Stefan Holtkötter: Todesgarten

Noch zwei Tage, einen Fall abschließen und dann beginnt der Urlaub. Unaufgeregte Tage stehen für Michael Schöne auf dem Programm. Selbst sein Chef möchte ihm ein paar davon ermöglichen und holt ihn gleich gar nicht mehr zu einem neuen Mordfall.

Im Berliner Tiergarten wurde ein Mann erschlagen. Dort, wo sich schwule Männer treffen um ein kurzes, unverbindlichen Vergnügen zu erleben. Doch das interessiert Michael Schöne nicht, der beginnt ja in Kürze seinen Urlaub.

Doch dieser Plan ändert sich schlagartig, als Schöne den Namen des Opfers liest. Denn der Tote ist sein Bruder. Seit ihrer Kindheit hatten sie – bei unterschiedlichen Pflegeeltern aufgewachsen – keinen Kontakt mehr gehabt. Daniel war homosexuell – und das ist anscheinend auch der Grund, warum er sterben musste.

Dies ist der zweite Krimi mit Michael Schöne, der in “Fundort Jannowitzbrücke” einen für mich großartigen Einstand feierte. “Todesgarten” ist im Vergleich dazu ein wenig enttäuschend, geht kaum über seichte Sommerlektüre hinaus. Ein paar Spannungsansätze wie Homophobie oder Korruption gibt es zwar, aber es verläuft vieles sehr vorhersehbar (außer dem Täter, der taucht dann doch recht unvermittelt auf). Gleichzeitig wirkt die ganze Geschichte vielfach nicht zu Ende erzählt.

Dafür ist aber die jeweilige Wetterlage in Berlin in jedem Kapitel sehr prominent beschrieben

Aber wenns heiß draußen ist, dann sollte man die Gehirnwindungen ja nicht durch übermäßige Spannungslektüre noch weiter erhitzen.


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