Lemmings dritter Fall
Lemming hat einen neuen Job, er ist Nachtwächter im Schönbrunner Tiergarten. Die Beziehung zu seiner Klara läuft wieder prächtig. Bei einem abendlichen Rundgang macht er eine grausige Entdeckung: In einem der Gehege baumelt ein erhängter Pinguin!
In dem Schnabel des toten Tieres findet er einen Zettel mit einer Nummer darauf. Bald ist der Lemming in einen Fall verwickelt, der ihm wieder mal äußersten Scharfsinn und nebenbei auch Kunstverstand abverlangt. Sein Vorgesetzter, der Direktor des Zoos, stellt für den Lemming Kontakt zu Hörtnagl her. Dieser Mann ist ein Wiener Wirtschaftsmogul, der mächtigen Einfluss auf die österreichischen Politkaiser hat und außerdem einige Tierpatenschaften im Schönbrunner Tiergarten übernommen hat.
Klar dass auch Hörtnagl Interesse daran, dass das Verbrechen aufgeklärt wird. Der Lemming wird engagiert, immerhin ist er ein ehemaliger Krimineser. Hauptverdächtiger ist Lemmings Kollege Pokorny. Dieser ist seit der Tötung des Pinguins verschwunden. Gleichzeitig gibt es einige Verwirrungen durch Wiener KunststudentInnenen – Löwin, Adler, Bär und Floh. Was ist mit der Saliera, dem Salzfass, diesem wichtigen Stück der österreichischen Geschichte?
Der Autor schreibt wieder mit viel Sprachwitz und Ironie einen ungewöhnlichen „Mordfall”. Manchmal erscheint der Krimi (ohne Mordopfer, oder doch?) sehr konstruiert, trotzdem lesenswert.
