Bergmann, David: Der die was ?

verfasst am 25.01.2009 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Bergmann, David, Humor

Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth. David Bergmann wurde 1971 in einem Dorf in Ohio geboren, dessen Einwohner zum überwiegenden Teil von deutschen Einwanderern abstammen. Er entdeckte Mitte der 1990er-Jahre zuerst seine familiären Wurzeln in Deutschland und dann, dass er einen unbändigen Zwang verspürte, die deutschen Sprache selbst zu verstehen. Die Bekanntschaft mit Deutschsprachigen und Kurse im Goethe-Institut in Chicago verleiten ihn zu der irrigen Annahme, schon ausreichend gerüstet zu sein für ein Leben in Deutschland.

Also beschließt er, an der Universität in Göttingen zu inskribieren

Von Umlauts über Redewendungen bis zu synchronisierten Filmen führt die sprachliche Reise, bei der ein Amerikaner ziemlich oft in heftige Formulierungs-Fallen tappen kann: Am Telefon zu fragen „Guten Tag. Ich habe gelesen, Sie vermieten ein vermöbeltes Zimmer?“ führt oft nicht zum gewünschten Ziel und das Schild „Bitte die Füße abtreten“ ist keine Aufforderung zur Selbstverstümmelung.

Bei der Lektüre des Buches musste ich sehr oft laut auflachen, so pointiert führt Bergmann vor, wie unsere Muttersprache strukturiert ist. Bei vielen Passagen hilft es, den Text selbst laut zu lesen, um den ganzen Sinn zu erfassen.

Ein äußerst unterhaltsames Buch, das uns klar macht, wie sich Menschen mit anderer Muttersprache fühlen, wenn sie das erste Mal in die Geheimnisse des Deutschen eintauchen.


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