Felix Haas schreibt im LiteraturBlog

Felix Haas wuchs in Berlin auf, studierte Physik sowie Mathematik und lebte unter anderem in Frankreich, den USA und Mexiko. Heute lebt und arbeitet er in Zürich.

Bisher 4 Beiträge von Felix:

Milan Kundera: Der Scherz

verfasst am 15.04.2015 | 0 Kommentare

Mit seinem Erstlingsroman „Der Scherz“ ist Milan Kundera 1967 ein grosser Wurf gelungen durch den sich sein Autor auf Anhieb als ein besonders vielseitig begabter Schriftsteller etablierte. Kundera zeigt in ihm sowohl seine erzählerischen Stärken, als auch seine technische Versiertheit. Schnell werden wir in einen Erzählfluss gesogen, der uns mit seinen Figuren mitleiden lässt und mit jeder Seite gierig auf die nächste macht. weiter »


John Banville: Die See

verfasst am 15.02.2015 | 0 Kommentare

„They Departed, the gods, on the day of the strange tide.“ Warum lässt ein Autor seinen Roman so anfangen? Welche Eindrücke und Erwartungen weckt er damit bei uns, seinen Lesern? Während wir von diesem ersten Satz zum zweiten springen, kommen uns zwei Möglichkeiten in den Sinn: Entweder schreibt hier jemand, der wirklich ein Meister seiner Kunst ist, oder jemand, der fest davon überzeugt ist ein solcher zu sein. Für Banville jedoch scheint beides zu gelten.

Die See, Banvilles bereits vierzehnter Roman, der 2005 erschien, und im selben Jahr den prestigeträchtigen englischen Man Booker Prize gewann, ist ein vor allem linguistisch sehr anspruchsvoll angelegtes Projekt, das jedoch immer wieder über die Selbstüberzeugung seines Autors stolpert. weiter »


André Aciman: Ruf mich bei deinem Namen

verfasst am 10.11.2014 | 1 Kommentar

Vielleicht die grösste Schwierigkeit über André Acimans eleganten Roman „Ruf mich bei deinem Namen“ zu reden ist, diesen nicht durch die etwas pauschal klingenden Genres zu erschlagen, in die er sicherlich äusserlich passt. Die Begriffe Sommerromanze oder Gay Lit rufen besonders qualitativ völlig falsche Assoziationen hervor, die jedoch rein formal auf den Roman zutreffen mögen.

„Ruf mich bei deinem Namen“ ist die Geschichte der Liebe des 17 jährigen Eliot und des 24 jährigen Oliver, die Mitte der 80er Jahre einen kurzen gemeinsamen Sommer im Haus von Eliots Eltern an der italienischen Mittelmeerküste verbringen. weiter »


Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld

verfasst am 31.07.2014 | 0 Kommentare

Das Museum der Unschuld erzählt uns von der ein halbes Leben andauernden Liebe zwischen Kemal, dem jungen Mann aus gutem Hause, und seiner mehr als zehn Jahre jüngeren entfernten Verwandten, Füsun. Im Istanbul der 70er Jahre trifft der anfangs erst 30 jährige Kemal seine 18 jährige Verwandte zufällig in dem Bekleidungsgeschäft wieder, in dem sie arbeitet. weiter »



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