<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Literatur Blog &#187; Goebel, Joey</title>
	<atom:link href="http://www.literatur-blog.at/category/autoren/goebel-joey/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.literatur-blog.at</link>
	<description>von LeserInnen für LeserInnen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 07:07:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Joey Goebel: Freaks</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/09/joey-goebel-freaks/</link>
		<comments>http://www.literatur-blog.at/2010/09/joey-goebel-freaks/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 16:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goebel, Joey]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Joey Goebel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-blog.at/?p=670</guid>
		<description><![CDATA[Alles in nur fünf  Personen, alles war eine Gesellschaft hergibt: alt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-671" title="Freaks" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/Freaks.jpg" alt="" width="150" height="239" />Alles in nur fünf  Personen, alles war eine Gesellschaft hergibt: alt und jung, weiß und schwarz, gesund und behindert, verrückt. Diese 5, das sind die Freaks, so heißt nicht nur ihre Band, genau so werden sie von jedermann/frau gesehen: Aussenseiter, nicht Angepasste, Fremdartige, Aussergewöhnliche. <span id="more-670"></span></p>
<p>Luster, der Afroamerikaner, der immer denkt und dabei laut spricht. Opal, die Punkerin im Körper einer 80-jährigen. Aurora, die schöne Satanistin im Rollstuhl. Amber, das störrische Mädchen mit dem Talent am Bass. Ray, der Iraker, der nicht mehr arabisch sprechen will, aber Englisch auch noch nicht so richtig kann. Unterschiedlicher geht es kaum, aber sie finden zueinander, werden für einander Familie.</p>
<p>Treten Sie alleine in Erscheinung, sorgen sie schon für Aufsehen, wenn sie gemeinsam aufmarschieren, dann sieht man ihnen nach,werden sie ausgelacht, gemieden, für verrückt gehalten. Freaks eben, die man anstarrt  wie im Zoo und  froh ist, wenn es ein Gitter gibt &#8211; sicher  ist sicher. Gitter gibt es hier nicht, deshalb ist Distanz für die meisten Menschen genau die richtige Entfernung.</p>
<p>Ihre Band ist für einige die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, für andere das Nachholen der verloren Vergangenheit. Mit so unterschiedlichen Amibition haben sie doch ein gemeinsames Ziel: die große Bühne, das große Publikum und gemeinsam bauen sie an ihrer eigenen Welt.</p>
<p>Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer Person erzählt. Gut, dass bei jedem Ansatz dabei steht, wer gerade dabei ist zu denken/sprechen/handeln. So ist die Erzählung dessen, was mit dieser Person geschieht, was sie erlebt, ein Monolog der jeweils eigenen Gedanken dieser Person, vermischt mit gelegentlichen wirklichen Gesprächen mit ihrem Umfeld.</p>
<p>Nicht nur die Freaks erzählen, auch ihre jeweiligen Gegenüber tun das. Daraus entsteht ein Wechselspiel der Mißverständnisse &#8211; immer denkt jemand, was die/der andere denken könnte und liegt dabei meistens falsch. (So wie es eben ist, da brauchen wir keine Freaks dazu, genau so etwas passiert uns selbst doch jeden Tag). Eines stellt sich dabei als sicher heraus: die anderen &#8211; und es gibt eine Menge davon mit kurzen Gastauftritten -  sind mindestens genauso verrückt wie die Freaks. (Boah ej!)</p>
<p>&#8220;Freaks&#8221; ist eine Erzählung über Vorurteile, Wünsche, Traurigkeit, Resignation, Missverständnisse und vergebene Chancen. Und dann wieder über Optimismus, Eigenständigkeit, Hoffnungen und Erwartungen. Ob Goebel dabei sein eigenes Leben als Sänger einer Punkrockband als Quelle nimmt?</p>
<p>Joey Goebels &#8220;Freaks &#8211; Originaltitel: The Anomalies&#8221; war zuerst ein Drehbuch, aus dem er einen Roman machte. Geblieben ist dabei der Wechsel des Standortes &#8211; in diesem Fall der Standort der Leserin/des Lesers. Wir wechseln laufend zwischen den einzelnen Personen, die gerade am Wort sind, hin und her, wir sehen sie von innen und sehen aus ihnen mit ihren eigenen Augen hinaus.</p>
<p>Goebel überzeichnet oft und mit Leidenschaft. Das nimmt man gerne in Kauf, denn daraus entsteht ein Teil der Spannung in der Geschichte -  der andere Teil entsteht aus dem Wechsel von Trauigkeit zu Lebensfreude und am Ende wieder zurück, in tiefere Trauigkeit als zuvor.</p>
<p>Wer echt schräg mag, wird sich in diesem Buch wohl fühlen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-blog.at/2010/09/joey-goebel-freaks/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Joey Goebel: Heartland</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2009/04/joey-goebel-heartland/</link>
		<comments>http://www.literatur-blog.at/2009/04/joey-goebel-heartland/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 06:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Goebel, Joey]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Joey Goebel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-blog.at/?p=130</guid>
		<description><![CDATA[Zu Beginn ist Blue Gene einfach nur das schwarze Schaf des Mapother-Klans. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-131" title="goegel-heartland" src="http://www.literatur-blog.at/wp-content/uploads/goegel-heartland.jpg" alt="goebel-heartland" width="150" height="239" />Zu Beginn ist Blue Gene einfach nur das schwarze Schaf des Mapother-Klans. Während seine Familie die Kleinstadt Bashford mit Geld und Verachtung für das Volk dominiert, lebt Blue Gene mehr schlecht als recht von gelegentlichen Verkäufen am Flohmarkt auf dem er Spielzeug aus seinen Kindetagen anbietet.<span id="more-130"></span></p>
<p>Als eines Tages Elisabeth seinen Mutter dort auftaucht beginnt sich seine ruhige &#8211; oder eintönige? &#8211; Welt zu verändern. Blue Gene als Wahlkampfhelfer für seinen Bruder John, Blue Gene als Verbindung der Mapothers zu den &#8220;einfachen&#8221; Menschen von Bashford, deren Welt und deren Lebensumstände er teilt.</p>
<p>Rund um die Mapothers &#8211; Vater Henry, Mutter Elisabeth, Johns Frau Abby, seinen Sohn Arthur, John und Blue Gene &#8211; entsteht das Abbild amerikanischer Kleinstadttradition: Patriotismus und wiedergeborene Christen, Monster-Trucks und Wrestling.</p>
<p>Eine Welt, in der selbst die nicht Angepassten in Wahrheit doch gänzlich angepasst sind, in der die Wohlhabenen verächtlich auf die Unterpriviligierten hinabsehen. Eine Welt, in der jede Opposition mit dem Wort &#8220;unpatriotisch&#8221; gebranntmarkt wird. Eine Welt, der John Mapother nach seiner Wahl zum Kongress wieder die richtigen Werte bringen soll.</p>
<p>Blue Gene sucht den Weg zurück in seine Familie nur um dabei zu erfahren, dass es Geheimnisse in seiner Vergangenheit gibt, die den Mapother Klan in seinen Grundfesten erschüttern würden, gerieten sie an die Öffentlichkeit. Annäherung und Abneigung sind die Faktoren, die das Leben der Familie im Inneren bestimmen, während nach außen die Wiederbesinnung auf die amerikanischen Grundwerte gepredigt wird.</p>
<p>Die 713 Seiten des Buches hinterlassen bei mir einen Endruck der Verwirrung: ist es eine Satire auf das Amerika des George W. Bush ? Ist es einen Familiensaga in einer Linie mit den Ewings oder den Carringtons? Ist es eine Abrechung mit verkrusteten Eliten, die im Land die Fäden ziehen?</p>
<p>Für keine dieser Möglichkeiten kann ich mich entscheiden. Genau das fehlt mir bei Goebels Heartland: die vielen Kehrtwendungen in der Handlung machten es mir schwer die wahre Geschichte dahinter zu sehen. Einige Seiten weniger und dafür einige fertig gedachte Gedanken mehr hätten dem Buch nach meinen Geschmack gut getan.</p>
<p><em>Heartland erschien im Sommer 2008, einige Monate bevor Barack Obama seine Wahlsieg feierte. Das lässt die Hoffnung, dass Weitsicht, soziale Verantwortung und freies Denken letztendlich doch über das Kleinstadt-Spießertum die Oberhand behalten werden. </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-blog.at/2009/04/joey-goebel-heartland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

