit, über den irrationalen Hass, über das Töten, über das Wegsehen. weiter »


Paul Auster: Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte

verfasst am 19.01.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein wenig zu spät (oder auch zu früh, kommt auf den Standpunkt an) habe ich eine Weihnachtsgeschichte von Paul Auster gelesen. Obwohl ich ansonsten um “Weihnachtsgeschichten” einen weiten Bogen mache – ich finde es schon ausreichend, alle 10 Minuten “Last Christmas” im Radio zu hören. weiter »


Roberto Bolaño: Telefongespräche

verfasst am 17.01.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bolaño erzählt: kurze, einfühlsame Geschichten aus seinem Leben, aus seiner eigenen Erinnerung, aus der Erinnerung und dem Leben anderer. weiter »


Peter Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

verfasst am 11.01.2011 von | 1 Kommentar

Selten ein Buch, dessen programmatischer Titel weithin bekannt ist, das aber wahrscheinlich von den wenigsten tatsächlich gelesen wurde; zumindest erging es mir bis vor kurzem so. Ich entdeckte das Büchlein unlängst während der Feiertage in der „Schulbuchssammlung“ meiner Frau, also höchste Zeit, diese Lücke zu schließen. weiter »


Paul Auster: Das rote Notizbuch

verfasst am 09.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das rote Notizbuch ist – keine Angst, es hat nichts mit irgendwelchen roten Bibeln zu tun – ein kleines, feines Tagebuch von Paul Auster. 15 kurze, bemerkens- und merkenswerte Geschichten aus seinem Leben und dem seiner Freunde. weiter »


Albert Camus: Der Fall

verfasst am 28.09.2010 von | 3 Kommentare

Früher war er ein erfolgreicher Anwalt in Paris. Über jeden Selbstzweifel erhaben, sah er sich am Gipfel seines Schaffens. Er war für sich selbst das Vorbild des Guten, des Hilfsbereiten, des Menschen, der – so schien es – sein Dasein der Hilfe und der Hilfe für die Hilfebedürftigen widmete. weiter »


Roberto Bolaño: Lumpenroman

verfasst am 27.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von einem unbekannten Ort aus, zu einer unbekannten Zeit erzählt Bianca ihr Leben. Sie erzählt vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Verkehrsunfall starben, unterwegs zu ihrem ersten Urlaub zu zweit. Erzählt, wie sie und ihr Bruder in der Zeit danach langsam in Monotonie verfielen, wie  zuerst das Fernsehen mit seinen Quizshows zum Lebensmittelpunkt wurde, stundenlang, nächtelang. weiter »


George Orwell: Farm der Tiere

verfasst am 18.09.2010 von | 2 Kommentare

George Orwell, der Chronist der totalitären Systeme, schrieb mit “Die Farm der Tiere” ein Märchen über die schöne, heile Welt, in der alle gleich sind. Die Massen erheben sich, um die Unterdrückung durch wenige abzuschütteln, nur um sich bald darauf in einer neuen Form des Terrors und der Unfreiheit wieder zu finden. weiter »


Roberto Bolaño: Der unerträgliche Gaucho

verfasst am 29.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Jahr 2003, ein Jahr vor Roberto Bolaños Tod, erschien diese Sammlung von 7 Erzählungen. So unterschiedlich sie im Inhalt sind, gemeinsam haben alle eine Art von melancholischer Grundstimmung. weiter »


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