Fabio Rossi wird mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Als er dort erwacht, fehlen ihm in seiner Erinnerung 50 Tage seines Lebens. Aber es ist nicht nur das: es fällt ihm auch schwer, sich Neues zu merken. Ein fremde Frau, Marlen, stellt sich ihm als seine Freundin vor, doch er weiss nur etwas von Norina, die einzige Frau,die er liebt.
Fabio Rossi ist Journalist. Er macht sich daran, sein Leben wie eine Story zu recherchieren. Die Geschichte der 50 Tage erschließt sich ihm Stück für Stück. Langsam erkennt er darin einen Fabio Rossi, dessen Leben ihm vollkommen fremd ist. Welche Rolle sein bester Freund Lucas Jäger spielt, welche Informationen er von Dr. Barth erhalten hat, warum Freddi, der längst vergessene Schulkamerad, auf einmal so wichtig ist. Die Puzzleteile fügen sich nur mühsam zu einem gesamten Bild.
Und am Ende muss Fabio Rossi erkennen, dass er sich nicht nur fremd ist, sondern dass er in diesen 50 Tagen ein Mensch war, der er um keine Preis sein will.
Eine Geschichte, die sich konsequent aufbaut, sich in einer geraden Linie von den ersten offenen Fragen bis zur endgültigen Antwort klar und nachvollziehbar entwickelt. Je mehr die wiedergefunden Informationen von Fabio Rossis Erinnerung wiederbringen, umso dichter wird die Handlung, umso spannender wird das Buch. Was beeindruckt: obwohl Suter sehr sparsam mit der Charakterisierung der Personen umgeht, gewinnen sie dennoch Gestalt und Profil.

