Don Winslow: Die Sprache des Feuers
“Keine Zeit für Formalitäten”, meint Don Winslow, “hinein in das Thema und dann Tempo, Tempo meine Herrschaften…”. Ja, so ist er der Herr Winslow und so war er auch schon im Jahr 1999. Damals veröffentlichte er den Thriller “California Fire &Life”. Der erscheint nun, 13 Jahre später, auch bei uns und der Suhrkamp-Verlag möchte damit seinen Erfolgsrun mit Don Winslow-Büchern prolongieren. weiter »


Schön, wenn man ein Buch liest und die Erwartungen daran erfüllen sich: Don Winslow ist wieder da! Nach der, für meinen Geschmack, schwer verunglückten Auftragsarbeit “Satori” meldet er sich mit einem typischen Winslow zurück. So cool, so lässig, so rasant wie man es sich wünscht.
Bobby Z ist zwar tot, aber er kann Tim Kearny noch das Leben retten. Weil die beiden einander so verdammt ähnlich sehen, soll Tim in die Rolle des Verstorbenen schlüpfen und damit sich selbst auch einen großen Gefallen tun.
Zurück in die Zeit des Kalten Krieges: für die Menschen eine bedrohliche Zeit für die Thriller-AutorInnen damals eine unerschöpfliche Quelle an Stories. Nun machte sich auch Don Winslow an die Arbeit und verließ dafür die gewohnten Gefilde rund um Kalifornien, in denen ansonsten seine Romane beheimatet sind.
Boone Daniels ist so etwas wie eine Legende unter den Surfern in San Diego. Einer, der noch zu alten Garde gehört. Doch Legende zu sein, das alleine schafft noch kein Geld ins Haus – und weil Boone zufällig auch ein ehemaliger Cop ist, holt er sich seine Dollars als Privatdetektiv.
Es beginnt 1975: College, Vietnam, CIA. Und dann zur neu geschaffenen DEA, Drogenbosse schnappen. Arthur Keller wird mitten in den Brennpunkt des Geschehens geworfen, nach Mexiko, wo schon damals (und heute noch immer, wie man fast täglich den Nachrichten entnehmen kann) ein blutiger Krieg um die Herrschaft über das Drogengeschäft tobte.
Frank Machianno, früher bekannt unter dem Namen “Frankie Machine” ist heute 60 und geniesst seinen “Ruhestand”. Einst in Diensten der Mafia, doch nun ein guter Bürger San Diegos in Kalifornien. Ein kleines Geschäft für Anglerbedarf, ein paar andere Geschäfte nebenher, alles legal, alles was die Gesetze erlauben.