Andreas Hartl schreibt im LiteraturBlog

Bisher 619 Beiträge von Andreas:

Christian Kracht: Die Toten

verfasst am 15.12.2016 | 0 Kommentare
Die Toten

Ein Roman, dessen Geschehen in der Zeit der Weimarer Republik, an der Schwelle zur Machtübernahme durch die Nazis angesiedelt ist und der auch direkt aus dieser Zeit entsprungen scheint. Krachts Sprache ist in diesem Roman definitiv nicht in unserer Jetztzeit angesiedelt, sie ist ausformulierend, übertreibend, verfeinernd, melodisch und distanziert. weiter »


Gudrun Lerchbaum: Lügenland

verfasst am 09.12.2016 | 0 Kommentare

Als Georg Orwell 1948 über das Jahr 1984 schrieb, da hatte er Stalins Staat im Sinn. Weniger wird er wohl daran gedacht haben, dass wenige Jahrzehnte später die kommunistischen Unterdrückungsstaaten Gesichte sind und dafür inmitten der westlichen, demokratischen Welt, der überwunden geglaubte Geist der Populisten, Nationalisten und Faschisten zur Bedrohung unserer Freiheiten werden würde. weiter »


Thomas Biermann: Morbus Meeting

verfasst am 08.12.2016 | 0 Kommentare

Berichte aus dem Leben eines Managers. Und wenn schon nicht aus seinem eigenen, dann aus den Leben vieler, die ihm bisher über den Weg liefen: wenn man nur die Augen und Ohren offen hält, dann begegnen einem jede Menge an Kuriositäten, Skurrilitäten, Absonderlichem und Alltäglichen. weiter »


Stefan Zweig: Buchmendel & Die unsichtbare Sammlung

verfasst am 06.11.2016 | 0 Kommentare

Der Verlag  TOPALIAN & MILANI macht aus der Kombination zweier Novellen Stefan Zweigs mit Illustrationen von Joachim Brandenberg und Florian L. Arnold ein kleines, feines Buch für viele Sinne.

Für mich stehen  – natürlich – dabei die beiden Novellen Stefan Zweigs im Vordergrund. Es gibt aus seiner Feder noch so viel zu lesen, das ich noch nicht kenne, sodass ich mich sehr freute, als dieses Buch im Postkasten lag. weiter »


Heinrich Steinfest: Das Leben und Sterben der Flugzeuge

verfasst am 01.11.2016 | 0 Kommentare

Ein Wandern zwischen zwei Welten: eine ist die Traumwelt der anderen – und umgekehrt. Da passiert es eben, dass man auf der einen Seite ein Kriminalkommissar in München namens Blind ist und von sich selbst als Quimp, einem Spatz im Paris der anderen Welt, träumt.

Überhaupt ist alles gegenseitig verwoben. Jede/r und alles hat ein Gegenstück in der anderen Welt, nur ist es meist nicht so unterschiedlich, wie bei Blind und Quimp.  weiter »


Japan Foundation Übersetzerpreis an Michael Stein für die Neuübersetzung des «Kopfkissenbuchs» von Sei Shōnagon

verfasst am 31.10.2016 | 0 Kommentare

Seit 1999 verleiht das Japanische Kulturinstitut (The Japan Foundation) einen Übersetzerpreis in Höhe von 5000 Euro für das beste in den letzten drei Jahren aus der japanischen in die deutsche Sprache übersetzte und im deutschsprachigen Raum als Buch erschienene literarische Werk. weiter »


Tatort Gemeindebau

verfasst am 24.09.2016 | 0 Kommentare

Im Gemeindebau in Wien wurde Geschichte geschrieben. Im Gemeindebau in Wien wird gelebt, gestorben, es wird geraunzt und intrigiert. Der Gemeidebau in Wien war (und ist es auch noch heute, wenn auch lange nicht mehr so wie damals) eine Welt für sich, damals in seiner Hoch-Zeit; damals, als man nicht eine Straße als seine Adresse nannte sondern den Namen seines Gemeindebaus. weiter »


Schweizer Buchpreis 2016 – Die Nominierten stehen fest

verfasst am 21.09.2016 | 0 Kommentare

Sacha Batthyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht, Charles Lewinsky und Michelle Steinbeck sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2016. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 40‘000 Franken dotiert. Der Preisträger erhält 30‘000 Franken; die vier anderen Finalisten erhalten jeweils 2’500 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 13. November um 11 Uhr im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt.   weiter »


Literaturpreis Alpha: Shortlist 2016 steht fest

verfasst am 07.09.2016 | 0 Kommentare

Aus insgesamt 57 eingereichten Werken wurden neun Titel für die Shortlist ausgewählt, darunter sechs Romandebüts. Der Literaturpreis der Casinos Austria wird am 27. Oktober zum bereits siebten Mal vergeben. weiter »


Österreichischer Buchpreis 2016: 13 Titel nominiert

verfasst am 07.09.2016 | 0 Kommentare

Die Nominierten für den Österreichischen Buchpreis stehen fest: Die Fachjury hat zehn Bücher für die Longlist sowie drei Romane für die Shortlist des Debütpreises ausgewählt. weiter »


Joël Dicker: Die Geschichte der Baltimores

verfasst am 30.08.2016 | 0 Kommentare

Die Baltimores: das ist der Zweig der Familie Goldman, die sich in Baltimore nieder gelassen hat und dort zu Ruhm, Wohlstand und Einfluß kam. Der Familienzweig, der in Montclair lebt, ist dagegen weit weniger erfolgreich, weniger strahlend; so jedenfalls erscheint es Marcus, dem Sohn der „Montclairs“, der jede freie Minute in Baltimore verbringen möchte, bei seinem geliebten Onkel Saul, seiner schönen und liebevollen Tante Anita, seinem Cousin Hillel und bei Woody, der bei den Goldmanns Aufnahme fand. weiter »


Bernhard Aichner: Interview mit einem Mörder

verfasst am 29.08.2016 | 0 Kommentare

Die Max-Broll-Krimis gehören für mich zu den besten Krimi-Reihen im deutschsprachigen Raum. Rasanz und Sprache sind die hervorstechenden Merkmale dieser ungewöhnlichen Romane von Bernhard Aichner. Insoweit ist es eine gute Nachricht, dass es wieder einen neuen Max-Broll zu lesen gibt.

Schon bald stelle ich fest: Bernhard Aichner hat sich bei seinen Ausflügen in die Mainstream-Thriller (Totenfrau und Totenhaus, erschienen im btb-Verlag) leider ein wenig von seiner speziellen Sprache abgeschliffen. weiter »


Cay Rademacher: Brennender Midi

verfasst am 28.08.2016 | 0 Kommentare

Ein Krimi zu vielen Themen, die uns gerade Kopfzerbrechen bereiten. Im Band 3 der Reihe mit Capitaine Roger Blanc sind der Captain, die Krimi-Handlung und Blancs Privatleben in der Krimi-Normalität angelangt. weiter »


Die Nominierungen zum Leo-Perutz-Preis 2016

verfasst am 26.07.2016 | 0 Kommentare

Die Shortlist für den Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien für Kriminalliteratur 2016 steht fest.

Für den mit 5.000 Euro dotierten Preis, den die Kulturabteilung der Stadt Wien und der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) heuer zum bereits siebten Mal gemeinsam stiften, sind folgende fünf Titel nominiert: weiter »


Malla Nunn: Tal des Schweigens

verfasst am 19.07.2016 | 0 Kommentare

Im Jahr 1953 hat die Apartheid in Südafrika noch nicht jenen Umfang der Menschenverachtung erreicht, den wir aus den 1980er-Jahren kennen – die „National Party“ gelangte erst kurz zuvor, im Jahr 1948, an die Macht. weiter »


Ernest Nybørg: Lena Halberg – New York ’01

verfasst am 13.06.2016 | 0 Kommentare

Vorweg: der erste Band der Trilogie rund um Lena Halberg hat mich nicht sonderlich mitgerissen; dieser 2. Band trifft sich weitaus mehr mit meiner Vorstellung von einem guten und spannenden Thriller. weiter »


Perry Rhodan Neo 1: Vision Terrania

verfasst am 08.06.2016 | 0 Kommentare

Ich schreibe das nur, um mich auch in ein paar Jahren erinnern zu können, wie enttäuschend das Lesen eines SF-Romanes sein kann.

Perry Rhodan habe ich früher (unglaublich wie lange das her ist) verschlungen. Jede Woche am Freitag (ja, es war noch vor der digitalen Zeitwende und in der Prä-Ebook-Ära) dem nächsten Heft entgegen fiebernd. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg): Tatort Hofburg

verfasst am 07.06.2016 | 0 Kommentare

Nicht verwunderlich: so viele Gänge, die den uneingeweihten Besucher in die Irre führen; so viele Türen, hinter denen immer wieder Überraschendes zu finden ist; so viele Kammern, in denen Ungeheuerliches passieren kann. In so einem riesenhaften Gebäude wie der Hofburg ist Raum genug für alle möglichen Arten von Verbrechen. weiter »


Robert Seethaler auf der „Man Booker International Price“ Longlist

verfasst am 10.03.2016 | 0 Kommentare

Mit Robert Seethaler hat es erstmals ein österreichischer Autor auf die Longlist des „Man Booker International Prize“ geschafft. weiter »


Owen Sheers: I Saw a Man

verfasst am 28.02.2016 | 0 Kommentare

Michael Turner, Schriftsteller, der seine Frau – eine Journalistin – in Pakistan anlässlich einer journalistischen Recherche verloren hat, betrat das Haus der Familie Nelson, seine Nachbarn und Freunde. Ein ganz banaler Anlass ließ ihn das vermeintlich leere Haus durch die offene Hintertür betreten. Von diesem Augenblick an war nichts mehr im Leben von Turner und den Nelsons, wie es vorher war. weiter »


Herta Müller und Christoph Ransmayr bei der ICLA 2016 21.-27.Juli

verfasst am 24.02.2016 | 0 Kommentare

Unter dem Motto „Die vielen Sprachen der Literaturwissenschaft / The Many Languages of Comparative Literature“ lädt die International Comparative Literature Association (ICLA) in Kooperation mit der Universität Wien zu ihrem 21. Weltkongress ein. weiter »


Horst Evers: Alles außer irdisch

verfasst am 17.02.2016 | 0 Kommentare

Endlich: DAS Buch für alle Verschwörungstheoretiker ist da! Denn haben wir es nicht immer schon gewusst, dass hinter allem ein Plan dunkler Mächte steht? Seit Roswell waren es die Außerirdischen, dann kamen die USA und später die Banken und was-weiß-ich-noch wer hinzu. Man wusste schon gar nicht mehr, woran man glauben sollte. Aber jetzt ist alles klar: es sind die Außerirdischen. weiter »


Hugo Portisch: Aufregend war es immer

verfasst am 26.01.2016 | 0 Kommentare

Hugo Portisch ist der Chronist der 2. Republik. Geboren im Jahr 1927, fallen das Ende des 2. Weltkrieges und damit die Geburtsstunde des Staates Österreich, so wie wir ihn heute kennen, mit seinen ersten Schritten in Richtung Journalismus zusammen.

Damit begann ein Lebensweg, der Portisch sowohl zu den allermeisten Brennpunkte der Weltgeschichte führte als auch mit vielen der prägenden Menschen des 20. Jahrhunderts zusammen brachte. weiter »


Koytek & Stein: Wien kann sehr kalt sein

verfasst am 10.12.2015 | 0 Kommentare

In den letzten Monaten hatte ich einige Bücher über das Burgtheater in der Hand: über seine Geschichte oder mit Geschichten, die dort spielen. Jetzt ist auch Conrad Orsini dort gelandet – undercover, im Auftrag der Polizei. weiter »


Timothy Snyder: Black Earth

verfasst am 17.11.2015 | 0 Kommentare

Die widerliche Fratze des Antisemitismus und des Rassenwahns hieß Adolf Hitler. Der war aber weder der Erfinder noch der einzige, der von jüdischer Weltverschwörung und von minderwertigen Rassen phantasierte: all das war ein beinahe über den ganzen Globus verbreiteter Wahn, der von Herrschenden geschürt, von den Massen willig aufgenommen wurde. weiter »


Monique Schwitter gewinnt den Schweizer Buchpreis 2015

verfasst am 09.11.2015 | 0 Kommentare

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Monique Schwitter für den Roman „Eins im Andern“ (Literaturverlag Droschl). Die Jury würdigte das Buch als „facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie – kräftig, humorvoll und nachdenklich“. weiter »


Lars Berge: Der Büro-Ninja

verfasst am 03.11.2015 | 0 Kommentare

Jens Jansen hat damit abgeschlossen: mit dem Streben nach Erfolg, der Liebe und Leidenschaft zu seiner Freundin, überhaupt mit dem Interesse an allem, was die Welt des 21. Jahrhunderts ausmacht. Also beschließt er zu verschwinden. Was sich als leicht einfach gedacht, aber kompliziert durchführbar erweist.

Eine ganze Menge der Klischees, die als Beinahe- oder Ganz-Realität  heutzutage durch die Arbeitswelt geistern, landen als Jens Jansens Lebensumstände in diesem Roman. weiter »


Wolfgang Burger: Drei Tage im Mai

verfasst am 28.10.2015 | 0 Kommentare

Der Buchtitel klingt ja beinahe wie der eines ein Thrillers aus der Zeit des Kalten Krieges. Spannend, rasant, atemlos…  Gleich vorab: wer sich solches dann zwischen den Buchtiteln erhofft, wird seine/ihre Erwartungen dort nicht erfüllt finden. „Drei Tage im Mai“ ist ein gemächlicher Krimi, der sich 400 lange Seiten Raum nimmt, um eine im Grunde recht einfache Geschichte zu erzählen. weiter »


Michael Köhlmeier: Das Lied von den Riesen

verfasst am 23.10.2015 | 0 Kommentare

Eine Sage, eine Legende, ein Märchen, Fantasy. Ein Gedicht, eine Parabel, für Kinder, für Erwachsene. Alles das und noch mehr in einem, vor allem aber ein Fest der Worte. weiter »


Ferri & Conrad: Der Papyrus des Cäsar

verfasst am 22.10.2015 | 0 Kommentare

Der 2. Band aus der Feder und dem Pinsel von Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnung), der 36. Asterix insgesamt. Diesmal stehen Cäsar und seine Biographie „Kommentare zum Gallischen Krieg“ im Zentrum. Denn Cäser, das alte Schlitzohr, hat sich von seinem Verleger Syndicus dazu überreden lassen, diese lästige Geschichte mit „Ganz Gallien?“ in seinen Memoiren einfach zu verschweigen; um behaupten zu können: „Ganz Gallien!“ weiter »


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