Maj Sjöwall, Per Wahlöö: Alarm in Sköldgatan
Ein Kommissar-Beck-Roman

Zuerst der Selbstmörder, der den Namen “Martin Beck” auf den Zettel neben seinem Telefon geschrieben hatte; dann das Haus, das explodiert und Gunvald Larsson, ein Kollege Becks, der ganz alleine und ohne lange nachzudenken die meisten der Bewohner des Hauses vor dem sicheren Tod in den Flammen rettet.

Zwei Fälle im sommerlichen Stockholm, die beide nach kurzer Ermittlungsdauer zu den Akten gelegt werden können. Ein Selbstmord mit einer Pistole der eine und dann ein Selbstmord mit Gas, in dessen Folge ein Funken eine Katastrophe verursachte. Unerfreuliche Fälle, aber nichts, was Kommissar Beck beschäftigen würde.

Ins Rollen kommt die Sache, als die Spurensuche einen kleinen Sprengsatz findet, der den Gas-Selbstmörder nach seinem Tod auch noch in die Luft sprengte und damit auch gleich das ganze Haus. Es scheint, als ob Göran Malm den Tag selbst dann nicht überlebt hätte, wenn er sich vorher nicht selbst umgebracht hätte – jemand wollte ihn umbringen. Nun müssen die Ermittlungen erneut aufgenommen werden.

Was folgt ist tägliche Polizeiroutine: das Klopfen an viele Türen, das Überprüfen von Telefonaten, das Befragen von Informanten. Eine viel versprechend Spur wird verfolgt doch konkrete Hinweise auf den Verbleib des Hauptverdächtigen finden sich nicht und der Vorsprung des Mörders wird mit jedem Tag größer.

Wie immer machen Maj Sjöwall & Per Wahlöö aus dieser an und für sich wenig aufregenden Arbeit der Polizei eine spannungsvolle Geschichte, in deren Verlauf immer mehr Fakten zusammengefügt werden, deren Gemeinsamkeit zu Beginn nicht zu erkennen war.

Im Mittelpunkt steht aber die penible Chrakterisierung der Portagonisten. Auch wenn die eine oder andere Eigenheit etwas überzeichnet scheint, so finden sich durchwegs glaubhaft beschriebene Individuen, jeder und jede für sich ganz speziell.

Rund um diese Personen entwickelt sich auch die Geschichte weiter und bringt sowohl absehbare als auch unerwartete Resultate. Ein wenig mehr spannende Krimihandlung hätte ich mir gewünscht, was aber nichts daran ändert, dass dieser Band Nr. 5 aus der Martin-Beck-Reihe.


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