
Wallisch Leopold, mit Spitznamen „Lemming“ wurde vom Wiener Polizeidienst entlassen. Dafür verantwortlich war sein karrieresüchtiger Kollege, der Krimineser Krotznig, der mit dem grauenhaften, potthässlichen, knarrenden Ledermantel.
Nach seiner Entlassung aus der Mordkomission findet der Lemming einen Job als Privatdetektiv, spezialisiert auf ehebrechende Männer und Frauen. Nicht gerade ein beruflicher Aufstieg. Während einer Beschattung wird der Lemming Zeuge eines Mordes. Der Tote im Wienerwald ist der fiese, allerdings bereits pensionierte Lateinprofessor, der Grinzinger. Dieser hat durch Mithilfe eines Unbekannten das Zeitliche gesegnet. Der Professor, der in seiner aktiven Ausübung seines Lehramtes seine SchülerInnen ziemlich malträtiert haben dürfte, hat sich sicherheitshalber selbst von Lemming beschatten lassen. Er dürfte geahnt haben, dass jemand Rache übt.
Lemming beschließt diesen Fall auf eigene Faust zu lösen, gerät dadurch mehr als einmal in Konflikt mit seinem Exkollegen, dem Oberbullen Krotznig. Beide geben sich einem Wettlauf der Aufklärung hin. Und nicht nur das, auch die verbalen Auseinandersetzungen, diese schön-wienerischen Wortgefechte sind absolut unterhaltsam. Daneben gibt es einen ganz anderen Schauplatz, ein haschischöl-schmuggelnder Hund, namens Castro. Nun ja, und während sich das Kalb von Hund seinen Darm von Haschischölbeutelchen auf Lemmings Kopfpolster entledigt, dürfte mal so ein Beutelchen noch inwendig geplatzt sein – denn Castro war dann so richtig fidel…
Handlung nebenbei ist auch eine Liebesgeschichte, Lemming trifft auf seine Klara…
Diese unterschiedlichen Geschichten verbindet der Autor zu einem herrlich humorvollen Krimi mit Handlungsort Wien.
