Christian schreibt im LiteraturBlog

Bisher 20 Beiträge:

Andreas Pittler: Der göttliche Plan

verfasst am 10.05.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Andreas Pittler ist einem breiteren Publikum durch seine Krimis rund um den jüdisch-stämmigen Polizeiermittler David Bronstein bekannt und als solcher hat er sich mittlerweile einen fixen Platz in der deutschsprachigen Krimiszene und ebenso in den heimischen Bestsellerlisten erschrieben. Mit “der göttliche Plan” nähert sich der studierte Historiker seinem eigentlichen Betätigungsfeld an und legt ein mit 850 Seiten durchaus als epochales Werk zu bezeichnendes Oeuvre vor, das seine Stärken schon in der ersten Szene unter Beweis stellt. weiter »


Donna Tartt: Der Distelfink

verfasst am 21.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Je dicker das Buch, desto länger die Rezension – aber das muss nicht sein, wie hier zu aufzuzeigen ist (dazu später).

Wer sich der Lektüre eines Werks, das auf über 1000 Seiten daherkommt, verdingt, der muss davon schon angetan sein, wie der Verfasser dieser Zeilen. Den Titel verdankt das Buch einem mit 1654 datierten Bild des niederländischen Malers und Rembrandt-Schülers Carel Fabritius. weiter »


Arnold Küsters: Totenstimmung

verfasst am 09.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was in der Verpackung eines Regiokrimis daherkommt (der Verlag untertitelt das Buch als „ein Niederrhein-Krimi“), entpuppt sich schon nach wenigen Seiten als packender Thriller, der – und das meine ich im positiven Sinn – durchaus Erinnerungen an „das Schweigen der Lämmer“ weckt. weiter »


Emily Walton: Mein Leben ist ein Senfglas

verfasst am 12.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Emily Walton erzählt in ihrem episodenhaften Debutroman eine zartbittere Geschichte über Integration ihrer Figur ‚Poppy Simmons‘, die in Cambridge geboren, wobei der Vater Engländer und die Mutter Deutsche war, und die im Volksschulalter nach Österreich, ins Salzkammergut, verpflanzt wurde.  weiter »


Vogler & Stangl: Ich, Carlo-Enrico Grassa: Eine sizilianische Biografie

verfasst am 17.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich, Carlo Enrico Grassa, eine sizilianische Biografie handelt vom Aufstieg eines ehrgeizigen,  jungen Mannes aus dem südsizilianischen Agrigento, der nur in ganz entfernten Zügen an den “talentiertesten Finanzminister der zweiten Republik” (© Wolfgang Schüssel) erinnert. In der Ich-Form erzählen die Autoren Giovanni Ucellatore und Io Steccoli die (von Hannes Vogler und I Stangl übersetzte) Lebensgeschichte des von Gott mit dem Auftrag, besser als alle anderen zu sein, versehenen Talents, sich bis an die Spitze von Geld, Macht und Glamour vorzuarbeiten. weiter »


Franz Zeller: Blutsbande

verfasst am 22.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gleich ein dickes Lob vorweg. Mit Blutsbande hat Franz Zeller einen Krimi geschaffen, wie er sein soll und wie ihn die Fans lieben. Guter Plot, starke Bilder, lebensechte Figuren und lebensnahe Dialoge, sowie eine sparsam metaphorisch eingesetzte Sprache, die aber schnell überzeugt. Hier passt das Handwerkliche und hier passt die Geschichte. weiter »


Susanne Wiegele: Fetzer und die Ordnung der Dinge

verfasst am 02.08.2011 von | 6 Kommentare

Vorausgeschickt sei hier an dieser Stelle, dass mir die Verlagschefin das Buch überreichte und diese auf meine Worte, dass ich es womöglich im Literatur-Blog besprechen würde, meinte, auch eine negative Kritik  sei ihr willkommen. Nach ein paar Seiten wurde mir klar, was sie gemeint haben könnte: denn die Figur des mit diesem Debut eingeführten Ermittlers, Franz Fetzer, ist alles andere als ein Sympathieträger. weiter »


Marcus Rafelsberger: Wienerherz

verfasst am 12.07.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Chefinspektor Laurenz Freund wird zu einem Selbstmord auf die Höhenstraße beordert. Bei dem Toten handelt es sich um Florian Dorin, einem von drei Söhnen aus dem Hause Dorin, einer angesehenen Bankiers- und Industriellenfamilie, die Kontakte in höchste Staatskreise unterhält. Standesgemäß fand sich der Tote in einem Bentley, weniger schön war das von der Flinte im Wageninneren verteilte Gewebe und die Hirnmasse. weiter »


Sabina Naber: Die Spielmacher

verfasst am 17.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien im Spätsommer. Bei einem Schotterteich am Wienerberg wird eine männliche Leiche entdeckt. Fesselung, gezielter Kopfschuss und eine Distel im Mund lassen darauf schließen, dass hier eine regelrechte Hinrichtung vollzogen wurde. Zumal es sich bei dem Toten um den Rechtsaußenpolitiker Peter Pollak handelt. weiter »


Zoran Drvenkar: Sorry

verfasst am 31.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vier junge Menschen, Frauke, Tamara und die Brüder Wolf und Kris, seit Schulzeiten miteinander befreundet, haben eines Abends die Idee, eine Agentur zu gründen, die sich für andere Menschen entschuldigt. Erstaunlicher Weise wird dieses Konzept ein Riesenerfolg und die Agentur ist auf lange Zeit ausgebucht. weiter »


Tina Tanzer: Typenlee(h)re

verfasst am 04.02.2011 von | 1 Kommentar

Spätestens seit Sex and the City ist bekannt, dass Frauen eigene Bedürfnisse haben, die neben Shopping vor allem auf eines gerichtet sind: auf Männer. Kein Wunder, dass bereits seit geraumer Zeit genau diese Zielgruppe bedient wird. weiter »


Peter Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

verfasst am 11.01.2011 von | 1 Kommentar

Selten ein Buch, dessen programmatischer Titel weithin bekannt ist, das aber wahrscheinlich von den wenigsten tatsächlich gelesen wurde; zumindest erging es mir bis vor kurzem so. Ich entdeckte das Büchlein unlängst während der Feiertage in der „Schulbuchssammlung“ meiner Frau, also höchste Zeit, diese Lücke zu schließen. weiter »


Pittler & Verdel: Der große Traum von Freiheit

verfasst am 29.11.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

30 Rebellen gegen Unrecht und Unterdrückung.

Pittlers historische Romane rund um den Polizeioffizier Bronstein, der in der Zwischenkriegszeit auf Mörderjagd geht, wurden im Blog wiederholt besprochen und auch (zu Recht) bestens bewertet. Mit dem aktuellen Band „Der große Traum von Freiheit – 30 Rebellen gegen Unrecht und Unterdrückung“, den Andreas Pittler zusammen mit der Publizistin Helena Verdel gemeinsam verfasst hat, wird nun rein historisches Terrain betreten. weiter »


Heinrich Steinfest: Mariaschwarz

verfasst am 29.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer die Ansicht vertritt, Bilder hingen nur an der Wand, um die dahinterliegenden Löcher zu verdecken, oder die Welt, diese fragile Kugel, werde nur durch den Wahnsinn im Gleichgewicht gehalten, der ist bei Steinfests Kriminalroman “Mariaschwarz” bestens aufgehoben. weiter »


Nora Miedler: Die Musenfalle

verfasst am 11.10.2010 von | 1 Kommentar

Nora Miedlers Erstling, Warten auf Poirot, habe ich vor kurzem besprochen, und ja, der Krimi machte Lust auf Mehr. Dieses Bedürfnis (nach Mehr)konnte jetzt bald darauf gestillt werden, da die Autorin im Herbst 2010 ihren zweiten Krimi veröffentlichte. Und (wie in vielen Dingen) hebt sich die Autorin angenehm von der breiten Masse ab: keine Fortsetzung. weiter »


Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes Kriminalgeschichten

verfasst am 21.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

2009 hat der Deutsche Taschenbuch Verlag eine Sammlung mit sieben Kurzgeschichten über das Wirken des Urvaters aller modernen Detektive herausgegeben und bei der Lektüre reifte in mir eine Erklärung, warum diese Figur unzählige Ermittlertypen bis in die heutige Zeit geprägt hat. weiter »


J. Sydney Jones: Das Haus der Spiegel

verfasst am 06.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien 1898. Eine Mordserie erschüttert die Stadt. Der Täter lässt seine Opfer, die er scheinbar wahllos umbringt, zunächst verschwinden und deponiert die ausgebluteten Leichen mit abgetrennter Nase im Prater. Dies deutet in Richtung jüdischer Ritualmorde. Als ein Modell Klimts ermordet wird, gerät der als kauzig dargestellte Maler in Verdacht und wird verhaftet. weiter »


Nora Miedler: Warten auf Poirot

verfasst am 05.07.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Stadt Wien hat für den Bereich der auf Wien Bezug nehmenden Kriminalliteratur den Leo Perutz Preis ausgelobt. Neben bekannten Genregrößen wie Paulus Hochgatterer, Edith Kneifl und Stefan Slupetzky finden sich in der Liste der Nominierten auch Debütanten wie Gerhard Loibelsberger oder eben Nora Miedler. Grund genug, die ohnedies längst fällige Auseinandersetzung mit Miedlers Erstling (dem bald ein zweiter Roman nachfolgen soll) anzugehen. weiter »


Robert Pucher: Bärendienst

verfasst am 17.05.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bärendienst ist bereits der vierte Roman von Robert Pucher, der wieder einmal eine skurrile Handlung um seine altbewährten Protagonisten spinnt:

Der Mord an Bert Kellermeister, einem unerschrockenen Aufdeckerjournalisten, und seiner Putzfrau, die beide in Kellermeisters Bett aufgefunden werden, ruft das Team um die ehrgeizige Polizistin Dr. Simone Reichenbach auf den Plan. weiter »


Victor L. Wooten: Music Lesson

verfasst am 13.04.2010 von | 4 Kommentare

Nicht selten passiert es, dass durchaus erfolgreiche Musiker das Metier wechseln und sich ebenso erfolgreich als Romancier versuchen. Sven Regener oder Nick Cave sind da wohl nur ein kleines Segment aus diesem Kreis. Aber was erwartet einen, wenn einer der talentiertesten Musiker unserer Zeit einen Roman schreibt, der ein Lehrbuch ist? weiter »



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