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	<title>Literatur Blog &#187; Elke</title>
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	<description>von LeserInnen für LeserInnen</description>
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		<title>Benedict Wells: Fast genial</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 23:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Wells, Benedict]]></category>
		<category><![CDATA[Benedict Wells]]></category>

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		<description><![CDATA[Francis Dean, knapp achtzehn Jahre alt, wohnt mit seiner manisch-depressiven Mutter Katherine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span><img class="alignleft  wp-image-1485" title="Fast genial" src="/wp-content/uploads/Fast-genial.jpg" alt="" width="150" height="238" /></span>Francis Dean, knapp achtzehn Jahre alt, wohnt mit seiner manisch-depressiven Mutter Katherine in einem Trailerpark am Stadtrand von New Jersey. Hier leben Penner, Verrückte und kaputte Familien. Francis fühlt sich als Loser, vergeigt die Schule und hat Angst, in diesem Kaff ohne Zukunftsperspektive hängen zu bleiben. Seinen leiblichen Vater kennt er nicht. <span id="more-1476"></span>Seine Mutter meinte, sie hätte mit ihm eine kurze Affäre gehabt, könne sich nicht mehr wirklich an ihn erinnern. Nachdem Francis seine Mutter wieder mal mit Hilfe des psychiatrischen Notdienstes in der Klinik unterbringen lassen muss erfährt er von ihr, dass er ein Retortenbaby ist. Gezeugt bei einem Experiment zur Züchtung menschlicher Genies. Francis begibt sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater. </p>
<p>Francis besucht täglich seine Mutter in der Klinik und lernt dort Anne-May kennen. Sie ist aufgrund eines Suizidversuches untergebracht. Er ist fasziniert von ihrer Persönlichkeit und stattet ihr bald ebenfalls täglich einen Besuch ab. Nur zögerlich bildet sich zwischen beiden ein Band.</p>
<p>Eines Tages versucht Francis Mutter sich das Leben zu nehmen und hinterlässt ihm einen Brief, in dem sie ihm die Wahrheit über seinen leiblichen Vater erklärt. Francis ist ein Retortenbaby, gezeugt in einem Experiment, in dem die Gene hochintelligenter Menschen zur Züchtung einer neuen Elite weitergegeben werden sollten. Sein Vater soll ein Wissenschaftler aus Harvard sein.</p>
<p>Francis gibt seinem Stiefvater Rayn die ganze Schuld an der Misere seiner Mutter. Dieser hat nach der Scheidung seinen Bruder alleine mitgenommen und ihn zurück gelassen. Doch auf der Suche nach seiner wahren Identität springt er über seinen Schatten und sucht den ihm verhassten Stiefvater auf. Er borgt sich 5000 Dollar, um sich auf den Weg zu machen, seinen leiblichen Vater zu finden. Dabei begleiten ihn sein Freund Groover und das Mädchen Anne -May, in die er sich mittlerweile verliebt hat.</p>
<p>Auf dem Weg nach Los Angeles erleben die drei jungen Menschen eine aufregende Zeit. Allen gibt das Gefühl von Freiheit und Zukunft den nötigen Antrieb, um diese Reise durchzuhalten. Francis setzt alles daran, in der Klinik, in der die Experimente durchgeführt wurden, den Namen seines Vaters zu erfahren.  Dabei erlebt er eine überraschende Wende.</p>
<p>Ein flüssig geschriebener Roman über drei junge Menschen auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens und der Erkenntnis, dass Sozialisation und eigene Anstrengung wichtige Voraussetzungen sind, ein zufriedenes Leben gestalten zu können. Da helfen weder Gene genialer Erzeuger noch ein überdurchschnittlicher IQ.</p>
<p>Die letzten Kapitel des Buches wäre meines Erachtens nicht notwendig gewesen. Dadurch erhält das Buch den Touch „jetzt wusste der Autor nicht mehr, wie er den Abschluss genial hinbekommt.“ </p>
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		<title>Jörg Juretzka: Freakshow</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 23:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juretzka, Jörg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Juretzka]]></category>

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		<description><![CDATA[Privatdetektiv Kristof Kryszinski ist pleite. Er verliert seine Wohnung und müsste eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1496" title="Freakshow" src="/wp-content/uploads/Freakshow.jpg" alt="" width="150" height="246" />Privatdetektiv Kristof Kryszinski ist pleite. Er verliert seine Wohnung und müsste eigentlich seinen Hund aus dem Tierheim befreien. Und das geht nicht ohne Geld. Also muss er sich einen Job suchen. Dringend. Er übernimmt einen Dienst als Wachmann in einer forensischen Klinik inklusive Dienstwohnung. Ein Problem weniger! <span id="more-1468"></span>Kryszinskis Auftrag ist es, die Sabotage am Neubau der Klinik zu verhindern. Doch plötzlich geschehen absurde Dinge! Pädophilie, Autodiebstahl und eine völlig gestörte religiöse Sekte konfrontieren Kristof gleichzeitig. </p>
<p>Tempus fugit! <br />Unter Zeitdruck hat Kryszinski so ganz eigene Vorstellungen von Ermittlungsmethoden!</p>
<p>Nachdem Kristof seinen Job in der Einrichtung der Elenor-Nathmann-Stiftung antritt, steht plötzlich sein Freund Perfrancesco Scuzzi vor seiner Dienstwohnung. Die Wohnung sei abgebrannt.</p>
<p>„Ich sagte nicht: wie furchtbar. Ich sagte nicht: Oh mein Gott, da hast du ja gerade noch mal Glück gehabt. Ich sagte aber auch nicht: wie oft hab ich dir gesagt, du sollst die Scheiß-Kifferei im Bett lassen? Stattdessen sagte ich: Wie blöd kann man denn sein? Die eigene Hucke abzufackeln?“ (25). <br />Tja, und plötzlich wird aus der Dienstwohnung eine Wohngemeinschaft mit allerlei Schwierigkeiten.</p>
<p>Als Detektiv macht sich Kristof an die Arbeit, um die ihm quasi „zufallenden“ absurden Fälle zu lösen. Das führt bald zu chronischem Schlafmangel. Die Misshandlung des Behinderten Alfred, Bewohner der psychiatrischen Einrichtung, macht ihm ziemlich zu schaffen. Daneben gilt es einen als gestohlen gemeldeten Bugatti zu finden und endlich seinen Hund Struppi aus den Fängen der Tierheimbetreiberin Frau Spirititolu befreien. Am meisten Kopfweh bereitet ihm aber die Suche nach einem pädophilen Sadisten – einem ehemaligen Luxemburger Richter &#8211; der einen Jungen für seine grausamen Zwecke aufzuspüren versucht. Diesen Jungen muss Kristof unbedingt schützen.</p>
<p>Dabei bewegt er sich in einem Milieu, das eher am Rande der Gesellschaft zu finden ist. Kryszinski trifft bei seinen Ermittlungen auf psychisch Kranke, Behinderte, sexbesessene Jugendliche, ein Mädchen ohne Schmerzempfinden (die sich mit einer Nadel ins Auge sticht ohne mit der Wimper zu zucken), eine fundamentalistisch-religiöse Sekte, in deren Augen PsychiatriepatientInnen abartig seien und daher keine Lebensberechtigung hätten und andere Freaks.</p>
<p>Ein sehr komplexer Krimi. Durch die vielen gleichzeitigen Handlungsstränge wird das Lesen teilweise anstrengend.  Aufgrund der Skurrilität, der Ironie und der absurden schrägen Dialoge, sowie der dahinter stehenden ernsthaften Themen ist das Buch allerdings sehr lesenswert!</p>
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		<title>Ono Mothwurf: Werbevoodoo</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2012/01/ono-mothwurf-werbevoodoo/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 14:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Mothwurf, Ono]]></category>
		<category><![CDATA[Ono Mothwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommissar Thomas Wondrak ist Mitte Vierzig und lebt in Fürstenfeldbruck in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1494" title="Werbevoodoo" src="/wp-content/uploads/Werbevoodoo.jpg" alt="" width="150" height="249" />Kommissar Thomas Wondrak ist Mitte Vierzig und lebt in Fürstenfeldbruck in der Nähe von München. Er lebt alleine, einziges weibliches Wesen an seiner Seite ist seine Katze Charlotte. Thomas Wondrak zeichnet sich beruflich dadurch aus, dass er die höchste Aufklärungsquote Bayerns zu verzeichnen hat!<span id="more-1470"></span></p>
<p>Die nächsten Aufgaben warten bereits erledigt zu werden. Mehrere Todesfälle in einer Werbeagentur bereiten ihm Kopfweh, denn die Todesursache  lautet immer „gestorben auf natürliche Weise, Diagnose Schlaganfall“. Das ist für Wondrak sehr verdächtigt, es sind einfach zu viele Tote. Daneben beschäftigt ihn ein weiterer Fall. Ein Paket-Auslieferin, im Nebenjob bei einer Sex-Hotline tätig, ist verschwunden. Die Zeit, sie lebend aufzufinden, ist knapp.</p>
<p>In der Werbebranche herrscht harte Konkurrenz unter den GrafikerInnen. Ein besonders aufstrebender Bursche ist Timo, der vor allem vom Chef der Werbeagentur SCP, dem alten Schneidervater, gepuscht wird. Das macht natürlich Feinde. Plötzlich bleiben zwei Armbanduhren stehen. Exakt um 23:24 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt machte auch das Herz der jungen Frau Selena, Timos Freundin, den letzten Schlag. Timo ist fest davon überzeugt, dass Selena ermordet worden ist. Doch als Beweis reichen deren beide Armbanduhren nicht aus. Hat es Wondrak hier gar mit einer „Ferntötung“ zu tun? Dieser Ansatz wird seinem Vorgesetzten gar nicht schmecken.</p>
<p>Außerdem kommt er im Fall Carla auch nicht wirklich weiter. Diese Frau scheint nicht einmal jemanden zu fehlen!</p>
<p>Aber Wondrak, der in Bayern lebende Österreicher mit norwegischen Wurzeln (geniale Mischung :o) gibt seinem Chef weiter Anlass zu Stolz, denn die Aufklärungsstatistik stimmt schlussendlich wieder!</p>
<p>Der Plot, der Kriminalfall selbst, war anstrengend zu lesen. Die Machenschaften und Arbeitsweisen in der Werbeargentur fand ich verwirrend, der Kriminalfall blieb außen vor.</p>
<p>Kommissar Thomas Wondrak ist allerdings eine sympathische Figur, der trotz seines Single-Daseins sehr geschickt mit dem weiblichen Geschlecht umzugehen versteht. Sein Charme im Umgang mit seiner Kollegin, seiner Nachbarin und natürlich der Katze Charlotte ist höchst amüsant zu lesen!</p>
<p>Wer noch etwas über die perfekte Crema eines Espressos wissen möchte und wie man mit einem wirklich guten Kaffee Geständnisse von Verdächtigten bekommt – dann bitte &#8211; den Roman lesen :o)</p>
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		<title>Max Bronski: München Blues</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2012/01/max-bronski-munchen-blues/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 18:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bronski, Max]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Max Bronski]]></category>

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		<description><![CDATA[Wilhelm Gossec betreibt einen Antiquitätenladen im Schlachthofviertel von München. Sein Geschäft liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1495" title="München Blues" src="/wp-content/uploads/Muenchen-Blues.jpg" alt="" width="150" height="237" />Wilhelm Gossec betreibt einen Antiquitätenladen im Schlachthofviertel von München. Sein Geschäft liegt nahe der Theresienwiese und da findet jährlich das Oktoberfest statt.<span id="more-1469"></span></p>
<p>In einer dieser alkoholgeschwängerten Nächte liegt vor Gossecs Geschäft ein betrunkener und verletzter Mann. Gossec verarztet ihn, dabei stellt sich heraus, dass es sich um den bayrischen Politiker Ernst Hirschböck handelt. Doch dem Herrn fehlen plötzlich wichtige Immobilienunterlagen, die bei Gossec vermutet werden. Da ist der verhinderte Privatdetektiv auch schon in einen Mordfall verwickelt.</p>
<p>Wilhelm Gossec geht das Gefeiere auf der Wiesn ziemlich auf die Nerven.</p>
<p>„Was auf dem Oktoberfest stattfindet, überschreitet die Grenzen der menschlichen Vernunft und Vorstellungskraft in einem solchen Maße, dass nur beherzte Bezifferungen helfen, ein Bild davon zu vermitteln: Von den sechs Millionen Besuchern ergattern allenfalls zwei Millionen einen Platz im Biergarten. Ein Viertel davon ist ein glatter Ausfall, weil sie nur Kaffee, Wein, Saft oder Schnaps trinken, zu jung, zu alt oder zu invalid sind und damit die sechs Millionen Maß Bier dem Rest überlassen. Die schütten demnach pro Kopf vier Liter in sich hinein. […] So abgefüllt, torkeln, taumeln oder stolpern Tausende von Besuchern Richtung Innenstadt. Wenn sie körperlich unbeschadet die stark befahrene Lindwurmstraße überquert haben, suchen sie schnurstracks Seitenstraßen auf, um, von der macht bis dahin sekundärer Bedürfnisse getrieben, irgendwo in einer nahe gelegenen Einfahrt oder einem Hausgang zu kotzen, zu pissen oder sich endlich gegenseitig an die Wäsche zu gehen. Im Prinzip stehen sie dann direkt vor meinem Laden.“ (S 8)</p>
<p>Wie vorab bereits befürchtet trifft genau das ein. Da liegt ein betrunkener und verletzter vor seinem Laden!</p>
<p>Nachdem er Ernst Hirschböck hilft, gut nachhause zu kommen, wird zu gleichen Zeit sein Freund Julius mit der Kündigung seiner Wohnung im Schlachthofviertel konfrontiert. Willhelm Gossec sagt seinem Freund natürlich Unterstützung zu, lässt ihn bei sich wohnen, und ja, das kommt gar nicht gut!</p>
<p>Gleichzeitig wird Gossec verdächtigt, sich der geheimen Immobilienpapiere selbst bemächtigt zu haben und dann gibt es plötzlich auch noch einen Toten. Gossec macht sich auf die Suche nach den geheimen Schriftstücken und ermittelt &#8211; selbst immer bedroht &#8211; „nebenbei“ in der Mordsache. Bei seinen Nachforschungen gerät er in die Machenschaften korrupter Politiker und Immobilienhaie. Das Vorzeigeprojekt, das Schlachthofviertel in eine noble Gegend umzuwandeln, verhindert Wilhelm Gossec höchst erfolgreich!</p>
<p>Ein gelungener und humorvoller Krimi! Sehr sympathische Protagonisten! In dem mit Witz geschriebenen Buch nimmt der Autor die Münchner Politik gehörig auf die Schaufel!<br />An schräge Coverbilder von Taschenbüchern muss ich mich erst gewöhnen!</p>
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		<title>Max Bronski: Schampanninger</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/12/max-bronski-schampanninger/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bronski, Max]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Max Bronski]]></category>

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		<description><![CDATA[Es weihnachtet. Irgendwie. Doch Wilhelm Gossec, Antiquitätenhändler in München, kann die Vorweihnachtszeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1493" title="Schampanninger" src="/wp-content/uploads/Schampanninger.jpg" alt="" width="150" height="237" />Es weihnachtet. Irgendwie. Doch Wilhelm Gossec, Antiquitätenhändler in München, kann die Vorweihnachtszeit nicht richtig genießen. Er hat beruflich gerade viel zu tun. Auf dem Heimweg zurück in seinen Laden &#8211; er hat ein paar wirklich lukrative Einzelstücke für das Weihnachtsgeschäft erstanden &#8211; trifft er auf einen Mann im Nikolauskostüm. Einem völlig betrunkenen! <span id="more-1471"></span></p>
<p>Es ist Vierthaler, ein bekannter Münchner Obdachloser, der nervlich völlig am Ende ist. Die Kombination &#8211; Betrunken und Nikolaus – das kommt ganz, ganz schlecht. Gossec soll ihn als Nikolaus vertreten, er müsse nur eine Rede halten und Spenden für die Obdachlosen sammeln. Diesem wohltätigen Zweck widmet sich Wilhelm Gossec nur unter Druck und stimmt dann dieser wahrlich wichtigen Vertretung nicht ganz unfreiwillig zu. Prompt wird er niedergeschlagen und landet in einem vorweihnachtlichen Kriminalfall!</p>
<p>Vierthaler wurde von einer Altenstiftung als Nikolaus gebucht und nun soll Gossec in seiner Vertretung eine Rede halten. Immerhin sollen Nikoläuse ihren Job als ehrenvolle Aufgabe betrachten. Betrunken ist das so eine Sache. Denn auch Kinder sind zu beschenken, damit ist auch die Vorbildwirkung eine Wichtige! Ein guter Eindruck soll bestehen bleiben. Gossec übergibt sein Antiquitätengeschäft vertrauensvoll seinem Freund Julius. Dann macht er sich dann auf den Weg, Spenden für die Münchner Obdachlosen zu sammeln und findet sich in der beschaulichen Adventzeit niedergeschlagen und seiner Freiheit beraubt wieder, anstatt seine Rede halten zu können.</p>
<p>Nix mit Glühwein und losem Geplänkel mit den SenionrInnen. Schneller als er denken kann, ist er verwickelt in Bankraub, Kokainhandel und Spendenunterschlagung.</p>
<p>Damit legt sich Gossec allerdings mit dem bekannten Münchner Gastronomen, dem Sternekoch und Liebling der Münchner Schickeria Berni Bernhammer und seinem wohltätigen Verein an. Aber Gossec verhilft charmant den Münchner Obdachlosen zu einer exquisiten Weihnachtsspende!</p>
<p>„In der Schickeria, do samma daham….“ sang einst auch Fendrich… damals – noch kritischer Denker &#8211; war er selbst noch nicht Teil dieser  Gesellschaftsschicht. Mittlerweile&#8230;???</p>
<p>Auch der Autor Max Bronski demaskiert auf charmante Art und Weise die Münchener Schickeria und den ganzen weihnachtlichen Wohltätigkeitszirkus, der doch nur eine willkommene Gelegenheit für die Herrschaften ist, gesehen zu werden und mit vorgeschobener Wohltätigkeit protzen zu können. Hauptsache den Leuten gefällt das! <br />Show must go on!</p>
<p>Ein toller und wunderbar ironischer Krimi! Dazu braucht es nicht Kenntnis der Münchner Szene, es genügt, ÖsterreicherIn zu sein :o)</p>
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		<title>Claudia Rossbacher: Steirerblut</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/12/claudia-rossbacher-steirerblut/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 17:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rossbacher, Claudia]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Rossbacher]]></category>

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		<description><![CDATA[Sandra Mohr wird in ihre Heimatgemeinde Krakau geschickt, um den grausamen Mord [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1492" title="Steirerblut" src="/wp-content/uploads/Steirerblut.jpg" alt="" width="150" height="250" />Sandra Mohr wird in ihre Heimatgemeinde Krakau geschickt, um den grausamen Mord an einer Enthüllungsreporterin aufzuklären. Überraschenderweise bekommt sie Verstärkung aus Wien. Sascha Bergmann, ein sarkastischer und bornierter Kriminalbeamter, bringt Sandra mit seinen Sprüchen mehr als aus der Ruhe. Irgendwie scheinen die beiden nicht kompatibel. Trotzdem versuchen beide ihrer Aufgabe, der Aufklärung des Mordes an Eva Kovacs, gerecht zu werden.<span id="more-1472"></span></p>
<p>Sandra reist also von Graz, wo sie im LKA als Abteilungleiterin tätig ist, in ihr steirisches Heimatdorf. In ihrer Ermittlungsarbeit wird sie zwangsläufig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie hat nicht gerade ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, und ihr Halbbruder zählt zu den Verdächtigen. Daneben bekommt sie Unterstützung durch ihren Ex-Geliebten Max, der bei der heimischen Polizei beschäftigt ist. Zwischen den beiden Polen, besetzt durch ihren chauvinistischen  Partner Sascha und ihrem biederen Ex-Lover Max, lässt es sich Sandra allerdings ganz gut aushalten.</p>
<p>Die tote Journalistin scheint an brisanten Themen gearbeitet zu haben, die auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten sollen. So spannt sich der Bogen der Ermittlungsarbeiten bald über die Bereiche Korruption, Wirtschaftskriminalität und Pornographie. Und das auf dem Land, wo quasi die Dorfbewohner zusammenhalten und solche Verbrechen doch nur aus dem Fernsehen kennen. Versehen mit diesem Weltbild blockieren die KrakauerInnen die Arbeit von Sandra und ihrem Kollegen aufs Äußerste. Bloß das Bild der heilen Welt aufrecht erhalten!</p>
<p>Ein verzwickter Fall, der sich erst langsam entwirrt.</p>
<p>Die Autorin hat einen guten Plot entworfen, spannend, leicht lesbar und unterhaltsam. Eine  durchaus empfehlenswerte Lektüre! Ich freue schon auf ein weiteres Werk von Claudia Rossbacher.</p>
<p>Abschließende Anmerkung: ich hätte mir das Buch selbst nie gekauft. Nicht aufgrund des Klappentextes, sondern des biederen Umschlagbildes wegen, das sich noch dazu „gucklochherzerl“ nennt!! :o)<br />Künftig werd ich versuchen, mich unvoreingenommen an solche Einbände anzunähern….</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Jörg Juretzka: Alles total groovy hier</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/12/jorg-juretzka-alles-total-groovy-hier/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 20:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juretzka, Jörg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Juretzka]]></category>

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		<description><![CDATA[Schisser, der Anführer der Bikergang Stormfuckers aus Mühlheim ist im Auftrag seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1498" title="Alles total groovy hier" src="/wp-content/uploads/Alles-total-groovy-hier.jpg" alt="" width="150" height="250" />Schisser, der Anführer der Bikergang Stormfuckers aus Mühlheim ist im Auftrag seiner Clique nach Spanien gereist. Mit 180.000 Euro auf der Reise sucht er für alle einen Platz an der Sonne, um sich dort auf Dauer in der Stormfucker-Ranch niederzulassen zu können. Plötzlich gibt es von Schisser kein Lebenszeichen mehr und Privatdetektiv  Kristof Kryszinski macht sich gemeinsam mit dem ständig eingekifften Scuzzi auf den Weg in den Süden, um den Freund Schisser aufzuspüren.<span id="more-1466"></span></p>
<p>Auf der Suche nach Schisser und dem Geld landen Kryszinski und Scuzzi in der &#8220;Paradise Lodge&#8221;, einem Campingplatz für Aussteiger. Diese erscheinen eher als in den 1970igern hängengebliebene Hippies in Dauerdröhnung. Zwischen den Althippies und Blumenkindern finden die beiden Angereisten Anzeichen, dass Schissers hier gewesen sein muss. Kryszinskis Nachforschungen bleiben jedoch erfolglos, denn die Camper haben absolut kein Interesse an der Aufklärung und boykottieren seine Ermittlungen. Selbst sein Freund Scuzzi wechselt in das feindselige Lager der Hippies.</p>
<p>Kryszinski gibt aber nicht auf und kommt mit kriminalistischem Gespür und Dank vieler Zufällen einer ungewöhnlichen Geschichte auf die Spur.</p>
<p>Dieses Buch ist ein weiterer unverschämter, ausgeflippter Krimi.<br />Die Coolness der Stormfuckers und anderer Protagonisten erreicht manchmal eine Beschreibung, die mir schon sehr überzogen scheint.<br />Trotzdem witzig und schnell gelesen.</p>
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		<title>Beate Maxian: Tod dem Knecht</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/12/beate-maxian-tod-dem-knecht/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 14:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Maxian, Beate]]></category>
		<category><![CDATA[Beate Maxian]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Söllnerin ist nicht gerade schockiert, als ihr Mann tot im Bett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1497" title="Tod dem Knecht" src="/wp-content/uploads/Tod-dem-Knecht.jpg" alt="" width="150" height="239" />Die Söllnerin ist nicht gerade schockiert, als ihr Mann tot im Bett aufgefunden wird. Ihr Mann, ein schwerer Alkoholiker, hat das zeitliche gesegnet, worauf hin Inspektorin Sandra Anders und ihre Assistentin ihre Ermittlungen aufnehmen. Beide glauben nicht an den natürlichen Tod des ehemaligen Knechtes. Der Pathologe gibt ihnen recht. Keine Leberzirrhose oder Tod aufgrund anderer alkoholkonsumbedingter Organschäden. Gestorben ist der alte Mann aufgrund des Giftes der Herbstzeitlose!<span id="more-1467"></span></p>
<p>Der Tod ereilt den alten Söllner am 15. August, Maria Himmelfahrt sei ein guter Tag zum Sterben. Dreiundachtzigjährig verlässt er die irdische Welt und hinterlässt bei seiner Ehefrau keine Trauer.</p>
<p>Ein schwerwiegendes Ereignis in der Zeit des Zweiten Weltkrieges verfolgt Maria Söllner bis in die heutige Zeit.</p>
<p>Sie wurde nicht vom Schicksal verwöhnt. Sie hat ihren Bruder Jakob verloren, da war dieser noch ein Kind. Der Junge war Epileptiker, geistig etwas zurück geblieben. Im  Hitlerregime war ein psychisch erkranktes und körperlich behindertes Kind eine Bedrohung der reinen Rasse der Arier. So landete der Bub in Niedernhart, dort erlag er einem Herzstillstand (?). Bald darauf starb auch Marias die Mutter, aus Gram und Kummer über den Tod des Sohnes. Da blieb nur der Knecht, der Söllner als Bezugsperson, über. Maria heiratete  ihn, um mit seiner Kraft und Erfahrung in der Landwirtschaft den Hof bewirtschaften zu können.</p>
<p>Der Knecht bewahrt allerdings ein Geheimnis. Maria erkennt bald den dunklen Schatten der Vergangenheit, doch sie kann sich dem Verrat erst sehr spät entziehen.</p>
<p>Mit dem Springen zwischen Gegenwart und Vergangenheit (die Zeit des Hitlerregimes) beschreibt die Autorin, wie im Milieu der Bauern trotz Verrat, Vertrauensverlust und der Norm, ein angepasstes Leben zu führen  und den  Alltag auszuhalten eine Ehe langsam, sehr langsam, zerbricht. Und dies beschreibt Beate Maxian sehr einfühlsam und verständnisvoll!</p>
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		<title>Jörg Juretzka: Der Willy ist weg</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 04:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juretzka, Jörg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Juretzka]]></category>

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		<description><![CDATA[Kristof Kryszinski ist Privatdetektiv, Ex-Knasti, Biker und Freund der Rockergang Stormfuckers. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1480" title="Der Willy ist weg" src="/wp-content/uploads/Der-Willi-ist-weg.jpg" alt="" width="150" height="250" />Kristof Kryszinski ist Privatdetektiv, Ex-Knasti, Biker und Freund der Rockergang Stormfuckers. Sie alle leben bei Willy, dem Erben und Besitzer einer Nobelvilla. Willy ist bekennender Dagmar Berghoff-Verehrer, der er wöchentlich Briefe schreibt. Während sich Kristof gedanklich und real schon auf seinen neuen Job konzentriert – er soll eine entführte junge Drogensüchtige aus dem Amsterdamer Rotlichtviertel nach Deutschland zurückzubringen – ist daheim in Mülheim plötzlich die Hölle los. Der Willy ist weg!<span id="more-1465"></span></p>
<p>Kristof stolpert von einem Fall in den nächsten.</p>
<p>Der Detektiv weiß es wie es ist, wenn die Angst, von der Droge getrennt zu werden so groß wird, dass keine anderen Ängste mehr Platz haben. Er wurde im Knast entwöhnt, und ist seither clean. Doch er ahnt wie, schwierig es sein wird, das Mädchen zu überzeugen, nachhause zu kommen. Genauso kommt es auch…</p>
<p>Gleichzeitig soll Schnüffler Kristof Herrn Knauff, Projektleiter eines neuen Lokals der großen amerikanischen Fast-Food-Kette McDagoberts davor bewahren, dass die Fertigstellung des Gebäudes ständig Anschlägen der Verwüstung ausgesetzt ist (vor allem dieser bescheuerte Clown mit dem Kinderfickergrinsen […]  S 56).</p>
<p>Und dann der Willy!! Er taucht nicht mehr auf. Bei den Stormfuckers geht ein Erpresserschreiben ein, in dem eine ziemlich hohe Summe an Lösegeld gefordert wird. Als Draufgabe gibt es dann auch noch einen amputierten Finger von Willy per Post.<br />Damit stehen die Zeichen auf Sturm!</p>
<p>Waren es die rechtsradikalen Eierköpfe? Es gibt Gerüchte über einen geplanten Racheakt an den Stormfuckers. Oder steckt gar die Mafia dahinter?</p>
<p>Kristof versucht einen Fall nach dem anderen zu lösen und greift dabei auf die Hilfe seiner Gang zurück. Leider sind sie, allen voran Kristofs Freund Scuzzi, der mehr zugedröhnt als helle ist, keine große Hilfe. Die Ermittlungen gleichen einer Achterbahn und es klappt dann doch! <br />Irgendwie :o)</p>
<p>Der Autor schreibt so unverschämt und witzig, wären nicht die Ohren, hätte mein Grinsen keine natürliche Hürde mehr. Ich bin davon überzeugt, dass diese absolut skurrile Geschichte, voll mit Klischees über Machos,  Motorradhelden, herrlich kaputte Typen, nicht jedem/jeder LeserIn gefällt. Sehr sehr schräg! Ich mag mehr davon!!</p>
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		<title>Peter Plöger: Einfach ein gutes Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 05:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plöger, Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Plöger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stehe im Supermarkt und muss mich entscheiden.Welche von den zehn angebotenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Einfach ein gutes Leben" src="/wp-content/uploads/Gutes-Leben.jpg" alt="" width="150" height="249" />Ich stehe im Supermarkt und muss mich entscheiden.<br />Welche von den zehn angebotenen Buttersorten soll ich jetzt kaufen?<br />Welche der unzähligen Schampoos im Regal wird meiner Entscheidung nach im Einkaufswagen landen?<br />Brauche ich ein Zweitauto?<br />Welche Zahl steht auf meinem monatlichen Gehaltszettel?<span id="more-1439"></span></p>
<p>Alles Fragen und Entscheidungen in einer Wirtschaft, die enorme Konsumüberschüsse produziert und die Produkte an den Mann/die Frau bringen wollen, bevor sie auf dem Müll landen.<br />Thematisch gibt es diesbezüglich auch Filme, die uns den wirtschaftlichen Wahnsinn vor Augen führen.</p>
<p>Doch die Wirtschaftswissenschaften haben einen neuen Forschungszweig entdeckt. Sie interessieren sich für „Glück“ im Sinne des subjektiven Wohlbefindens, und diese Ökonomische Glücksforschung weiß, was wir brauchen, damit es uns besser geht.</p>
<p>In diesem Buch werden Menschen beschrieben, die dem Kapitalismus ein Schnippchen schlagen. Mit ihrem Widerstand zur Konsumgesellschaft zu leben heißt auch, das eigene Leben zu überdenken und zu ändern, um aus diesem fatalen Kreislauf auszusteigen.</p>
<p>Menschen gründen Tauschbörsen, werden zu Selbstversorgern, Nachbarschaftshilfe wird wieder gelebt, Marmeladen selbst eingekocht, gestrickt&#8230; <br />Das sind alles keine neuen Phänomene.</p>
<p>Das Thema an sich ist ein sehr Wichtiges. Wohlstand steigert unser Wohlbefinden, doch von einem solchen Leben ist eine große Anzahl von Menschen ausgeschlossen.<br />Peter Plöger schreibt über Freiheit und Selbstbestimmtheit. Sind wir wirklich so frei und selbstbestimmt, uns für solche alternativen Lebensentwürfe zu entscheiden?  Freiheit und Selbstbestimmtheit in reiner Form gibt es nicht.</p>
<p>Die Sozialstrukturen erlauben nicht jedem/jeder, sich für Lebensentwürfe abseits ihrer prekären Jobs, der eigenen Sozialisation, wohnen in Ghettos ohne Garten um sich selbst Gemüse zu ziehen, zu entscheiden.Viele Ursachen liegen auf der Hand, die brauche ich nicht aufzuzählen. Insofern ist es doch wieder ein Luxusgut, sich ein Stück Freiheit und Selbstbestimmtheit einfach zu nehmen.</p>
<p>Ein wichtiges Thema, doch der Zugang dazu und zu dieser Lektüre wird wiederum vielen Menschen verwehrt bleiben.<br />Inhaltlich ist das Buch leider auch sehr trocken aufbereitet.</p>
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		<title>Domingo Villar: Strand der Ertrunkenen</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/11/domingo-villar-strand-der-ertrunkenen/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 16:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Villar, Domingo]]></category>
		<category><![CDATA[Domingo Villar]]></category>

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		<description><![CDATA[Leo Caldas, Inspektor in Galicien und sein Assistent Rafael Estevez, kurz Rafa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/Villar.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1420" title="Strand der Ertrunkenen" src="/wp-content/uploads/Villar.jpg" alt="" width="150" height="250" /></a>Leo Caldas, Inspektor in Galicien und sein Assistent Rafael Estevez, kurz Rafa genannt, ermitteln an der galicischen Küste. Im Hafen von Panxon wird die Leiche des Fischers Justo Castelo gefunden. Die Hände am Rücken mit einem grünen Kabelbinder gefesselt. Im Dorf gehen alle von einem Selbstmord aus. Justo sei ein eigenartiger und ruhiger Kautz gewesen. Schwer heroinabhängig. Doch Inspektor Caldas glaubt nicht an die Selbstmordtheorie und stößt bei seinen Ermittlungen auf eine längst vergangene Tragödie.<span id="more-1419"></span></p>
<p>Leo Caldas ist nicht nur als Inspektor aktiv. Einmal in der Woche arbeitet er für die Radiosendung „Hörfunkstreife“ des Senders Onda in Vigo. In der Sendung steht Caldas Rede und Antwort auf alle Anrufe, die mit der Zuständigkeit der städtischen Polizei zu tun haben: es geht um Straßenschäden, Beschwerden über rutschige Zebrastreifen, entlaufene Hunde, gemeine Alkoholkontrollen der Polizei… Dabei führt der sympathische Leo Buch über Sieg oder Niederlage zwischen ihm und der hiesigen Polizei. Am Ende der Sendung heißt das Ergebnis meist „Städtische Polizei elf Punkte, Leo null Punkte“.</p>
<p>Justo Castelo, von den Einheimischen immer der „Blonde“ genannt, soll am Vortag seines Todes mit seinem kleinen Boot auf das Meer hinausgefahren sein, um mit seinen Reusen Krabben und Garnelen zu fischen. Sonntags fahren allerdings die Fischer nie raus. Wohin war Justo mit seinem Boot unterwegs? Doktor Bario, der Rechtsmediziner obduziert die Leiche und stellt fest, dass der Blonde zwar ertrunken ist, aber zudem einen schweren Schlag auf den Hinterkopf abbekommen hat. Aufgrund der Verletzung tippt er auf einen großen Autorrohrschlüssel. Außerdem hätte er den Kabelbinder in der Form, wie das Band verschlossen war, selbst nicht festzurren können.</p>
<p>Bei der Leiche wird auch eine <em>higa</em> gefunden, ein Art Amulett. Irgendwas oder irgendjemand muss Justo Castelo ziemliche Angst eingejagt haben.</p>
<p>Bei den Ermittlungen stoßen Caldas und Rafa auf ein weiteres Boot des Blonden, das beim Zimmermann des Dorfes in Reparatur ist. Auf dem Boot steht das Datum „20.Dezember 1996“ sowie „Mörder“. Das konnte kein Zufall sein. An diesem Tag war die Xuela gesunken, dabei kam Kapitän Sousa ums Leben. Seine Mannschaft &#8211; Justo, Arias und Valverde -  hat überlebt. Alle drei konnten sich mit Schwimmwesten ans Ufer retten. Nur Kapitän Sousa ist ertrunken, er war Nichtschwimmer. Für Caldas stellt sich die Frage, warum ein so erfahrener Kapitän wie Sousa bei diesem Sturm, der am 20.12.1996 herrschte, aufs Meer rausgefahren ist. Caldas versucht bei den Bewohnern des Fischerdorfes mehr von der Geschichte zu erfahren. Doch diese sind sehr abergläubisch und mit ihren Auskünften äußerst zurückhaltend. Das Gerücht, Sousa selbst wäre im Dorf gesehen worden, macht die Runde.</p>
<p>Die Spuren der Ermittlungen führen Caldas und Rafa in eine vergangene und fast vergessene Tragödie um eine junge Frau und ihren Sohn Diego Neira.</p>
<p>Ein toller, spannender Roman! Die Charaktere der Beteiligten und die Atmosphäre des Fischerdorfes sind sehr eindrucksvoll beschrieben! Der Regen, der raue Wind, die Gerüche der Fischauktionen, diese Beschreibungen haben mich förmlich an die Küste Spanien versetzt!</p>
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		<title>Dietmar Wachter: Das Zingulum</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/dietmar-wachter-das-zingulum/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 22:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Wachter, Dietmar]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Wachter]]></category>

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		<description><![CDATA[Matteo Steininger und seine Kollegen sind in dem beschaulichen Tiroler Städtchen Landstein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1429" title="Das Zingulum" src="/wp-content/uploads/Das-Zingulum.jpg" alt="" width="150" height="224" />Matteo Steininger und seine Kollegen sind in dem beschaulichen Tiroler Städtchen Landstein mit einer grausamen Mordserie konfrontiert. Vier ermordete Frauen, die ein gemeinsames Merkmal auszeichnet. Sie alle haben eine rote Haarpracht und nebenbei leisten sie Dienste, um die sexuellen Begierden der Männer zu befriedigen. Grausames Detail ist die fachmännische Mumifizierung der Toten. Deren Körper, stranguliert mit einem Zingulum, präsentiert der Täter an bestimmten kirchlichen Feiertagen der Öffentlichkeit. Als Trophäe behält der Mörder die roten Haare. Die Kriminalisten der Soko „Mumie“ bewegen sich während ihrer Ermittlungen zunächst im Kreis.<span id="more-1428"></span></p>
<p>Im Sommer 1972 feiert ER seinen 14. Geburtstag. Er bekommt von einer Verwandten ein Buch über sexuelle Aufklärung. Doch das kommt spät genug, er ist bereits bestens informiert. Umso mehr freut er sich, als er von Vati, diesem Traumtypen, einen Philips Kassettenrekorder samt Mikrofon geschenkt bekommt. Das ist der Knaller! Mit diesem technisch raffinierten Gerät erhofft er sich endlich Anerkennung von Freunden und Klassenkameraden.</p>
<p>Doch diese bleibt aus…</p>
<p>Der junge Mann macht seine ersten Klangexpeditionen, lernt Schritt für Schritt die Technik zu beherrschen und entwickelt sich schön langsam zu einem wahren Tonmeister. Ihm erschließt sich plötzlich eine neue Welt, der unendliche Kosmos der Töne. Er lernt, seine Umwelt akustisch wahrzunehmen und ihr intensiv zuzuhören. Gleichzeitig wird er immer lärmempfindlicher und fällt in eine tiefe Depression die ihm seinen Arbeitsplatz kostet.</p>
<p>Auch die hiesige Kapuzinerkirche ist Schauplatz seiner Aufnahmen von Geräuschen. Das Knarren der Beichtstuhltür und das Gemurmle der Rosenkranzbetenden wird konserviert. Zusätzlich zu seinem Aufnahmegerät hat er roten Lack mitgebracht. Das Rot gleicht genau jenem Farbton der Locken seiner Religionslehrerin, die ihm während seiner Schulzeit im Unterricht mal mit voller Wucht ein Eisenlineal auf den Hinterkopf drosch. Sie hat ihn vor der ganzen Klasse verspottet und bloßstellt, schimpfte ihn Muttersöhnchen und alle MiterschülerInnen lachten sich dabei halb tot.</p>
<p>Mit dieser roten Farbe übermalt er nun die Haare heiliger Frauen, die auf einem wertvollen Barockgemälde dargestellt sind. Auch ihre Augen bekleckst er, er konnte deren Blicke nie ertragen, wenn er als Kind mit seinen Eltern in der Kirche war und betete.</p>
<p>Im Ort Landstein kennen ihn fast alle BewohnerInnen, doch kaum jemand hegt besondere Sympathien für den Sonderling. Für sie ist er ein komischer Klangjäger, der Tag für Tag mit seinem Aufnahmegerät durch die Gegen streicht.</p>
<p>Auf dem Weg der Perfektionierung und auf der Suche nach der absoluten Stille nähert er sich mit seinen Klangforschungen langsam seinem Lebensziel: der absolut realen Stille.<br />Eines Tages schleicht er in eine Geburtsklinik und nimmt das Klagen der werdenden Mutter und den ersten Schrei des Kindes auf.</p>
<p>Als großes Finale macht er sich auf den Weg, das Gegenstück zur Geburt, den Tod und seine finalen Geräusche aufzunehmen. Die Ruhe. Das Nichts.</p>
<p>Damit treibt er Matteo und sein Team vor sich her…</p>
<p>Das zweite Werk über die Ermittlungen des Inspektors Matteo ist ein sehr Gelungenes!</p>
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		<title>Jörg Juretzka: Rotzig &amp; Rotzig</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/jorg-juretzka-rotzig-rotzig/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 10:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juretzka, Jörg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Juretzka]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Immobilienkonzern WODEGA,  Betreiberfirma des Wohnparks Nord in Mühlheim engagiert den Privatdetektiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1418" title="Rotzig &amp; Rotzig" src="/wp-content/uploads/Rotzig.jpg" alt="" width="150" height="250" />Der Immobilienkonzern WODEGA,  Betreiberfirma des Wohnparks Nord in Mühlheim engagiert den Privatdetektiv Kristof Kryszinski, um eine Einbruchsserie in dem 24stöckigen Wohnblock aufzuklären. Der bisherige Hausmeister soll gekündigt haben, doch Kryszinki wird Zeuge, als sich dieser vom Dach des Wohnhauses stürzt. Der Privatdetektiv zieht für die Dauer der Ermittlungen undercover in die Hausmeisterwohnung ein und übernimmt dessen Job.<span id="more-1417"></span></p>
<p>Bei seinem Einzug in die Wohnung findet Kryszinski einen Brief des Hausmeisters. Diesen übergibt er Hauptkommissar Menden, der zur Leiche gerufen wird. Menden findet es gar nicht amüsant, dass Kristof gerade die Wohnung aufzuräumen versucht. Zwecks Spurensicherung und so. Der Abschiedsbrief seines Vorgängers besteht aus der Zeile:  „Pass bloß auf die Zwillinge auf“.</p>
<p>Damit meinte der Verblichene die Zwillinge Üffes und Sein, die ihr Unwesen in dem Wohnblock treiben, zwei zehnjährige Brüder der quasi umtriebigen Sorte.</p>
<p>Kristof beginnt mit seinen Ermittlungen. Er erhält unter anderem eine Liste von Renitenten, die die Mietzahlungen verweigern und all jene nichtzahlenden sind zudem Mitglieder der Stadtviertelinitiative gegen Kriminalität und Vandalismus.</p>
<p>Zuerst stattet Krisdtof Roland Seibling, dem Stiefvater der Zwillinge Yves und Jean (Kristof erkennt erst spät die wahre Schreibweise der Namen der Jungs) einen Besuch ab. Dieser sitzt im Kinderzimmer vor dem Computer und schießt auf imaginäre Feinde. Die Mutter dagegen lehnt zugedröhnt auf dem Sofa. Auskünfte über die Zwillinge bekommt er keine.</p>
<p>Eines schönen Tages findet er das Versteck der Kinder. Im abgesperrten Fahrradkeller haben es sich die beiden gemütlich eingerichtet. Kristof findet dort neben Diebesgutr auch Schulsachen und Stofftiere. Klar, wenn der Stiefvater das Kinderzimmer okkupiert um sich in der virtuellen Welt schießwütig zu beweisen und seine drogenabhängige Lebensgefährtin sich nicht vom Fleck rührt, dann mussten sich die Zwillinge wohl ein eigenes gemütliches Heim schaffen.</p>
<p>Die Zwillinge werden mit entgeisterten Augen von Frau Wittnig, Leiterin des Jugendamtes, aus der Familie gerissen und bei Pflegeeltern untergebracht.</p>
<p>Das lässt Kristof keine Ruhe. Er fühlt sich irgendwie mitschuldig, dass die Kinder von zuhause weg mussten.  Bei seiner Suche nach den Zwillingen treibt es ihn die Wände hoch, wie der Behördenapparat über das Schicksal von Yves und Jean entscheidet und er versucht alles, um herauszufinden, wo die Kinder untergebracht sind.</p>
<p>Endlich rückt die Kindesmutter die Adresse der Pflegefamilie heraus, und Kryszinksi macht sich gemeinsam mit seinem Hund Struppi auf nach Luxemburg, um der Pflegefamilie Reiff einen Besuch abzustatten. Doch er darf die Zwillinge nicht treffen. Langsam aber sicher, ist dem Privatdetektiv die Angelegenheit nicht mehr geheuer. Bei seinen unterbitterlichen Recherchen findet er sich in einer unglaublichen Verstrickung eines Kinderpornografieringes wieder.</p>
<p>Witziger Roman mit einem äußerst humorvollen Schreibstil! Doch das Lachen vergeht den LeserInnen angesichts der Thematik. Sehr empfehlenswertes Buch!</p>
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		<title>Ludwig Laher: Und nehmen was kommt</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/ludwig-laher-und-nehmen-was-kommt/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 00:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laher, Ludwig]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Laher]]></category>

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		<description><![CDATA[Monika, eine Roma,  wächst Mitte der 1980iger in der sozialistischen Tschechoslowakei in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1360" title="Und nehmen was kommt" src="/wp-content/uploads/Und-nehmen-was-kommt.jpg" alt="" width="150" height="257" />Monika, eine Roma,  wächst Mitte der 1980iger in der sozialistischen Tschechoslowakei in äußerst armseligen Verhältnissen auf. Als Kind erlebt sie einzig im Kindergarten schöne Abwechslung. Es gibt dort reichlich Essen und viel Spielzeug. Zuhause gibt es in Wasser eingeweichtes Brot oder Kartoffeln. Die tristen familiären Umstände veranlassen das Jugendamt, Monika in ein Kinderheim zu stecken. Entwurzelt von Familie und ihrer Kultur beginnt ein Albtraum für das junge Mädchen. Sie landet auf dem größten Straßenstrich Europas&#8230;<span id="more-1359"></span></p>
<p>Im Kinderheim werden die Kinder eher verwaltet, obwohl das Personal durchaus bemüht ist, ein Mittelmaß zwischen Autorität, Zuwendung und Förderung zu finden.</p>
<p>Monika Sehnsucht nach der Umgebung von früher, nach der Großmutter, verblassen. Was aber bleibt ist eine unermessliche Sehnsucht nach der Mutter. Diese kündigt zwar einen Besuch vor Weihnachten an, doch dann erfährt Monika, dass die Mutter bereits seit Wochen verstorben und begraben ist.</p>
<p>In der Nacht weint sie viel, sie weiß nicht wie es weitergehen wird. Die Bedeutung der Mutter wächst durch den unmittelbaren Verlust. Das brutale Verlassenwerden ohne Abschied schmerzt tief. Und Monika kultiviert diesen Schmerz. Sie beginnt sich mit Glasscherben am Unterarm zu schneiden. Dadurch lässt kurzfristig der Schmerz in ihrer Seele nach.</p>
<p>Ihr junges Leben gerät total aus den Fugen, zur Autoaggression mischt sich äußerst provokatives Verhalten mit eruptiver Gewalttätigkeit gegen andere. Als schwer Erziehbare eingestuft wird sie in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. Das neue Heim ist im Prinzip wie das alte. Dort lehrt sie niemand, wie man im Leben zurechtkommt. Niemand warnt das Mädchen vor dem scheinbar schnellen Geld auf dem Straßenstrich. Es wird ihr kein brauchbares Rüstzeug mitgegeben, um in der Welt außerhalb von Institutionen überleben zu können. </p>
<p>Nach Erreichung des achtzehnten Lebensjahres kann Monika das Heim verlassen. Sie tappt in die erstbeste Falle.  Es tritt ein, wovor sie die ganze Zeit unendliche Angst gehabt hat. Es gibt keinen sanften Übergang an einem geschützten Ort, an dem sie sich in ihrer neu erlangten Freiheit und die damit verbunden Schwierigkeiten einleben könnte. Monika trifft sich mit Zuzanna, einer ehemaligen Mitbewohnerin des Heimes, hat ihre ersten Drogenerfahrungen und wird in das Sexgeschäft eingeführt. </p>
<p>Auf dem größten Straßenstrich Europas gelandet helfen ihr Speed und Alkohol, sich schnell mit dem Sexgeschäft zu arrangieren. Sie verachtet die Männer, doch auf Drogen muss sie sich nicht lange überwinden, den alternden Miststücken ihre Wünsche zu erfüllen. Ja sie tritt sie mit ihren Stiefeln auf Wunsch hin, ungehemmt, bis sie winseln. </p>
<p>Was kaum jemand zu kümmern scheint, sind ihre zahlreichen Schnittnarben und Tätowierungen. Manche Freier nehmen diese wahrscheinlich als Dekoration eines verruchten Lebenswandels zur Kenntnis, wie das zu einer dominanten, dunklen Nutte halt auch passt. Kaum jemand ahnt, dass dieser Körper eine verstörende Geschichte haben könnte.</p>
<p>Nach und nach wird durch Misshandlungen, Gewalt und Demütigungen vieler Männer die Persönlichkeit der jungen Romni fast zerstört. Bis Phillip, ein Kunde, auftaucht und ihr einen Ausweg anbietet. Monika versucht diese Chance zu ergreifen, beginnt, sich  neuerlich vor Verrat und Betrug fürchtend, gefangen in ihrem Misstrauen und ihren Ängsten, einen neuerlichen Versuch des Absprungs.</p>
<p>Dieses Buch geht wirklich unter die Haut!<br />Ungeschminkt und nicht effektheischerisch beschreibt der Autor die tragische und beklemmende Geschichte einer jungen Frau, eingebettet in die Kultur der Roma und der brutalen Diskriminierung Menschen anderer Hautfarbe und anderer Herkunft!</p>
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		<item>
		<title>Peter Henisch: Großes Finale für Novak</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/peter-henisch-groses-finale-fur-novak/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 00:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Henisch, Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Henisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Franz Novak  ist ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Dieses Bedürfnis lebt er besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1348" title="Großes Finale für Novak" src="/wp-content/uploads/Novak.jpg" alt="" width="150" height="246" />Franz Novak  ist ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Dieses Bedürfnis lebt er besonders gegenüber sein Frau Herta aus. Sie gerät bei Konflikten immer in Rage und dabei überschlägt sich ihre Stimme, das kostet Novak zu viel Energie. Sein Sohn Bernd findet ihn diesbezüglich viel zu nachgiebig. Zwei Tage nach seinem 55. Geburtstag kommt Novak ins Spital. Eine Gallensteinoperation und die beginnende Leidenschaft zu Opern ändern Novaks Leben von Grund auf.<span id="more-1347"></span></p>
<p>Zuerst alleine in einem Klassezimmer liegend,  wird das freie Bett mit dem Patienten Herrn Kratky belegt.  Dieser ist laut, in allen Dimensionen. Beim Reden, Schnarchen, Radio hören, Schnaufen, Furzen… </p>
<p>Gegen den Lärm Kratkys und Novaks schlaflose Nächte hat die indonesische Krankenschwester Manuela ein ideales Rezept. Sie gibt ihm einen kleinen Kassettenrekorder mit Kopfhörern und Kassetten mit Opern. Novak mag aber gar keine Opern. Ja, er hasst diese Gejaule sogar. Das beginnt sich zu ändern. Anfangs willkommen gegen den Lärm  spürt er bald die Berührung von neuen Gefühlen, die durch die Musik sein Inneres durchfluten.</p>
<p>Novak versucht von Schwester Manuela herauszufinden, welche Geschichten hinter dieser Musik stecken. Ihr bedeuten Opern etwas, und er genießt es, ihr zuzuhören.  Die entstehende Nähe verursacht bei ihm bald Herzklopfen und einen erhöhten Blutdruck. Er hat <em>sein</em> Geheimnis. Er liebt <em>ihre</em> Musik. Und er träumt von <em>ihr</em>.</p>
<p>Nach seiner Genesung kommt Novak zurück in sein Haus in Grabern und empfindet plötzlich eine furchtbare Enge. Das Haus wirkt befremdlich, merkwürdig, peinlich komisch. Die Fotogalerie, mit Aufnahmen von ihm und seiner Frau Herta, erscheint ihm plötzlich absurd, skurril und lächerlich.</p>
<p>Gleichzeitig fehlen ihm die Musik und die Träume, in denen Manuela vorkommt.<br />Er muss diese Träume verscheuchen, die Musik aus seinem Kopf herausbringen und schleunigst in sein normales Leben zurückfinden. Vielleicht wäre ihm das auch gelungen, hätten sich die Bedingungen, die das normale Leben ausmachen, nicht geändert. Als Postangestellter wird er aufgrund von Einsparungsmaßnahmen in die Frühpension geschickt.</p>
<p>Zur inneren Unruhe kommt auch eine äußerliche, die sich in extremer Lärmempfindlichkeit niederschlägt. Der bellende Hund des Nachbarn, der Rasenmäher, die Baustellengeräusche, das Brummen des Geschirrspülers und vor allem die Stimme seiner Gattin, das alles empfindet er als reinste Zumutung.</p>
<p>Die Versuchung, den Lärmpegel mit Opernmusik verstummen zu lassen, wird immer größer. Zu Beginn will Novak dieser Versuchung widerstehen, ist doch die Musik untrennbar mit den Gedanken an Schwester Manuela verbunden.</p>
<p>Herta beginnt die Veränderungen an ihrem Franz wahrzunehmen. Sie macht sich ernsthafte Sorgen. So verlässt sich eines Tages früher als sonst ihren Friseursalon um mit ihrem Mann über ihre Ängste zu sprechen. Vor dem Haus, noch an die fünfzig Meter entfernt, hört sie Musik. Zuerst glaubt sie, diese käme aus dem Nachbarhaus. Nur Gestörte und Geschmacksverwirrte hören sich Arien girrender Frauenzimmer an.</p>
<p>Dann bemerkt sie, dass die Musik aus dem eigenen Haus kommt. Entsetzt stellt sie ihren Franz zur Rede, doch er spricht nicht mehr mit ihr.  Er verlässt das Haus und zieht in eine Pension, besorgt sich CD-Player, Kopfhörer und CDs und hört erlöst die Opern „Zauberflöte“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Fliegender Holländer“…</p>
<p>Mit seinem ersten Besuch im Operhaus beginnt dann Novaks großes, erbittertes und tragisches Finale.</p>
<p>Eine berührende und tragische Geschichte!</p>
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		<title>Wolfgang Hermann: Die Augenblicke des Herrn Faustini</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 06:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hermann, Wolfgang]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Hermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Faustini lebt in Hörbranz, einem kleinen Städtchen in Vorarlberg. Er entdeckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/696.jpg.thumb-243x243-keepratio.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1284" title="Die Augenblicke des Herrn Faustini " src="/wp-content/uploads/696.jpg.thumb-243x243-keepratio.jpg" alt="" width="154" height="243" /></a>Herr Faustini lebt in Hörbranz, einem kleinen Städtchen in Vorarlberg. Er entdeckt in sich einen Riss und hat bald daraufhin seine erste Psychotherapieeinheit. Ausgewählt hat er die Therapeutin aufgrund ihres Namens: Angela Nussbächle. Was konnte da schon schiefgehen. Eine Engelin von einem Nussbaum nahe an einem Bächlein – so leitet er den Namen her. Er begibt sich quasi in Reparatur, bevor der Riss, die Verschiebung seiner Wahrnehmungen, irreparabel wird.<span id="more-1283"></span></p>
<p>Der Riss, so erklärt Faustini seiner Therapeutin bedeutet, er sieht jemand auf der Straße gehen und er hört in sich selbst jemanden sagen: jemand geht über die Straße.<br />Wenn an einem Zaun ein Mann zu einem anderen spricht, gehe er, Faustini, in diesen Satz hinein und findet dann den Ausgang nicht mehr.</p>
<p>Nach fünf Sitzungen ist die Behandlung bei Frau Nussbächle zu Ende. Sie meint, er könne sich nun selbst reparieren. Um den Riss in sich zu kitten beschließt Faustini zu verreisen. Er schlägt eine Europa-Karte auf, wählt blind sein Ziel. Als er die Augen wieder öffnet, zeigt sein Finger auf den Ort Edenkoben (!)</p>
<p>So reist er gemütlich mit der Bahn nach Deutschland nach Edenkoben in der Pfalz. Faustini fragt sich bald, ob die Kleinstadt Edenkoben „… eine Versuchsstation zur Ausbalancierung der beiden Welten Eden und Schweinekoben…“ sei?<br />(S. 36)</p>
<p>In seiner ersten Nacht fühlt er sich vor dem zu Bett gehen gefangen in der Endlosigkeit. Das tut gut. Bis in die Fingerspitzen fühlt er diese Endlosigkeit, während er am Fenster steht und in den Weinberg sieht. Doch dieses Gefühl ist nicht von langer Dauer. Es verfliegt rasch, als eine Fliege ihn vom Schlaf abhält. Nach erfolgloser Jagd auf das Tier steht eines fest. Das Zimmer in der Pension ist zu klein für ihn und die Fliege. Einer von beiden muss ausziehen. Und da ist er wieder, der Riss&#8230;</p>
<p>Auf der Suche nach dem Kitt, der den Riss in ihm wieder zusammenschweißt, lernt sich Faustini durch veränderte Blickwinkel auf seine Umwelt neu kennen. Dazu trägt nicht nur Emil, der Mann in weißen Tennissocken bei, sondern auch eine Frau, die mit ihrem faszinierendem Auftreten in Faustini das völlig unerwartete Gefühl von Glück hochsteigen lässt.</p>
<p>Eine hübsche Geschichte, die einen selbst anregt, wieder mal einen Blick auf sein Inneres zu lenken.<br />Der Autor beschreibt Faustinis Sicht der Dinge mittels Metaphern, einer eher einfachen, bildhaften Sprache. Persönlich hätte ich mir mehr „Wortakrobatik“ gewünscht!</p>
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		<title>Doris Knecht: Gruber geht</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 01:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knecht, Doris]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Doris Knecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Gruber ist Mitte dreißig, liebt Bob Dylan und seinen roten Porsche. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/Gruber-geht.jpg" alt="" width="150" height="247" />Gruber ist Mitte dreißig, liebt Bob Dylan und seinen roten Porsche. Als Manager reist er durch die Welt und landet eines Tages beruflich in Zürich. Er denkt bereits über eine lustvolle Abendgestaltung nach, doch ein knisterndes Kuvert in der Innentasche seines Designerjackets lenkt ständig ab. Der Brief ist von einem Krankenhaus an ihn gerichtet. Normalerweise geht er ja nicht zum Arzt. Ärzte sind, so Gruber, etwas für Luschen. Für Hypochonder. Für Leute auf der Suche nach Selbstmitleid. Seine Gedanken sind bald wieder bei der Idee, eine willige Frau aufzustöbern, um sie abends abzuschleppen.<span id="more-1354"></span></p>
<p>In Zürich lernt er Sarah kennen. Plötzlich gefällt ihm etwas an einer Frau. Das ist neu. Eigentlich besteht sein Zugang anderen Menschen zu begegnen in Zynismus und einer ordentlichen Portion Präpotenz. John Gruber ist von sich selbst und seinem Leben so voreingenommen, an anderen lässt er kein gutes Haar. Frauen sind für ihn dazu da, um ihn zu befriedigen. Aber bitte! Am nächsten Morgen sollten sie verschwunden sein! Ein völliger Unsympathler, dieser Gruber…</p>
<p>Sarah findet er sympathisch. Sie hat ein kehliges, gluckerndes Lachen und Humor. Sie ist es auch, die nichtsahnend das zerknitterte Kuvert, den ominösen Brief öffnet. Sie beginnt zu lesen. Ihr Gesicht wird ernst. Sehr ernst. Dann verkündet sie die Botschaft über den Tod. Tumor. John Gruber hat Krebs.</p>
<p>Nachdem ihm Sarah seine Sterblichkeit gezeigt hat, wütet in Gruber zunächst ein nicht näher beschreibbares Gefühl der Irritation. Der Kontakt zu Sarah wird vorerst auf Eis gelegt.</p>
<p>Zurück in Wien begibt sich John in Behandlung. Es folgen einige Chemo-Therapien, doch der Tumor wächst, will nicht verschwinden. Gruber hat Angst, die sich immer mehr potenziert. In dieser Situation fällt ihm dann auch noch so eine Diskont-Ratgeber-Weisheit seiner Schwester Kathi ein. Er soll seinem Gefühl einen Namen geben, denn nur dann, wenn etwas einen Namen hat, kann er auch verhandeln. Und er gibt seinen Gefühlen Namen. Angst hat er gefunden, Panik, völlige Verunsicherung und Verständnislosigkeit. Außerdem war Gruber beleidigt, richtiggehend stinkbeleidigt, weil es ausgerechnet ihn getroffen hat.</p>
<p>John lernt sich selbst neu kennen, empfindet plötzlich Empathie und schafft durch einen Perspektivenwechsel die Marotten seiner Familie schätzen zu lernen.</p>
<p>Sarah kommt aufgrund ihres Berufs DJane nach Wien. Plötzlich ist sie da. Und Gruber merkt, dass er sie vermisst hat. Sie ist auch der Anlass, dass er zu kämpfen beginnt, trotz des schier unüberwindbaren Abgrundes, vor dem er nur mehr ein Stück entfernt zu stehen scheint.</p>
<p>Ein überraschender Roman, verfasst in einer lockeren, erfrischenden Sprache! Absolut lesenswert!</p>
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		<title>Ernst Schmid: Kalt machen</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/ernst-schmid-kalt-machen/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Schmid, Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Schmid]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frau bekommt ein Kind, das sie nie gewollt hat. Der Kindesvater [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1313" title="Kalt machen " src="/wp-content/uploads/Kalt-machen.jpg" alt="" width="150" height="227" />Eine Frau bekommt ein Kind, das sie nie gewollt hat. Der Kindesvater war ein Alkoholiker und ein Tyrann par excellence. Er stirbt an den Folgen seines durch Alkohol geprägten exzessiven Lebens, was von der schwangeren Frau als Glück empfunden wird.<span id="more-1312"></span></p>
<p>Sie erzieht ihren Sohn nach ihren eigenen Methoden. Misshandlung und Folter sind ihre Mittel, dem Kind Benehmen beizubringen. Nichtwissend um die Folgen ihrer Erziehung und aus Angst aus dem Gemeindeverbund ausgeschlossen zu werden, bringt sie ihrem Sohn grausam bei, wie er sich im Alltag zu verhalten habe. Der geistig beeinträchtigte Junge spürt den Druck des drohenden sozialen Ausschlusses, der auf der Mutter lastet und so verhält er sich trotz Peinigung scheinbar angepasst. In seinen Träumen plagen ihn Ängste, er träumt von Kindern aus dem Dorf, die ihn demütigen.</p>
<p>Im gleichen Dorf treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Er tötet junge Frauen indem er ihnen mit einem Hammer den Kopf zertrümmert. Nach Eintreten des Todes befriedigt er seinen unermesslichen Sexualtrieb an diesen Frauen. Der Koitus bringt eine enorme Explosion unterdrückter Wut und unsagbarer Erleichterung zutage und hinterlässt bei ihm das Gefühl einer nie gekannten Macht. Das treibt ihn stets an, nach neuen Opfern Ausschau zu halten.</p>
<p>Die Bewohner des Dorfes sind verunsichert. Sie bleiben zuhause, trauen sich nicht mehr auf die Straße und misstrauen bald jedem und jeder. Selbst dem eigenen Nachbarn wird ein Mord zugetraut. Die ermittelnden Beamten, die mit der Aufklärung der grauenvollen Mordserie beauftragt sind, tappen im Dunklen. Trotz intensiver Befragungen finden sie bei bei keinem Mitglied des Dorfes Anhaltspunkte, Motive, Indizien.</p>
<p>Der junge Mann, der Blöde, der mit den kalten, eisigen Augen, wird von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Er ist nicht wie die anderen und das ist Grund genug ihn an den Rand der Dorfgemeinschaft zu stellen.</p>
<p>Sie, die Dorfbewohner, haben es ja immer irgendwie geahnt. Ach hätten sie doch alle rechtzeitig reagiert.</p>
<p>Der Arzt, der das Kind aufgrund der Auswüchse der Misshandlungen der Mutter behandelt hat…</p>
<p>Der Lehrer, dem der Schüler zwar auf die Nerven ging und mit den gewalttätigen Erziehungsmethoden der Mutter nicht einverstanden war, aber solange das Kind in der Schule nicht mehr stört…</p>
<p>Die Mutter selbst&#8230;.</p>
<p>Nichts für schwache Nerven! Schnell gelesenes Buch mit extremer Wirkung!</p>
<p>Mir hat der Schreibstil besonders gefallen! Kapitelweise lässt der Autor wechselnd  die handelnden Protagonisten in der Ich-Form erzählen. Wer der Mörder ist, ist schnell klar. Das bringt der Spannung keinen Abbruch. Die Hintergründe und Auswüchse des Mordens,  das Denken und Handeln der Protagonisten nimmt einem fast den Atem.</p>
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		<title>Andrej Kurkow: Der wahrhaftige Volkskontrolleur</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/10/andrej-kurkow-der-wahrhaftige-volkskontrolleur/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 16:20:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurkow, Andrej]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Andrej Kurkow]]></category>

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		<description><![CDATA[Pawel Aleksandrowitsch Dobrynin, hochanständiger Sowjet aber nicht gerade beliebt, wird auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1264" title="Der wahrhaftige Volkskontrolleur" src="/wp-content/uploads/Kurkow.jpg" alt="" width="150" height="248" />Pawel Aleksandrowitsch Dobrynin, hochanständiger Sowjet aber nicht gerade beliebt, wird auf der Kolchoseversammlung zum Volkskontrolleur ernannt. Das Amt des Arbeitskontrolleurs gilt auf Lebenszeit. Damit untersteht er der höchsten Führungsebene des Landes. Er hat allerdings auch Privilegien. Institutionen und Werke, die einer Kontrolle unterzogen werden, sind verpflichtet, den Volkskontrolleur zu verpflegen und seine Arbeit abzugelten.<span id="more-1263"></span></p>
<p>So begibt sich Pawel auf die Reise. Er hinterlässt sein einfaches Leben und nimmt Abschied von seiner Frau Manjoschka, seinen Kindern Petka und Paul, sowie seinem geliebten Hund, um sich im Amt bestätigen zu lassen und seine Arbeit aufzunehmen.</p>
<p>Zuerst landet er beim Sekretär Kowalenkow. Dieser ist für Pawels Einschulung zuständig. Er übergibt ihm die Broschüre „Arbeitskontrolle“ von Lenin. Ein paar Tage darauf bringt ihn ein Fahrer zum Genossen Pawljuk, wo er bei Tee durch die Partei als Volkskontrolleuer betraut wird. Letztendlich ist noch das Politbüro in Moskau als letzte Instanz dran um Pawel in seinem Amt zu bestätigen.</p>
<p>Als Volkskontrolleur wird er in die verschiedensten Regionen geschickt, um dort den erbarmungslosen Kampf für die wahre Ordnung und für die Qualität der Produktion zu führen.</p>
<p>Nebenbei sieht das System vor, dass Pawel in seinem Amt eine dienstliche Ehefrau zur Seite gestellt bekommt. Das ist ihm gar nicht geheuer. Aber für alle, die nicht aus Moskau kommen, ist das so vorgesehen. Gleichzeitig wird Pawel versichert, dass seine Familie in der Obhut der Partei ist, er solle sich also keine Sorgen machen. Seine erste Reise zwecks Arbeitskontrolle geht ins Polargebiet.</p>
<p>Nebenbei sitzt Direktor Banow abends gerne auf dem Dach seiner Schule und genießt den Ausblick. Banow erhält vom obersten Regime immer pädagogische Anweisungen. So sollen alle Schüler und Schülerinnen einen Aufsatz schreiben. Titel kann aus 3 Themen gewählt werden. „Warum ich mein Vaterland liebe“, „Meine Familie – die Erbauer des Kommunismus“ oder „Wovon mein Papa träumt“. Dabei fällt ihm ein Aufsatz des Jungen Robert Roid in die Hände. Der Name Roid erinnert ihn an einen rothaarigen Anarchisten, den er im Kampf kennengelernt hat. Dessen Lebensmotto war: „Es gibt nur zwei Freuden. Die Frauen und den Kampf.“ Der Direktor lernt die Schwester des vergifteten Anarchisten kennen und verliebt sich in sie.</p>
<p>Außerdem kommt ein Engel vom Himmel auf die Erde um Nachschau zu halten, warum es noch kein Russe und keine Russin in den Himmel geschafft hat. Er tauscht unwissend mit dem jungen Deserteur Sergunkow, einem ehemaligen Rotarmisten, die Kleidung. Bald pilgert der Engel mit einer ganzen Gruppe von Deserteuren, stets dem Stern Archipka folgend, in Richtung gelobtes Land, um dort eine neue Existenz aufzubauen.</p>
<p>Als weiterer Akteur treibt sich der Künstler Mark mit seinem sprechenden Papagei Kusma durchs Land.</p>
<p>Diese vier Handlungsstränge haben eines gemeinsam. Das Leben im Kommunismus ist absolut durchstrukturiert, alles in der Gesellschaft in angeordnet, vorgeschrieben und so überschaubau gemacht. Ansonsten gibt es bei den Protagonisten keine gemeinsamen Berührungspunkte.</p>
<p>Ein hoch sozialkritisches Buch. Empfehlenswert!</p>
<p>Gefehlt hat mir eine weitere Verbindung der vier Handlungsstränge, als &#8220;nur&#8221; die politische Struktur des Landes und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben. Außerdem hat mich der Schreibstil persönlich nicht angesprochen.</p>
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		<title>Eva Rossmann: Unterm Messer</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2011/09/eva-rossmann-unterm-messer/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 17:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rossmann, Eva]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Rossmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Mira Valensky ist auf der Suche nach einer neuen Story für das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1280" title="Unterm Messer" src="/wp-content/uploads/Rossmann_Unterm-Messer-U1.jpg" alt="" width="150" height="217" />Mira Valensky ist auf der Suche nach einer neuen Story für das „Magazin“. Sie landet in der Schönheitsklinik „Beauty Oasis“, die Herr Professor Grünwald höchst erfolgreich führt. Hier werden liebevoll Tränensäcke korrigiert, Wunsch-Nasen modelliert und Fettabsaugungen vorgenommen. Frauen und Männer sind zahlungskräftige Kundinnen und Kunden.</p>
<p>Mitarbeiterinnen sind auch Nonnen, die der Medizin Hildegard von Bingen anhängen. Plötzlich wird die Nonne Cordula tot in der Sauna aufgefunden. Niedertemperaturgegart, so wie ein Huhn, bei dem sich bei richtiger Zubereitung das Fleisch ganz von selbst von den Knochen löst. Schon steckt Mira in einem Mordfall, den sie sofort aufzuklären beabsichtigt.<span id="more-1279"></span></p>
<p>Der homosexuelle Gerichtsmediziner Karl Simatschek unterstützt Mira in dieser brisanten Angelegenheit beim Herumschnüffeln. Daneben mischt natürlich Miras Freundin und frühere Reinigungskraft Vesna Krajner kräftig mit und begibt sich als Kundin in die Klinik, um Ermittlungsarbeit vor Ort zu leisten. Mira wird indessen ausquartiert, als Journalistin und zu neugierige Schnüfflerin ist sie in der Beauty Oasis kein gern gesehener Gast.</p>
<p>Zu Beginn wird der Tod der Schwester als Mord mit sittlich verwerflichem Motiv heruntergespielt. Ein Verhältnis wird ihr angedichtet.</p>
<p>Mira besucht die ehemalige Mitarbeiterin und nun selbständige Wissenschaftlerin Natalie Veith.  Sie ist Genetikerin und beschäftigt sich als Leiterin des Instituts Genetic Research Austria mit der Erforschung von Methoden der Lebensverlängerung. Vor allem der Stoff Resveratrol – ist im Rotwein enthalten – soll der Entschleunigung der Zellalterung sehr dienlich sein.  Damit steht Nathalie Veith ist allerdings auch im Wettkampf mit vielen anderen mächtigen Forschungstrupps und kräftig zahlenden Kunden wie die Pharmaindustrie.</p>
<p>Plötzlich ereilt auch Dr. Schilling der Tod. Schilling, ein hochhonoriger Wissenschaftler, der im geheimen Labor der Klinik an der Entschlüsselung des Alterungsprozesses geforscht hat, wird ermordet aufgefunden. Um nahe am Tatort zu wohnen, checken Mira und Vesna im Hof der „Tante“ Ingrid ein. Verwundert sind beide über dort lebende muskelbepackte Schafe. Mira und Vesna sind nicht nur dem Entkommen des Alters auf der Spur!</p>
<p>Ein neuer witziger, kluger Krimi, der ein die Menschheit schwer beschäftigendes Thema beinhaltet. Wie kann der Alterungsprozess verzögert werden!</p>
<p>Eva Rossmann kann eines ganz sicher – gut recherchieren. Ihre Hauptakteurin Mira kocht (auch aus quasi Nichts zaubert sie noch ein geniales Menü), sie denkt nach, kombiniert und zeigt Emotionen! Unbedingt lesen!</p>
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