K
K
Christian Klinger: Winzertod
Damit man gleich weiß, wohin man von diesem Krimi entführt wird: zu Beginn steht eine kurze Gebrauchsanweisung für Wien, eine, aus der man leicht heraus lesen kann, dass der Autor nicht nur dort lebt, sondern das auch sehr gerne tut. So eingestimmt, ist es an der Zeit ein neues Mitglied der ( soeben von mir erfundenen) Vereinigung der österreichischen Kriminalliteratur-Helden kennen zu lernen: Marco Martin (spricht man das eigentlich mit Betonung auf der 1. oder der 2. Silbe aus?), Privatdetektiv mit gehobener Klientel und Wohnsitz mitten im noblen Heurigengürtel der Stadt. weiter »
Christian Kracht: Imperium
Zur Wende vom 19. zum 20. Jarhundert sonnen sich die Menschen Europas in ihrer vermeintlichen Rolle als Gipfel der Schöpfung, sind die Einheimischen in Asien, Afrika und anderswo wenig mehr Tagelöhner, die zum Wohle ihrer Herren zu arbeiten arbeiten. Noch scheint der Kolonialismus eine Einrichtung für die Ewigkeit zu sein. In jene Zeit führt und der Roman über die Reise des August Engelhardt. weiter »
Edith Kneifl (Hrsg): Tatort Beisl
Das Wiener Beisl ist als gastronomischer Kategoriebegriff noch weniger eindeutig als das “Wiener Kaffeehaus”. Da greift die Übersetzung des Peter-Alexander-Hits “Die kleine Kneipe …” viel zu kurz, denn Beisl ist, übersetzt man es in allgemein Verständliches, entweder Kneipe oder Gasthaus oder Restaurant, in der Vorstadt oder in der City, Treffpunkt der Schickeria oder ein Szenelokal, mit oder ohne Schanigarten, Wein aus dem Doppler oder vom Edelwinzer, etc., etc. weiter »
Stephen King: Der Anschlag
Es ist zwar erst Februar, aber mein Buch des Jahres 2012 steht bereits fest: Der Anschlag, das neue Werk des Autors Stephen King ist ungeheuer fesselnd, voller unerwarteter Wendungen und es spielt mit einer Idee, die sich wohl jede und jeder schon einmal überlegt hat: Was wäre, wenn ich in die Vergangenheit reisen und Dinge, die schiefgegangen sind, verändern könnte? weiter »
Monica Kristensen: Suche
Spröde. Das ist das erste Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Spröde und kalt. Spitzbergen ist der Schauplatz dieses Kriminalromans. Es ist Winter, das heißt ewige Nacht – die Bevölkerung der kleinen Insel wartet sehnsüchtig auf jenen Tag, an dem die Sonne wieder einmal den Horizont überqueren wird und damit der langen Winternacht ein Ende macht. weiter »
Tanja Kinkel: Das Spiel der Nachtigall (Hörbuch)
Walther von der Vogelweide galt neben Wolfram von Eschenbach als einer der berühmtesten Minnesänger Europas. Und das nicht etwa, weil er so hehre Minnelieder sang. Vielmehr war der Sänger für seine scharfzüngigen Kritiken der herrschenden Verhältnisse berühmt und durchaus auch berüchtigt, für die er dennoch so spannende Worte fand, dass alle ihm beinahe lauschen MUSSTEN. weiter »
Lizl Stein, Georg Koytek: Der Posamentenhändler
Conrad Orsini geht spazieren. Stundenlang, viele Kilometer weit. Die Gegend rund um die Ringstaße in Wien ist dabei bevorzugtes Gebiet für seine Streifzüge. Jedenfalls in diesem Fall, denn der hat seinen Ausgangspunkt gleich hinter dem Volktheater, am Spittelberg. weiter »
Doris Knecht: Gruber geht
Gruber ist Mitte dreißig, liebt Bob Dylan und seinen roten Porsche. Als Manager reist er durch die Welt und landet eines Tages beruflich in Zürich. Er denkt bereits über eine lustvolle Abendgestaltung nach, doch ein knisterndes Kuvert in der Innentasche seines Designerjackets lenkt ständig ab. Der Brief ist von einem Krankenhaus an ihn gerichtet. Normalerweise geht er ja nicht zum Arzt. Ärzte sind, so Gruber, etwas für Luschen. Für Hypochonder. Für Leute auf der Suche nach Selbstmitleid. Seine Gedanken sind bald wieder bei der Idee, eine willige Frau aufzustöbern, um sie abends abzuschleppen. weiter »
Andrej Kurkow: Der wahrhaftige Volkskontrolleur
Pawel Aleksandrowitsch Dobrynin, hochanständiger Sowjet aber nicht gerade beliebt, wird auf der Kolchoseversammlung zum Volkskontrolleur ernannt. Das Amt des Arbeitskontrolleurs gilt auf Lebenszeit. Damit untersteht er der höchsten Führungsebene des Landes. Er hat allerdings auch Privilegien. Institutionen und Werke, die einer Kontrolle unterzogen werden, sind verpflichtet, den Volkskontrolleur zu verpflegen und seine Arbeit abzugelten. weiter »
Edith Kneifl: Zwischen zwei Nächten
Edith Kneifls Krimi ist erstmalig 1991 erschienen und wurde 1992 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman ausgezeichnet.
Der Roman handelt über die langjährige Frauenfreundschaft von Anna und Ann-Marie. Anna lebt in Wien, kommt aus gutbürgerlichem Hause und hat sich mit einem Architekturbüro selbständig gemacht. Ann-Marie hat ihr Kunststudium abgebrochen und ist nach New York ausgewandert, um dort ihrem Leben Sinn und Inhalt einzuhauchen. weiter »
Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Kaffeehaus
Die Menge der wirklich guten österreichischen KrimiautorInnen ist mittlerweile ja schon unüberschaubar geworden. Es sind so viele, dass sich immer wieder einige von ihnen für eine Anthologie zusammen finden, aber nie alle in einem Buch Platz finden. Diesmal sind es 13 (!) Geschichten rund rund um und über das Wiener Kaffeehaus, in dem gar merkwürdige Dinge geschehen. weiter »
Jan Kossdorff: Spam! ein Mailodram
Humor aus der intelligenten Ecke. Jan Kossdorff lässt E-Mailen, was das Zeug hält und produziert dabei ein extrem witziges Protokoll der Mailkorrespondenz von Alex und/mit seiner Internetfirma. Phänomenal und für jede Menge Lacher gut! weiter »
Edith Kneifl: Stadt der Schmerzen
Katharina Kafka begleitet ihren homosexuellen Freund Orlando nach Florenz. Orlando steht auf Sissi-Outfit, Schminke und verbringt Stunden im Bad. Die Romni Kafka ist studierte Historikerin. Scheinbar ein brotloser Job, den sie arbeitet derzeit als Kellnerin . weiter »
Alfred Komarek: Zwölf mal Polt
12 kurze Geschichten mit Polt: das ist das größte Polt-Lesevergnügen, das ich bislang hatte. Alles passt perfekt zusammen – kurze Episoden von “wie alles begann” bis “was danach geschah” mit dem Hauptdarsteller Inspektor Simon Polt. weiter »
Kracht & Nickel: Ferien für immer
„Im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, ist es ja furchtbar. Die Schweiz wäre das allerärgste, dort möcht’ ich wirklich nicht angemalt sein. Nein, nein, das Ideale ist weg, weit weg und in ein Hotel, so lang es einem passt, und dann in ein anderes.“, meinte einst der große Thomas Bernhard. weiter »
Yasmina Khadra: Wovon die Wölfe träumen
Für viele Menschen, auch für mich, ist der islamische Terrorismus schwierig bis gar nicht nachzuvollziehen. Der Autor (er benutzt als Pseudonym den Namen seiner Frau) leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis dieses Phänomens. Und er tut das in Form eines erschreckend guten Romans. weiter »
Alfred Komarek: Anstiftung zum Innehalten
Kein Polt, kein Käfer, nur Komarek. Ein kleines Buch, in dem viel über den Menschen Komarek steht, über sein Leben, seine Erfahrungen, seine Freuden. weiter »
Alfred Komarek: Doppelblick
Heinz ist tot. Er steht am Grab seines Bruders und erkennt, wie sehr er ihn vermisst. Hamburg ist einsam. Nach der Rückkehr aus Graz fehlt ihm Sabine, die gerade irgendwo in Europa Schafe fotografiert. Für Daniel Käfer beginnt das Jahr wahrhaft nicht freudigen Ereignissen. weiter »
Christian Klinger: Codewort Odysseus
Alfons Seidenbast, ehemaliger Chefinspektor der Wiener Polizei, ist auf der Flucht. Nicht vor einem Täter, nicht vor sich selbst, sondern vor der Wiener Polizei. Er hat sozusagen die Seiten gewechselt. Nun selbst gesuchter Verbrecher, verbringt er gerade einen Zwischenstopp in Griechenland. Er fühlt sich halbwegs sicher, doch plötzlich schwindet dieses Gefühl der Sicherheit, spült das Meer doch eine Hand an Land, an der noch eine Kamera baumelt. Seidenbast, eben mit der angeborenen Neugierigkeit eines Schnüfflers ausgestattet, gelingt es, sich den Film aus der Kamera anzueignen. Dadurch beginnt eine unglaubliche Odyssee… weiter »
Christian Kracht: Der gelbe Bleistift
Der Journalist und Schriftsteller Christian Kracht gilt in seiner publizistischen Heimat Deutschland als sogenannter Dandy. Diese menschliche Spezies erscheint mir als eine Symbiose aus Eleganz, Provokation, Individualismus und Kälte. Und so lesen sich auch die asiatischen Reiseberichte, die als Kolumne „Der gelbe Bleistift“ zwischen 1992 und 1999 in der „Welt am Sonntag“ erschienen sind. Wenn sie sich sensibles, ethnologisches Einfühlen in fremde Kulturen erwarten, dann sind sie hier eindeutig falsch. weiter »
Alfred Komarek: Narrenwinter
Daniel Käfer zieht einen Schlustrich: er gibt seine Wohnung in München auf, muss erkennen, dass er mit seiner Art Journalismus zu machen, niemanden mehr begeistern kann und macht sich, mitten im Winter, erneut nach Bad Aussee auf. Dorthin zurück, wo er wirklich daheim ist – diesmal mit dem konkreten Anlass, ein Buch über den Fasching im Salzkammergut zu verfassen. weiter »
Alfred Komarek: Die Schattenuhr
Der Sommer geht zu Ende und damit auch die Zeit in Bad Aussee. Daniel Käfer macht sich, mehr getrieben als gewollt, auf den Weg nach Wien, zurück in die Welt des Geld verdienens und der geschäftlichen Treffen. Nur ein kleiner Abstecher noch, bevor er das Salzkammergut hinter sich lässt, das muss sein. weiter »
Alfred Komarek: Die Villen der Frau Hürsch
Daniel Käfer auf den Spuren seiner Kindheit in Bad Aussee und bald auch auf den Spuren seiner Herkunft: ein Roman, bei dessen Lektüre man sich bald selbst mitten im Salzkammergut wähnt, die Straßen gemeinsam mit Käfer entlang geht und gemeinsam mit ihm die Menschen kennen lernt. weiter »
Dieter Kühn: Ich war Hitlers Schutzengel
4 Fiktionen sind es, die Dieter Kühn rund um das Böse, das in Person des Führers des 1000jährigen-Reiches im vergangenen Jahrhundert Europa und die Welt heimsuchte, erzählt. Was wäre geschehen, wenn, dazu gibt es schon eine ganze Menge von Bücher und Geschichten – diese Fiktionen erzählen anhand realer Personen und Ereignisse, wie die Geschichte hätte verlaufen können. weiter »
Alfred Komarek: Polterabend
Simon Polt, Gendarm im Wiesbachtal, hilft in einer klirrend kalten Vollmondnacht dem Weinbauern Karl Fürnkranz bei der Eisweintraubenlese. Als die Weinbauern und Simon im Presshaus die Trauben zu Saft pressen wollen, machen sie eine grausige Entdeckung: Aus der Weinpresse rinnt nicht nur der künftig zu Qualitätswein gereifte Traubensaft, sondern auch Blut. weiter »
Klüpfel & Kobr: Rauhnacht. Kluftingers neuer Fall
Das Ehepaar Kluftinger folgt einer Einladung der Hotelmanagerin Julia König, einer berühmten Ex-Schiolympiasiegerin, in ihr Berghotel in den Allgäuer Alpen. Gemeinsam mit dem Altusrieder Gemeindedoktor Martin Langhammer und seiner Frau Annegret geraten sie in eine tragisch-komische Geschichte rund um einen Mord. weiter »
Klüpfel & Kobr: Milchgeld. Kluftingers erster Fall
Kommissar Kluftinger ist Mitte Fünfzig, ein etwas träger Charakter, der in der hiesigen Dorfkapelle die Trommel schlägt. Wenn auch nicht, bzw. vor allem meist dann nicht, wenn gerade Probe der gesamten Kapelle angesagt ist. Kluftinger ist kein sehr redseliger Typ. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika lebt er im Allgäu, genauer in Altusried. Er liebt Käsespatzen, fett und mit viel Zwiebeln angerichtet. weiter »
Alfred Komarek: Polt muß weinen
Das ist er: der Ur-Polt, der Vater aller Brunnbach-Krimis. Der spielt in einer Zeit, als es noch Gendamerie, Fernschreiber und den Schilling gab und Handys noch etwas exotisches an sich hatten. Allerdings, dort in Brunndorf im Weimviertel, läuft alles viel unaufgeregter ab als anderswo – so unaufgeregt, man kann sich leicht vorstellen, dass auch heute noch alles so ist wie damals. weiter »
Alfred Komarek: Polt.
Das ist er nun der Simon Polt. Gendamerie-Inspektor im (freiwilligen) Ruhestand, Gelegenheits-Aushilfskraft im Kaufhaus von Frau Habesam, immer noch Herrl von Kater Cernohorsky und am Wochenende der Wirt vom Kirchenwirt. Der alte Gedamerieposten im Ort ist auch verschwunden und dessen Arbeit im Wiesbachtal hat die Polizei übernommen. weiter »
Alfred Komarek: Blumen für Polt
So ein Wiesenbach, der windet sich in seinem Bett ganz gemächlich durch die Landschaft. Hin und wieder hört man ein leises Gurgeln, dann ein Plätschern, dort wo der Bach einen moosbewachsenen Stein umspült. Unvermittelt macht er einen Bogen, umrundet einen kleinen Hügel. Man steht an diesem Wiesenbach und wundert sich manchmal, wie das Wasser überhaupt fließen kann, man sieht doch fast kein Gefälle. weiter »

