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	<title>Kommentare zu: Andreas Pittler: Chuzpe</title>
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	<description>von LeserInnen für LeserInnen</description>
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		<title>Von: Klinger C.</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/04/andreas-pittler-chuzpe/comment-page-1/#comment-1576</link>
		<dc:creator>Klinger C.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 13:18:52 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Angela!

Wie recht du hast. Nur wie überzeugen wir unsere Bürokraten davon? Wahrscheinlich steht es im österr. Schulunterrichtsgesetz, dass Geschichteunterricht langweilig sein muss. Pittler liefert das, was alle unsere Gedächtnistrainer als die große Erkenntnis verkaufen: Daten und Fakten mit Geschichten oder Bildern zu verbinden. Genau auf diesem Gebiet liefert Pittler großartige Arbeit. Danke auch für dieses wunderbare Buch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Angela!</p>
<p>Wie recht du hast. Nur wie überzeugen wir unsere Bürokraten davon? Wahrscheinlich steht es im österr. Schulunterrichtsgesetz, dass Geschichteunterricht langweilig sein muss. Pittler liefert das, was alle unsere Gedächtnistrainer als die große Erkenntnis verkaufen: Daten und Fakten mit Geschichten oder Bildern zu verbinden. Genau auf diesem Gebiet liefert Pittler großartige Arbeit. Danke auch für dieses wunderbare Buch.</p>
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		<title>Von: Angela Eßer</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/04/andreas-pittler-chuzpe/comment-page-1/#comment-1565</link>
		<dc:creator>Angela Eßer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 May 2010 13:39:10 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn eine Geschichtsstunde immer so spannend wäre wie jedes einzelne Buch der Kriminalsaga von Andreas Pittler, dann wäre bei so manchem Schüler/mancher Schülerin Geschichte das Lieblingsfach!Chapeau!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine Geschichtsstunde immer so spannend wäre wie jedes einzelne Buch der Kriminalsaga von Andreas Pittler, dann wäre bei so manchem Schüler/mancher Schülerin Geschichte das Lieblingsfach!Chapeau!</p>
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		<title>Von: Sündi</title>
		<link>http://www.literatur-blog.at/2010/04/andreas-pittler-chuzpe/comment-page-1/#comment-1555</link>
		<dc:creator>Sündi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 19:55:04 +0000</pubDate>
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		<description>„Österreich büßte schrecklich für die Fehler seiner Politiker, aber das war ja nichts Neues.
Irgendwie, so dachte Bronstein, war die Politik viel zu kompliziert, um sie den Politikern zu überlassen. 
Da waren Fachleute gefragt, die nicht irgendwelchen angeblichen Volksstimmungen nachgaben, sondern taten, was in einer bestimmten Situation erforderlich war. 
Politiker, zumindest jene, die er aus eigener Anschauung kannte, waren immer irgendwie Opportunisten, die nur rasch danach trachteten, ihre eigene Karriere zu befördern.
Auf diese Weise war in Österreich seit den Zeiten des Grafen Taaffe stets nur fortgewurstelt worden.“ (S.176/177)

Diese Gedanken von Major Bronstein, gedacht im Jahr 1918, haben, wenn man/frau die Entwicklungen in den letzten beinahe 100 Jahren betrachtet, nichts an Aktualität eingebüßt.
Ausnahmen bestätigen natürlich auch in der Politik die Regel.

Mit „Chuzpe“ legt Andreas Pittler einen weiteren historischen Kriminalroman auf bewährt hohem Niveau vor, eine Geschichtslektion der Extraklasse.

Christian Klinger meinte in einem Kommentar zu Pittlers „Ezzes“, seine Bücher sollten Pflichtlektüre an der AHS sein - diese Meinung vertrete ich ebenfalls uneingeschränkt.

Allein, dass wir uns in Österreich im Jahr 2010 noch inmitten einer Diskussion über das richtige Schulsystem befinden, zeigt die Richtigkeit der „prophetischen“ Gedanken Bronsteins.

Allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: Die Schulpolitik der ÖVP bzw. ihrer legendären Ministerin Liesl Gehrer kann man nicht mit fortwursteln charakterisieren, sonders dies war reinste Blockade wider besseren Wissens, um die Interessen der eigenen Klientel zu zementieren.
Damit sind die Bildungschancen einer gesamten Generation von SchülerInnen erheblich eingeschränkt worden und das wird dieses Land noch bitter zu bereuen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Österreich büßte schrecklich für die Fehler seiner Politiker, aber das war ja nichts Neues.<br />
Irgendwie, so dachte Bronstein, war die Politik viel zu kompliziert, um sie den Politikern zu überlassen.<br />
Da waren Fachleute gefragt, die nicht irgendwelchen angeblichen Volksstimmungen nachgaben, sondern taten, was in einer bestimmten Situation erforderlich war.<br />
Politiker, zumindest jene, die er aus eigener Anschauung kannte, waren immer irgendwie Opportunisten, die nur rasch danach trachteten, ihre eigene Karriere zu befördern.<br />
Auf diese Weise war in Österreich seit den Zeiten des Grafen Taaffe stets nur fortgewurstelt worden.“ (S.176/177)</p>
<p>Diese Gedanken von Major Bronstein, gedacht im Jahr 1918, haben, wenn man/frau die Entwicklungen in den letzten beinahe 100 Jahren betrachtet, nichts an Aktualität eingebüßt.<br />
Ausnahmen bestätigen natürlich auch in der Politik die Regel.</p>
<p>Mit „Chuzpe“ legt Andreas Pittler einen weiteren historischen Kriminalroman auf bewährt hohem Niveau vor, eine Geschichtslektion der Extraklasse.</p>
<p>Christian Klinger meinte in einem Kommentar zu Pittlers „Ezzes“, seine Bücher sollten Pflichtlektüre an der AHS sein &#8211; diese Meinung vertrete ich ebenfalls uneingeschränkt.</p>
<p>Allein, dass wir uns in Österreich im Jahr 2010 noch inmitten einer Diskussion über das richtige Schulsystem befinden, zeigt die Richtigkeit der „prophetischen“ Gedanken Bronsteins.</p>
<p>Allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: Die Schulpolitik der ÖVP bzw. ihrer legendären Ministerin Liesl Gehrer kann man nicht mit fortwursteln charakterisieren, sonders dies war reinste Blockade wider besseren Wissens, um die Interessen der eigenen Klientel zu zementieren.<br />
Damit sind die Bildungschancen einer gesamten Generation von SchülerInnen erheblich eingeschränkt worden und das wird dieses Land noch bitter zu bereuen haben.</p>
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